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Dienstag 12.06.2018 17:27:29
Studie Arbeitplatzgestaltung

Virtuelle Arbeit verlangt reelle Arbeitsplätze

Eine neue Studie von Cognizant, einem weltweit agierenden Dienstleistungsunternehmen, zeigt, dass trotz der Zunahme von virtuellen Tätigkeiten der physische Arbeitsplatz wichtiger denn je ist. Die mit 500 europäischen Führungskräften durchgeführte Studie "Space Matters", zeigt, dass Investitionen in effiziente und effektive Arbeitsplätze heutzutage unerlässlich sind, um Unternehmensziele zu erreichen. Demnach ist zu erwarten, dass in den nächsten fünf Jahren in Europa durchschnittlich 13 Prozent mehr Büroflächen geschaffen werden. Rund 40 Prozent der Unternehmen haben bereits mit der Umgestaltung ihrer Arbeitsplätze begonnen und 38 Prozent planen sogar einen Umzug, um Partner und Kunden besser ansprechen und innovative Ideen sowie Konzepte schneller realisieren zu können.

Abb. Nmedia, Fotolia
Space Matters: Shaping the workplace to get the right work done (Der Ort spielt eine Rolle: Den Arbeitsplatz so gestalten, dass die Arbeit richtig gemacht werden kann) unterstreicht, dass Investitionen in effiziente und effektive Arbeitsplätze heutzutage unerlässlich sind, um Unternehmensziele zu erreichen.

Europäische Unternehmen sind bestrebt, ihre Arbeitsräumlichkeiten neu zu gestalten, um Abläufe zu verbessern und den zunehmend digitalen Tools und Technologien Rechnung zu tragen. Die Studie zeigt, dass das Arbeitsumfeld zunehmend als ein Weg gesehen wird, den Fokus der Mitarbeiter auf die Arbeit zu lenken, die wirklich wichtig ist.

Euan Davis, European Lead des Center for the Future of Work von Cognizant und Mitautor des Berichts, empfiehlt Führungskräften bei der Neugestaltung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen folgende Gesichtspunkte zu beachten:

  1. Arbeitsplätze nicht zu Spielflächen machen: Spielbereiche einzurichten oder Bürowände mit Schultafeln zu versehen, mag verlockend klingen, könnte jedoch viele Mitarbeiter befremden. Unternehmen müssen den Schwerpunkt vordringlich auf eine optimierte Basisausstattung wie zuverlässige WLAN-Netze und funktionierende Geräte legen.

  2. Fokus auf strukturelle Veränderungen zur Verbesserung der Teamarbeit: Unternehmen sollten Räume schaffen, die zu menschlicher Interaktion beitragen und die Produktivität steigern. Hierzu zählen Räumlichkeiten, die mit Tools und Technologien wie 4K-Bildschirmen, 3D-Druckern und interaktiven Whiteboards ausgestattet sind.

  3. Arbeitsbereiche für Kompetenz-Cluster einrichten: Unternehmen sollten Räumlichkeiten schaffen, in denen kleinere, mehrschichtige Teams – aus Vertrieb, Marketing, Service, Produktentwicklung, Produktion und Technologieentwicklung – zusammenkommen können, um sich gemeinsam einzelnen Kundensegmenten oder den Erfordernissen eines einzelnen Aufgabenbereichs zu widmen.

  4. Kontinuierliche Abstimmung von Innovation und Standort: Unternehmen sollten überlegen, Mitarbeiter zeitweise in Coworking Spaces arbeiten zu lassen, damit sie sich mit Personen austauschen können, die ähnliche Arbeitsweisen und Ziele verfolgen. Zumal diese neuen Talentzentren oft aktuellste digitale Technologien und Kompetenzen anwenden, mit denen Innovationen beschleunigt und einem Geschäfts- oder Betriebsmodell entscheidende Impulse gegeben werden können.

  5. Optische Hinweise einsetzen, um starke Kultursignale zu vermitteln: Arbeitsplätze sollten Gelegenheit zum visuellen und narrativen Austausch sowie Raum für Energie und Kreativität bieten – Mitarbeiter sollten sich in ihrer Umgebung motiviert fühlen, wobei visuelle Reize hier eine große Rolle spielen. Beispielsweise strahlen die Arbeitsplätze bei Google durch beschreibbare Wände eine Start-up-Mentalität aus.


„Die Workflows verändern sich und damit auch die Räumlichkeiten, in denen Arbeit stattfindet. Die großen Tech-Player wissen das bereits: Eine clevere Raumgestaltung fördert Innovation und Kreativität. In Zukunft wird sich dieser Trend noch verstärken“, erklärt Davis. „Künftige, intelligente Arbeitsumgebungen werden das persönliche Arbeitsumfeld überwachen und auf Stimmungen, Wünsche und Bedürfnisse der Arbeitenden reagieren. Auch wenn die meisten von uns nicht über das Immobilienbudget von Apple oder Google verfügen, so können wir doch einen strategischen Ansatz zur Planung von Räumen wählen, in denen Mitarbeiter zunehmend produktiv arbeiten und Innovationen vorantreiben. Richtig konzipierte und gestaltete Arbeitsplätze können wegweisende Produktivitäts- und Innovationsreize setzen, die von jedem Unternehmen, das im digitalen Zeitalter erfolgreich sein will, benötigt werden.“

www.cognizant.com
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