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BIT-NEWS | 18. April 2011
Öffentliche Verwaltungen streben stärkere Bürgerbeteiligung durch Social Media an
Die öffentlichen Verwaltungen in Deutschland setzen mehr auf Bürgerbeteiligung. Kommunen, Landes- und Bundesverwaltungen investieren in neue Kommunikationsangebote, um einen lebendigeren Dialog zu ermöglichen. Social Media sind hierfür das Medium der Wahl. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Branchenkompass 2011 Public Services“ von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Wie die Proteste bei Stuttgart 21 und anderen Großprojekten zeigen, wollen sich die Bürger zunehmend auch außerhalb von Wahlen in politische und Verwaltungsentscheidungen einbringen. Dadurch sind auch die Ansprüche der Bürger an die Informationspolitik der Behörden und ihre Forderungen nach Mitsprachemöglichkeiten gestiegen. Die Verwaltungen haben dieses Potenzial erkannt und suchen nun nach Wegen, um die Bürger besser zu informieren und zu beteiligen – beispielsweise in Form von Bürgermeldungen, Meinungsumfragen und Bürgerforen. Dabei bieten sich die nichthierarchischen Social Media als Instrument des Bürgerdialogs an. Die befragten Entscheider sprechen sich mehrheitlich für ein proaktives Vorgehen aus, denn nach eigener Einschätzung bestehen noch große Spielräume: In jeder zweiten Kommunal- oder Landesverwaltung ist die Bürgerbeteiligung derzeit gering. Investitionen in Social Media planen ein Großteil der Verwaltungen deshalb noch für dieses Jahr. Abgesehen von den technischen Möglichkeiten der Social Media wollen die Entscheider die Beteiligungsoptionen auch qualitativ verändern. So halten nahezu alle Befragten ein System von Bürgermeldungen für sinnvoll, bei dem Bürger Mängel in der Infrastruktur direkt an die zuständige Stelle melden können. Des Weiteren wird das E-Government ausgebaut, um die Effizienz der Verwaltungsprozesse zu erhöhen. Frische Impulse bringen der neue Personalausweis und die einheitliche Behördenrufnummer 115 sowie Standars bei Datenaustausch und Services. Die Studie basiert auf einer aktuellen Befragung von 100 Entscheidern aus 100 großen deutschen Kommunal-, Landes- und Bundesverwaltungen.



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