Werden Sie die DMS Expo unter der Regie der Messe Stuttgart inhaltlich ähnlich ausstatten bzw. was ist bereits konkret geplant? Ulrich Kromer: Dazu stehen wir bereits im Kontakt mit unseren Partnern und wollen hier nahtlos an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Durch die Parallelität zur IT & Business, die ein ähnlich umfangreiches Vortragsprogramm gestaltet, ergeben sich natürlich ganz neue Ansätze. So wollen wir den ECM-und DMS-Spezialisten die entsprechende Tiefe anbieten, aber auch zugleich Neueinsteigern einen bereiten Überblick über die Potenziale der verschiedenen Lösungsansätze bieten.BIT: Der Verband VOI war bisher ideeller Träger der DMS Expo. Welche Rolle soll der VOI zukünftig im Konzept der DMS Expo spielen?Ulrich Kromer: Der VOI war in Köln als ideeller Träger sehr eng mit der DMS Expo verbunden und ist ein wichtiger Partner im Konzept. Wir wünschen uns, dass das am neuen Standort auch so sein wird und sind darum bereits im intensiven Dialog. Gemeinsam mit den Marketing- und Messeexperten im VOI wollen wir das Konzept der DMS Expo weiter entwickeln. Wir bekommen vom Verband den fachlichen Input, den wir als Messegesellschaft für die Organisation einer erfolgreichen Veranstaltung benötigen. Wir wünschen uns, dass das am neuen Standort auch so sein wird und werden die Details in den nächsten Tagen gemeinsam besprechen.BIT: Wird die DMS Expo als eigenständige Marke bestehen bleiben?Ulrich Kromer: Ein klares Ja. Die DMS Expo ist eine starke Marke im Markt, es gibt keinen Grund diese aufzugeben. BIT: Welche finanziellen Vorteile bieten die Messe Stuttgart den Ausstellern der DMS Expo etwa im Vergleich zur DMS Expo in Köln? Sind z.B. die Standkosten der Messe Stuttgart günstiger als in den Kölner Messehallen? Ulrich Kromer: Der größte Vorteil für die Aussteller der DMS Expo ist sicher der Synergie-Effekt, der sich durch die parallel stattfindende IT & Business bietet. Beide Veranstaltungen haben eine hohe Schnittmenge bei den Fachbesuchern und werden durch eine gemeinsame Eintrittskarte voneinander profitieren. Somit können die Aussteller neben den Profis auch zahlreiche Neukunden erwarten, die so vielleicht nicht den Weg zur DMS Expo gesucht hätten. In gleicher Weise profitieren natürlich auch die Aussteller der IT & Business. Bezüglich der Standmieten werden wir die unterschiedlichen Preis-Strukturen der beiden Veranstaltungen angleichen. An den Gesamtkosten einer Messebeteiligung machen die Standmieten aber lediglich 15 bis 20 Prozent aus, mögliche Kosteneinsparungen durch die Parallelität der Fachmessen sind für die Aussteller viel wichtiger.BIT: Welcher zusätzliche Nutzen erzielt die Landesmesse Stuttgart mit dem neuen Messe-Duo und der damit verbundenen Ausweitung des Messeprogramms?Ulrich Kromer: Die Konsolidierung des Marktes für IT-Messen ist ja der Wunsch vieler Marktteilnehmer. Zudem fordert die Branche eine zentrale Plattform im Herbst. Hier sind wir den Anforderungen des Marktes einen wichtigen Schritt entgegen gekommen. Die Messe Stuttgart verfolgt das Ziel, Nr.1 für Hightech Messen in Europa zu sein. Da spielt der IT-Bereich ein zentrale Rolle.BIT: Das Messeumfeld profitiert von der Ausweitung des Messeprogramms. Wie schlägt sich dieser Nutzen in der Umwegrentabilität nieder?Ulrich Kromer: Ein breiteres Messeprogramm mit höherer Besucherzahl auf den parallel stattfindenden Messen wirkt sich natürlich auch auf die Hotelerie, Gastronomie und Dienstleister in der Umgebung aus. Im Messewesen rechnen wir mit einer Umwegrentabilität vom Faktor 7, das heißt unserer rund 100 Mio. Euro Jahresumsatz generieren in den oben genannten Branchen ca. 700 Mio. Euro Umsatz.BIT: Vielen Dank, Herr Kromer.