BIT - Feuilleton  
BIX Jazzclub

Herzlichen Glückwunsch…

Wer Weltstars in Club-Atmosphäre und Jazz in allen Spielarten erleben möchte, der ist im BIX (siehe Bild; Foto: Wolf-Peter Steinheißer) richtig. Laut dem renommierten Down-Beat-Magazin gehört die Stuttgarter Location zu den 50 besten Jazzclubs der Welt. Herausragend ist das offene Programm, das von Modern-Jazz über R&B-, Funk- und Pop-Jazz bis hin zu Electronica reicht. Mit jährlich rund 20.000 Besuchern und 250 Konzerten ist das BIX auch Kooperationspartner für verschiedene Kulturinstitute und Charity-Veranstaltungen. Denn nicht nur die internationalen Stars wissen die excellente Akustik und besondere Atmosphäre zwischen cool, elegant und urban zu schätzen. Studenten der Musikhochschule Stuttgart legen hier ihre Prüfungen ab, sammeln Bühnenerfahrung und empfehlen sich mit ihren Auftritten einem kritischen Publikum und nicht selten renommierten Labels.

Mit großem Engagement und Beharrlichkeit haben die Gründer des BIX den Jazzclub zu einer herausragenden Adresse der internationalen Jazzszene gemacht. Es spricht sich eben auch in Los Angeles, New York, Paris oder Stockholm herum, wenn sich Jazzlegenden, wie Wynton Marsalis, Joshua Redman, Terence Blanchard, Billy Cobham, Melody Gardot, Avishai Cohen, Peter Gabriel, Liz Wright, Nils Wülker, um nur einige zu nennen, in dem Stuttgarter Club die Klinke in die Hand geben. Klug gewählt ist auch der Name des BIX, das sich nach dem legendären Jazztrompeter Bix Beiderbecke nennt, der in den zwanziger und dreißiger Jahren durch seine eigenartige Spielweise und sein Gefühl für Melodien zum Mythos wurde.

Für sein herausragendes Livemusikprogramm wurde das BIX im letzten Jahr bereits zum dritten Mal mit dem hochdotierten Kulturpreis der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien ausgezeichnet. Die offene Jazzszene ist laut dem Geschäftsführer und künstlerischen Leiter des BIX, Mini Schulz, der auch als Professor an der Musikhochschule lehrt, der Markenkern des BIX und zugleich dessen Erfolgsrezept.

Übrigens machte die „Jazzpolizei“, die angeblich stets die Reinheit des Jazz im Auge hat, bislang immer einen großen Bogen um die Stuttgarter Location, obwohl es bei so viel Crossover reichlich Gründe gäbe, einmal nach dem Rechten zu sehen. Vermutlich drückt man bei dem Club, der mit seinem unorthodoxen Programm ein breites Publikum anspricht und immer wieder neue Jazzfans gewinnt, gerne ein Auge zu. Eine gute Voraussetzung für mindestens weitere zehn erfolgreiche BIX-Jahre.

Jacques Ziegler
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