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Anforderungen an De-Mail
Sicher und rechtsverbindlich
Dr. Jens Dietrich ist Projektleiter De-Mail im Referat IT1 im Bundesministerium des Innern. Dr. Dietrich hat im September die Projektleitung De-Mail übernommen und war zuvor für die Bereiche E-Government und für Standardisierungsfragen im Projekt Deutschland Online zuständig. In seinem Statement erläutert er Maßnahmen zur Sicherheit und zeigt Perspektiven für zukünftige De-Mail-Dienste auf.
Dr. Jens Dietrich ist Projektleiter DeMail im Referat IT1 im Bundesministerium des Innern: „Das Angebot von De-Mail-Diensten soll durch miteinander im Wettbewerb stehende Unternehmen erfolgen, die sich durch ihre Zusatzangebote voneinander abgrenzen.“
De-Mail, ein Gemeinschaftsprojekt von Wirtschaft und Staat, soll grundlegende Sicherheitsfunktionen für den elektronischen Nachrichtenaustausch wie Verschlüsselung, sichere Identität der Kommunikationspartner und Nachweisbarkeit (Versand-, Zustellnachweise) – die der heute genutzten E-Mail fehlen – einfach nutzbar und damit breit verfügbar machen.
Versender und Empfänger einer DeMail sind nachvollziehbar. Versandund Zustellnachweise können einfach erstellt werden (Einschreiben). De-Mails sind auf dem Transport verschlüsselt und können daher nicht von Dritten abgefangen und/oder verändert werden. Spam wird wirksam verhindert, weil die Absender von De-Mails über eine sichere Erstidentifizierung eindeutig bekannt sind. Phishing und Identitätsdiebstahl können ausgeschlossen werden, wenn sich Nutzer beispielsweise mit dem künftigen neuen Personalausweis oder mit einem auf dem Mobiltelefon basierenden Verfahren (mobile TAN) bei De-Mail anmelden. Dank dieser Sicherheitsfunktionen können Geschäftsund Verwaltungsprozesse einfach, schnell und rechtsverbindlich im Internet erledigt werden.
Während die gesetzlichen Rahmenbedingungen vom Staat unter Federführung des Bundesinnenministeriums geschaffen werden (De-Mail-Gesetz und Technische Richtlinien), liegt die Entwicklung von De-Mail vorrangig in der Verantwortung von privatwirtschaftlichen Unternehmen. Hier gilt ein konsequent wettbewerbsfreundliches Prinzip: Werden die Richtlinien für Interoperabilität, IT-Sicherheit, Funktionalität und Datenschutz eingehalten, steht es Unternehmen frei, die Infrastruktur für De-Mail mit eigenen Mehrwertdiensten beispielsweise zu Branchenlösungen auszubauen. Das Angebot von De-Mail-Diensten soll durch miteinander im Wettbewerb stehende Unternehmen erfolgen, die sich – stets auf Grundlage des einheitlichen Rahmens – durch ihre Zusatzangebote voneinander abgrenzen. De-Mail ist somit die Basis für eine flächendeckende und wettbewerbsfreundliche Infrastruktur für den sicheren und rechtsverbindlichen elektronischen Nachrichtenverkehr.
Vortrag: 22. Juni, 10.30 Uhr, Doxnet-Fachkonferenz.
Weitere Informationen unter
www.de-mail.de
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