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Fujitsu: Neuorganisation des Scanner-Geschäfts
Präziser agieren

Die Fujitsu Europe Limited und ihre Tochterunternehmen Fujitsu Deutschland und Fujitsu Italia haben sich Anfang November 2009 dem Fujitsu-Tochterunternehmen PFU Limited angegliedert. Im Zuge des Übergangs wurde der Firmenname Fujitsu Europe Limited in PFU Imaging Solutions Europe Limited umbenannt. Klaus Schulz, Produkt-Manager bei PFU Imaging Solutions Europe, gibt im Interview Auskunft über die Ziele der Neuorganisation im Scanner-Bereich sowie die Besonderheiten des neuen Dokumenten-Scanners Fujitsu fi-6800.

Klaus Schulz, Manager Product Marketing EMEA, Imaging Systems Division, PFU Imaging Solutions Europe: „Wir können unsere Aktivitäten verstärkt an externen Marktfaktoren ausrichten, die das Geschäft mit Dokumenten-Scannern beeinflussen.“
Herr Schulz, im November 2009 hat sich die für das Dokumenten-Scanner-Geschäft in EMEA zuständige Fujitsu Europe Limited mit ihren Tochterunternehmen der PFU Imaging Solutions Europe Limited angeschlossen. Welche Ziele werden mit diesem Zusammenschluss verfolgt?

Klaus Schulz: Das 1960 gegründete Fujitsu-Tochterunternehmen PFU Limited ist seit mehr als 20 Jahren innerhalb des Fujitsu-Konzerns verantwortlich für Entwicklung, Produktion und Vermarktung der FujitsuDokumenten-Scanner. Mit der nunmehr erfolgten Umbenennung unserer in EMEA tätigen Organisation in PFU Imaging Solutions geht vor allem einher, dass wir uns vollständig auf das Geschäftsfeld Dokumenten-Scanner und damit verbundene Lösungen konzentrieren können. Durch Bündelung unserer Ressourcen auf dieses Themenfeld können wir erstmalig in unserer Branche weltweite Synergien ausschöpfen.

Warum firmiert die Fujitsu-Europe-LimitedGruppe um?

Schulz: PFU Imaging Solutions ist innerhalb des Fujitsu Konzerns seit vielen Jahren verantwortlich für Entwicklung, Design, Produktion und Vermarktung der Fujitsu Dokumenten-Scanner. Mit der Umfirmierung unserer europäischen Gesellschaften konzentrieren wir uns nunmehr maßgeblich auf dieses Geschäftsfeld und darauf, das internationale Imaging-Geschäft zu optimieren und den weltweiten Kundenstamm für Fujitsu-Dokumenten-Scanner weiter auszubauen.

Welche Auswirkungen hat die Neustrukturierung auf den deutschen Standort?
Der neue Mid-Volume-ProduktionsScanner Fujitsu fi-6800 verspricht maßgebende Verbesserungen hinsichtlich Automation, Produktivität und Kostensenkung.

Schulz: Jede Umfirmierung und Umstrukturierung ist darauf ausgerichtet, Veränderung zu bewirken. In unserem Fall bedingt die Umfirmierung sicherlich die Beschleunigung unseres weiteren Wachstums. Unter Beibehaltung unserer EMEAZentrale in London und unseren Niederlassungen in München und Mailand gestalten wir unsere Systeme und Prozesse sehr nah am Geschäftsfeld ECM unter Berücksichtigung spezifischer nationaler oder regionaler Erfordernisse. Damit entfällt die historische Notwendigkeit, sich systemund prozesstechnisch stärker an unterschiedlichen internen Einflussfaktoren wie z. B. anderen Produktgruppen orientieren zu müssen. Wir können unsere Aktivitäten verstärkt an externen Marktfaktoren ausrichten, die das Geschäft mit Dokumenten-Scannern beeinflussen.

Konkret bedeutet dies, dass wir von unserem Standort in München aus schneller, flexibler und für die Erfordernisse im DMSund ECMUmfeld präziser agieren können.

Noch 2008 waren die Prognosen des Marktforschungsinstituts Infosource für den ScannerMarkt sehr gut. Wie hat sich der Scanner-Markt in Europa und in Deutschland im Krisenjahr 2009 tatsächlich entwickelt?

Schulz: Das Dokumenten-Management bietet grundsätzlich das Potenzial, Prozesse zu optimieren, Kosten zu reduzieren und Gewinne aus der besseren Nutzbarkeit von Information im Unternehmensprozess zu schöpfen. Das gilt auch oder gerade im wirtschaftlich schwierigen Umfeld. Im letzten Jahr haben wir zwar nicht die für den Gesamtmarkt prognostizierten Entwicklungen gesehen, dennoch können wir ein durchaus positives Wachstum verzeichnen. Viele Unternehmen bewerten erstmals die Einführung begrenzter DMSund ECM-Systeme oder befassen sich mit der Migration von Insellösungen aus dedizierten Fachbereichen hin zu unternehmensweiten Informationssystemen. Als Hersteller von Dokumenten-Scannern, die dazu beitragen, einen erheblichen Teil der relevanten Information für Unternehmen zu digitalisieren, profitieren wir sehr früh von Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Insofern blicken wir optimistisch auf die Herausforderungen dieses Jahres.

PFU Imaging Solutions Europe Limited hat im Dezember den neuen Mid-Volume-Scanner Fujitsu fi-6800 auf den Markt gebracht. Was ist das Besondere an dem neuen Scanner?

Schulz: Der fi-6800 stellt von der Konzeption her eine äußerst innovative Lösung dar – er bietet einerseits optimierte Automation, Produktivitätssteigerung, Kostensenkung und Verringerung der Umweltauswirkungen, andererseits sorgt er für eine Minimierung des Zeitaufwands für Benutzereingriffe vor und nach dem Scan-Vorgang. Der fi-6800 markiert einen nachhaltigen Einschnitt im Markt für hoch produktive Dokumenten-Scanner. Denn als Kombination aus Tagesvolumen (60000 Dokumente), Verarbeitungsgeschwindigkeit (130 Seiten bzw. 260 Bilder pro Minute) und Preis (15995 Euro EVP) weisen vergleichbare Geräte im Schnitt ein zwei bis dreimal so großes Gerätevolumen auf. Prozesstechnisch unterstützt der Fujitsu fi-6800 die Aktivierung und Steuerung aller Erfassungsaufgaben je nach Anwendung vollständig am Gerät.

Wo sehen Sie die Einsatzgebiete des neuen Scanners? Im Büro aufgrund der geringen Stellfläche oder eher beim Scan-Dienstleister wegen seiner Schnelligkeit?

Schulz: Aufgrund seiner geringen Stellfläche, des sehr geräuscharmen Betriebs und der Vielseitigkeit im Praxiseinsatz eignet sich der fi-6800 ideal als Erfassungslösung im zentralen Posteingang, ebenso wie zur Unterstützung homogener Erfassungsprozesse bei der Dokumentenverarbeitung mittelständischer Unternehmen, bei Produktionsbetrieben, im Handel, im Medizinbereich sowie im Bankenumfeld.

Für Scan-Dienstleister bietet sich der Fujitsu fi-6800 als ideale Ergänzung zu bestehenden größeren Installationen wie dem Fujitsu fi-5900C an, um gezielt Redundanz von 20000 bis 60000 Dokumenten pro Tag aufzubauen. Zudem ermöglicht der fi-6800 sowohl räumliche Mobilität zwischen eigenen Erfassungsräumen und Erfassungserfordernissen in den Räumlichkeiten unterschiedlicher Kunden.

Vielen Dank, Herr Schulz.

(www.fujitsu.com/emea/products)

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