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Solitas stellt InfoStore auf eine neue Basis
Die neue Freiheit

Ein großer Wurf ist dem ECM-Anbieter Solitas mit der neuen Version des ECM-Systems InfoStore gelungen. Unter dem Codenamen „Apollo“ wurde ein sehr komfortabler Client auf plattformneutraler Basis entwickelt. Die auf Java programmierte Mittelschicht ist SOA-fähig und lässt den Anwenderunternehmen alle Freiheiten der Anpassung, während der Client flexibel auf die Anwenderbedürfnisse zugeschnitten werden kann. Der Prozessgedanke steht dabei im Vordergrund, wie Solitas-Geschäftsführer Siegmar Deuring erläutert.

„Es gibt in der Praxis kaum noch homogene ITLandschaften. Wir sehen uns daher bestens aufgestellt, um plattformübergreifend eine wichtige Rolle im europäischen Markt, insbesondere in den deutschsprachigen Ländern, zu spielen.“
Herr Deuring, welche Anforderungen müssen moderne ECM-Systeme heute erfüllen?

Siegmar Deuring: Moderne ECMSysteme unterstützen und gestalten zentrale Prozesse in den Unternehmen. Sie führen Daten und Dokumente aus allen Anwendungen eines Unternehmens inklusive Daten und Dokumenten von Partnern und Lieferanten in einer Lösung zusammen. Dadurch lässt sich eine workflowgestützte automatisierte Bearbeitung von Prozessen realisieren.

Über die klassischen DMS-Funktionen wie „Archivieren“ und „Dokumente verwalten“ hinaus bieten ECM-Systeme Funktionalitäten bei der Verarbeitung von eingehenden Dokumenten wie Eingangspost, Fax, E-Mails, EDI. Auf diese Weise lassen sich erhebliche Potenziale zur Senkung von Zeitund Kostenaufwand erschließen sowie die Qualität von Prozessen verbessern.

Und das waren auch die Prämissen bei der Entwicklung des InfoStore Release 10?

Deuring: Wir wollten die genannten Funktionalitäten in einer Lösung bereitstellen, die aus Modulen besteht, die einerseits in hohem Maße durchgängig und homogen sowie andererseits offen für die Integration umgebender Systeme sind. Wir haben daher unsere neuen ClientApplikationen – den „Apollo-Client“ – auf eine einheitliche MiddlewareBasis gestellt. Diese in plattformunabhängigem Java-Code geschriebene Software-Schicht sorgt für eine einheitliche Kommunikation der ClientModule mit dem Archiv, ermöglicht die Kommunikation mit Servern auf unterschiedlichen Betriebssystemplattformen und erhöht die Produktivität der Anwender.

Sie wollen dem Anwender mehr Freiheit bei der Prozessgestaltung und bei der Nutzung des ECM-Systems ermöglichen. Was bedeutet dies für die Beschaffenheit des Clients?

Deuring: Ein wichtiges Element der Freiheit ist die Möglichkeit, verschiedene DMS-Repositories auf unterschiedlichen Betriebssystem-Plattformen (iSeries, MS Windows, Linux) sowie Datenbanken (DB2, Oracle, MS SQL) zu verwenden. Die Integration in ERPund Groupware-Lösungen erfolgt über komfortable bidirektionale Schnittstellen. Der Apollo-Client kann sich aufgrund seiner plattformneutralen Basis nahtlos in diese Prozesse einfügen und seine Funktionalitäten – vom Scannen über das Archivieren bis zum Retrieval – im jeweils passenden Kontext zur Verfügung stellen.

Das Frontend ist also eine Client-Engine. Wo liegen hier die Vorteile und der Nutzen für den Anwender?

Deuring: Der entscheidende Vorteil ist die Integration in die Unternehmensprozesse. Der Apollo-Client lässt sich mit der jeweils gewünschten Funktion genau dort einsetzen, wo er den Prozess optimal unterstützen kann – über die vorhandenen Schnittstellen sowie mit der PluginTechnologie.

Was ist unter PluginTechnologie zu verstehen?

Deuring: Plugin-Technologie bedeutet Offenheit für den Einbau von Drittanwendungen. So können z. B. Funktionen aus anderen SoftwareAnwendungen wie der Zugriff auf das Kreditorenkonto der Buchhaltungs-Software während der Rechnungseingangsprüfung sehr einfach in den Apollo-Client integriert werden. Dadurch haben auch unsere Partner die Möglichkeit, ihre eigenen Lösungen und Erweiterungen mit sehr geringem Aufwand in den neuen Client zu integrieren.

Anwender erwarten heute eine nutzerfreundliche Bedienoberfläche. Welche Komfortmerkmale weist InfoStore 10 auf?

Deuring: InfoStore ist unter neuesten software-ergonomischen Gesichtspunkten unter der Verwendung von MS-WPFund MS-WCFTechnologie entwickelt. Die Clients ermöglichen es den Anwendern, noch schneller und effizienter mit Dokumenten zu arbeiten sowie das volle Potenzial der Software zu nutzen. Zusammen mit externen Ergonomiespezialisten haben wir ein neues Look & Feel entwickelt, das den Ansprüchen moderner Windowsund Internet-User entspricht und höchsten Usability-Kriterien gerecht wird.

Das völlig neuentwickelte Design orientiert sich an den aktuellsten Microsoft-Styleguides für MS Windows 7, welche den Anwender nicht mit überfrachteten Menüleisten überfordern. Durch die Möglichkeit der benutzerund rollenbasierenden Konfiguration stellt das System genau die Funktionen bereit, die aktuell benötigt werden. Dadurch können Anwender schneller und konzentrierter arbeiten und das volle Potenzial der neuen Funktionen nutzen.

Von ECM-Systemen wird heute die Unterstützung von Workflows erwartet. Wie steht es hier um die Fähigkeiten Ihres Systems?

Deuring: InfoStore verfügt im Release 10 über ein neues WorkflowModul, das eine sehr flexible Prozessgestaltung erlaubt. Grafische Editoren und eine grafische Anzeige des Workflows im Client ermöglichen dem Anwender einen umfassenden Überblick über komplexe Unternehmensprozesse. Die Bearbeitung von Dokumenten im Prozess wird durch zahlreiche Funktionen unterstützt, und alle Bearbeitungsschritte, Kommentare und Korrekturen werden revisionssicher am Vorgang gespeichert.

Dem neuen InfoStore 10 liegt eine Drei-Schichten-Architektur zugrunde. Was sind die Vorteile gegenüber dem früheren InfoStore?

Deuring: Wie bei allen klassischen IT-Anwendungen waren bei InfoStore bisher die Serverund ClientFunktionen eng miteinander verwoben. Durch die neue MiddlewareSchicht sind die Client-Funktionen unabhängig geworden. Daraus ergeben sich die genannten Vorteile bei der Prozessintegration und die Offenheit für unterschiedlichste Repositories.

Das heißt, auch die Migration wird damit deutlich erleichtert?

Deuring: Durch unsere neue Software-Architektur kann der Anwender das Dokumenten-Repository wechseln bzw. Repositories auf unterschiedlichen Server-Plattformen wie iSeries, MS Windows und Linux gleichzeitig oder unabhängig voneinander nutzen, ohne deshalb von seinen Client-Applikationen Abschied nehmen zu müssen. Das bedeutet erhöhte Investitionssicherheit.

InfoStore 10 ist SOAfähig. Welche gekapselten SOA-Komponenten stehen zur Verfügung?

Deuring: Grundsätzlich haben wir die bewährten auf der iSeries-Plattform laufenden Funktionen und Prozesse in die Mittelschicht übernommen. Jede dieser typischen DMS-/ ECM-Funktionen kann über unsere SOA-Schnittstelle von beliebigen Anwendungen aufgerufen werden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, mit geringerem Zeitaufwand InfoStore sehr komfortabel in andere Anwendungen zu integrieren.

Lange Zeit galt Solitas mit seinem DMS InfoStore als reiner Nischenanbieter für das AS400bzw. iSeries-Umfeld von IBM. Was bedeutet das neue InfoStore 10 für die Position von Solitas im ECM-Markt?

Deuring: An unserer Stärke im iSeries-Umfeld hat sich nichts geändert. Der Apollo-Client ist für Anwender mit iSeries-Archiv ideal einsetzbar, aber kann ebenso mit beliebigen anderen Archiv-Servern unter Linux und MS Windows zusammenarbeiten. Die Client-Applikationen repräsentieren ergonomisch und funktional den neuesten Stand – beim Archivieren und Scannen, beim Viewing und Retrieval, beim Web-Zugriff ebenso wie bei der WorkflowIntegration.

Gleichzeitig bieten wir alles, was modernes ECM weiterhin ausmacht: umfassendes Media-Management, Integration digitaler Signatur, E-MailArchivierung und die Erfüllung der zahllosen Compliance-Anforderungen, in Deutschland ebenso wie in Österreich und der Schweiz sowie in zahlreichen Nachbarländern. Nicht zuletzt kam seitens unserer Anwender immer häufiger die Anfrage, andere Systeme aus Tochterunternehmen, welche zum Beispiel durch Unternehmenszukauf neu hinzugekommen sind, einzubinden. Es gibt in der Praxis kaum noch homogene IT-Landschaften. Wir sehen uns daher bestens aufgestellt, um plattformübergreifend eine wichtige Rolle im europäischen Markt, insbesondere in den deutschsprachigen Ländern, zu spielen.

Wie haben Ihre Bestandskunden auf die neue Software-Plattform reagiert?

Deuring: Die Bestandskunden sind begeistert. Mit dem neuen Release erhalten sie nicht nur komplett neue Client-Applikationen, sondern auch eine neue Freiheit und Perspektive. Der Apollo-Client bietet eine Fülle neuer Komfortfunktionen und Integrationsmöglichkeiten, gleichzeitig eröffnet er den Bestandskunden zusätzliche Freiheit in ihrer IT-Strategie, da sie die Client-Funktionen auch dann weiter nutzen können, wenn sie zu einer anderen Archivplattform wechseln wollen.

Bieten Sie Ihren bisherigen Kunden besondere Konditionen zur Migration an?

Deuring: Der Kunde erhält im Rahmen seines Wartungsvertrags die von ihm lizenzierten Applikationen in einer komplett neuen Technologie und Ergonomie als MasterRelease.

Abschließende Frage: Wie kamen Sie auf den Namen „Apollo“ für die neue Plattform?

Deuring: Das Apollo-Programm der NASA hat Menschen auf den Mond gebracht, aber wichtiger noch war meines Erachtens die dabei gewonnene neue Sicht auf die Erde, den blauen Planeten. Daher steht der Name Apollo für einen Aufbruch, der gleichzeitig den Blick auf das Vorhandene schärft. Bei unserem Apollo-Projekt haben wir durch den Schritt in eine neue technische Dimension das bewährte InfoStore neu erfunden.

Vielen Dank, Herr Deuring.

(www.solitas.de)

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