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Image Access: Bookeye in deutschen Bibliotheken
Das technische Auge
Ein neues Kapitel zur Bewahrung und Nutzung gedruckter Kulturgüter schlägt die Deutsche Nationalbibliothek auf. Die Installation des Wuppertaler Unternehmens Image Access erlaubt es Besuchern, Seiten aus Büchern derart schonend zu scannen, dass sogar ein großer Teil bisher gesperrter Bestände zum Kopieren freigegeben werden konnte.
Hightech-Scanner: Der Name Bookeye darf getrost wörtlich übersetzt werden. Es ist das technische Auge, das ein aufgeschlagenes Buch mit hoher Geschwindigkeit abtastet und einliest.
Unermessliche Schätze hütet die größte Bücherei des Landes. Seit 99 Jahren sammeln staatliche Bibliothekare in Leipzig lückenlos alle deutschen Publikationen, nach der deutschen Teilung wurde Frankfurt am Main 1946 zusätzlich als Standort für die Westzonen begründet. Längst sind beide zu einer Bundesunmittelbaren Anstalt des Öffentlichen Rechts vereinigt, jeweils mit Spezialaufgaben betraut. Von jedem Buch, das in Deutschland veröffentlicht wird, wandern zwei Pflichtexemplare in die Sammlung der Deutschen Nationalbibliothek (DNB). Dazu kommen ebenso wertvolle wie fragile Sonderbestände, etwa die im Ausland erschienene deutschsprachige Exil-Literatur von Emigranten aus der Zeit von 1933 bis 1945.
Die Bindung ist der Knackpunkt
Die inzwischen weit über 26 Millionen Einzelexemplare schlummern dabei nicht unter Verschluss: Sie müssen alltagstauglich sein und in bestem Zustand bewahrt werden. Tag für Tag nutzen rund 1800 Menschen die Einrichtungen der Nationalbibliothek in Ost und West. Dass zur Nutzung außer dem Lesen auch das Kopieren gehört, macht insbesondere Büchern in angegriffenem Zustand zu schaffen. Ein Knackpunkt ist hier die Bindung. Bisher müssen Bibliotheken beträchtliche Summen für Reparatur und Restaurierung von Büchern aufwenden. Um diese Kosten in Zukunft zu senken und den Zustand der Bestände nachhaltig zu schützen, ersetzen Bibliotheken, wie auch die DNB, zunehmend ihre Kopiergeräte in den Lesesälen durch Bookeye-Selbstbedienungsstationen. Über das wegweisende App-Konzept (siehe Bookeye 4 rechts) konnten diese Systeme einfach und schnell für die Anforderungen der DNB modifiziert werden.
Der Name Bookeye darf getrost wörtlich übersetzt werden: Es ist das technische Auge, das ein aufgeschlagenes Buch mit hoher Geschwindigkeit abtastet und einliest. Obwohl die Blätter dabei niemals ganz plan liegen, gleicht der Hightech-Scanner den Kurvenverlauf gewölbter Zeilen ebenso aus wie Unschärfen infolge unterschiedlicher Abstände zwischen Auge und Papier. Bis zu 20 Zentimeter Fokus-Unterschied verkraftet die Kamera vollautomatisch. Das gradlinige Ergebnis sieht also aus, als hätte man die Buchseiten einzeln verkehrt herum auf die Glasscheibe eines Fotokopierers gepresst – ein Vorgang, der nicht nur viel länger dauert, sondern vor allem jede Buchbindung extrem strapaziert. Auch schwarze Streifen und Punkte infolge zerkratzter Auflagescheiben gehören der Vergangenheit an. Die hohe Auflösung mit einer echten optischen Punktdichte von 600 dpi sorgt für gestochen scharfe Bilder.
Bücher schonend kopieren
Diplom-Ingenieur Thomas Ingendoh, Gründer und Geschäftsführer des deutsch-amerikanischen Unternehmens Image Access sowie Erfinder des Buch-Scan-Systems Bookeye: „Vor fünfzehn Jahren gab es keine praktikable Lösung, um Bücher schonend zu kopieren.“
Die Idee zu Bookeye hatte Diplom-Ingenieur Thomas Ingendoh vor fünfzehn Jahren auf der CeBIT in Hannover. „Damals gab es keine praktikable Lösung, um Bücher schonend zu kopieren“, erinnert sich der Chef des deutsch-amerikanischen Unternehmens Image Access. Die von Ingendoh gegründete Firma stellte damals vor allem Scanner- und Grafikkarten, Mikrofilmsysteme sowie Software zur Dokumentenerfassung her. Von 1997 an entwickelte Image Access das revolutionäre Konzept des neuartigen Bookeye-Aufsichts-Scanners zeitgleich mit Kamera-Elektronik für namhafte Hersteller wie Agfa, Bell + Howell oder Kodak. Diese innovativen Produkte trafen damit von Anfang an nicht nur den Zeitgeist der Gründerjahre beim Aufbruch in die digitale Massendokumentverarbeitung, sondern ihre Entwicklung passte sich jeweils genau den anspruchsvollen, rasch wachsenden Bedürfnissen der Anwender an.
Bookeye 4 setzt erneut Standards
Als Krönung der drei ersten Generationen setzt Bookeye 4 wiederum neue Standards. Hier können die Bücher mit variablem Winkel in V-Form zwischen seitlich verstellbare Stützen eingelegt werden, was ihre Bindung besonders schont: Es genügt dabei schon ein Aufklappen um 120 Grad. Das verhindert auch bei Hochglanzpapier störende Reflektionen. Rote Laserlinien sorgen auf der Vorlage für die optimale Ausrichtung. Ein Vorschaumonitor zeigt das Ergebnis jedes einzelnen Scan-Vorgangs an, bevor gespeichert oder gedruckt wird. Das verringert die Zahl der Fehlkopien, denn erst danach beim Druck werden von den Guthabenkarten der DNB-Benutzer zehn Cent pro Seite abgebucht. Wenn Korrekturen oder neue Scans nötig sind, lassen sie sich vorher über ein großes farbiges Touchdisplay einstellen.
„Uns war bei der Entwicklung die intuitive Bedienbarkeit wichtig, so dass auch jeder Laie mit dieser neuen Technik ganz einfach umgehen kann“, betont Rüdiger Klepsch, gemeinsam mit Thomas Ingendoh Geschäftsführer von Image Access. „Da kommt uns die jahrelange Erfahrung mit weltweit über 3500 Bookeye-Installationen natürlich sehr zugute.“
Zu den Bookeye-Pionieren gehörte die Bayerische Staatsbibliothek in München, inzwischen lesen sich die Referenzen wie das „Who is Who“ des internationalen Bibliothekswesens. Ihre Liste reicht von der Aachener RWTH und Universitäten mit weit klangvolleren Namen wie Harvard, M.I.T., Yale, Princeton, Stanford, Oxford, den Nationalbibliotheken von China, Kanada oder Großbritannien über die türkische Marine und das australische Aboriginal-Institut bis zum Pentagon und der Library of Congress in Washington.
Selbsterklärende Technik
Rüdiger Klepsch, Geschäftsführer der Image Access GmbH: „Der Hauptvorteil unserer Technik ist, dass es weniger Verschleißteile gibt und der Betrieb daher fast wartungsfrei läuft. In der Bayerischen Staatsbibliothek waren Bookeyes der ersten Generation neun Jahre lang im Einsatz, bis sie von unseren aktuellen, leistungsfähigeren Modellen abgelöst wurden.“
Bei all diesem Know-how in den Hinterköpfen der Entwickler wundert es nicht, dass nur selten einmal ein Neuling die Bedienungsanleitung neben der Kopierstation studiert. So komplex die Technik auch ist, die da im Hintergrund mit jeweils einem eigenen integrierten Linux-Rechner arbeitet, sie erklärt sich fast von selbst. Das machte es an den DNB-Standorten zu einem begehrten Studentenjob, Benutzern nach kurzer Einweisung durch Image Access in den ersten Wochen beim Kopieren zu assistieren. „Die meisten kamen von ganz allein klar“, sagt die Frankfurter Studentin Marie-Christin Volkert. „Nun gut, manchmal mussten wir erklären, warum es erst nach dem Disclaimer zur Beachtung des Urheberrechts auf dem Display losgehen darf. Insgesamt ist da aber bei den Kunden viel Freude, dass sie nun endlich auch aus ,gelben Büchern‘ kopieren können.“
Die zahlreichen so markierten Bücher sind in einem derart angegriffenen Materialzustand, dass sich die DNB gezwungen sah, das Kopieren mit alter Technik zu untersagen. Diese Schätze können nun von jedermann gehoben werden. Aber auch die früheren Hochleistungsfotokopierer litten unter der harten Beanspruchung im Dauereinsatz. Oft waren sie außer Betrieb, Service-Techniker waren Dauergäste im Bibliotheksalltag, im Durchschnitt alle anderthalb bis zwei Jahre mussten die Geräte ausgetauscht werden. Die vier- bis fünffache Lebensdauer verspricht ein Bookeye. „Wir haben natürlich noch keine jahrelangen Erfahrungswerte mit den neuen Bookeye-4-Geräten“, gibt Klepsch zu. „Der Hauptvorteil unserer Technik ist aber, dass es einfach bedeutend weniger Verschleißteile gibt und der Betrieb daher fast wartungsfrei läuft. In der Bayerischen Staatsbibliothek waren Bookeyes der ersten Generation neun Jahre lang im Einsatz, mit teilweise über vier Millionen Scans, bis sie von unseren aktuellen, leistungsfähigeren Modellen abgelöst wurden.“
Qualitätsmerkmal „made in Germany“
An den DNB-Standorten assistierten Studenten wie Marie-Christin Volkert nach kurzer Einweisung durch Image Access den Bibliotheksbenutzern in den ersten Wochen beim Kopieren: „Die meisten kamen von ganz allein klar.“
Darauf sind die inzwischen 52 Mitarbeiter stolz, die in Wuppertal den Bookeye bauen und laufend weiterentwickeln. Made in Germany ist nach wie vor ein besonderes Qualitätsmerkmal. Mit steigenden Produktionsstückzahlen werden außerdem die Kosten-Nutzen-Relationen im Vergleich zur klassischen Fotokopie immer attraktiver. Geschäftsführer Thomas Ingendoh: „Die Kommunikation geschieht über Standardschnittstellen wie Netzwerk und TCP/IP, daher kann ein Scan2Net-Scanner mit jedem Browser bedient werden.“ Die Ausgabe der digitalisierten Dateien erfolgt ganz nach Belieben, beispielsweise direkt auf iPads, USB-Sticks, per E-Mail oder über ein Netzwerk. „Wir sind allerdings auch in der Lage, diese Möglichkeiten auf Kundenwunsch wirksam zu beschränken und anzupassen“, ergänzt Rüdiger Klepsch. So ermöglicht die Installation in der Nationalbibliothek ausdrücklich nur Kopien auf Papier, bleibt aber dennoch uneingeschränkt zukunftssicher, falls eines Tages das Urheberrecht eine größere Freiheit für die Umwandlung analoger Buchkapitel in E-Book-Auszüge zur privaten, wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Nutzung eröffnen sollte.
Bookeye 4: Das App-Konzept
Das neue App-Konzept macht sich den technologischen Vorteil zu Nutze, dass jeder Bookeye 4 einen eigenständigen integrierten Rechner enthält, der völlig unabhängig von umgebenden Betriebssystemen über eine eigene IP-Adresse angesteuert wird. Es ermöglicht:
• Javabasierte Bedieneroberflächen.
• Einfache Anpassung aller Funktionen an Kundenwünsche.
• Download als App auf den Scanner.
• Open-Source.
• Aktuell über 25 verfügbare individuelle Anpassungen, darunter
– Payment-App (Abrechnungssystem),
– DNB-App (Spezialmodifikation für die Nationalbibliothek),
– Easy-Scan-App (Fokussierung auf wichtigste Funktionen).
• Mehrsprachige Benutzeroberfläche und Bedienerhilfe.
Sämtliche App-Systembausteine sind über das Image-Access-Customer-Service-Portal online verfügbar.
(service.imageaccess.de)
Image Access GmbH
Image Access ist weltweit einer der technologischen Marktführer in der Entwicklung und dem Vertrieb von innovativen Großformat-Scannern und Digitalisierungslösungen. Durch die kontinuierliche Einhaltung elektrischer sowie ökologischer Normen und Standards und durch die eigene Technologie-Plattform Scan2Net hat Image Access sich dazu verpflichtet, seinen Kunden nur Produkte mit höchster Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu liefern.
Image Access ist der einzige Hersteller, dessen Produktportfolio Scanner aller Scanner-Prinzipien enthält: Aufsichts-Scanner für wertvolle Bücher bis > DIN A1, Flachbett-Scanner für Formate bis > DIN A2, Einzugs-Scanner für Dokumente zwischen 36 und 48 Zoll Breite sowie Großformat-Duplex-Scanner bis 36 Zoll. Mit den Firmensitzen in Wuppertal und Boca Raton, Florida, sowie einer Vielzahl autorisierter Vertriebs- und Service-Partner stellt Image Access einen weltweiten Service sicher.
(
www.imageaccess.de
)
Kontakt:
Image Access GmbH
Hatzfelder Str. 161 - 163
42281 Wuppertal
Telefon: + 49 202 270 58-0
E-Mail:
info@imageaccess.de
Internet:
www.imageaccess.de
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