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DMS Expo vom 15. bis 17. September 2009
Zwischen Skepsis und Vorfreude

Die Wirtschaftsund Finanzkrise ging auch am Markt für Dokumententechnologien nicht spurlos vorbei. Dennoch zeigt sich die Branche erstaunlich robust. Kein Wunder, denn kein Unternehmen kann heute auf Systeme zur elektronischen Dokumentenorganisation und Informationsverarbeitung verzichten. Der Bedarf ist weiterhin enorm und wird durch rechtliche und regulatorische Vorgaben unterstützt. Die DMS Expo kann deshalb auch in konjunkturell schwierigen Zeiten ihre starke Position als Leitmesse für moderne und effiziente Dokumentenlösungen behaupten.

„Unternehmen erkennen verstärkt den Mehrwert, den ein ECM-System bietet. Es geht nicht mehr um den rein monetären Wert, den Informationen im Unternehmen haben, sondern um die Vorraussetzung, dass diese Informationen immer zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle im Geschäftsprozess zur Verfügung stehen“, betont Rudolf Gessinger, Chef des ECM-Herstellers Saperion. Eine ECM-Lösung ist kein abgeschlossenes System an sich, sondern verbindet beispielweise Anwendungen, Datenbanken, Abteilungen und Projekt-Teams. Für den reibungslosen Ablauf benötigen Unternehmen eine integrierte, skalierbare Lösung, die sich nahtlos in die bestehende unternehmenseigene IT einfügt und möglichst wenig Auswirkung auf bestehende Abläufe hat.

Waren früher noch Argumente wie Eigenständigkeit bei der Software-Entwicklung oder individuelle Anpassung an betriebsoder branchenspezifische Anforderungen bei der Lösungswahl ausschlaggebend, fallen diese Kriterien heute aufgrund der meist offenen Schnittstellenarchitektur und der hohen Standardisierbarkeit der ECM-Lösungen gering oder gar nicht mehr ins Gewicht. Für Unternehmen wird indes die Auswahl eines passenden Produktes nicht einfacher. Die DMS Expo bietet nicht nur als Messe, sondern insbesondere mit ihrem reichhaltigen Vortragsprogramm, das übrigens für jeden Messebesucher kostenlos zugänglich ist, eine einzigartigen Infomationswert.

Einzigartiges Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm der diesjährigen DMS Expo, Europas größter Messe und Konferenz für elektronisches Informations-Management und Dokumenten-Management, ist praller gefüllt denn je. Neben den rund 350 Ausstellern erwarten den DMS-Expo-Besucher vier offene Konferenzbühnen, wo Einsteiger wie Fortgeschrittene in insgesamt 150 frei zugänglichen Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops die Möglichkeiten moderner ECMTechnologien kennenlernen. Für einen ersten Überblick können sich Orientierungssuchende den stündlichen Führungen über das Messegelände unter der Leitung unabhängiger Branchenexperten anschließen.

Was bringt Enterprise 2.0?

Die DMS Expo hat in den 14 Jahren ihres Bestehens stets neue technologische Trends im Umfeld von Enterprise-Content-Management aufgegriffen. In diesem Jahr geht es um das Thema Enterprise 2.0, das im gleichnamigen Forum am zweiten Messetag in allen Facetten behandelt wird, von der Definition bis zum praktischen Anwenderbericht. Ebenfalls auf der Agenda stehen die Rolle von Enterprise-Content-Management sowie rechtliche Aspekte und der geschäftliche Nutzen von Enterprise-2.0-Lösungen.

Vorhang auf für Output-Management

Ebenfalls zum ersten Mal findet das „Forum Output-Management“ statt. Fachund Anwendervorträge bieten einen vielseitigen Überblick über alle Belange des Output-Managements sowie Praxiseinblicke. Darüber hinaus stehen die Prozessintegration von Output-Management und Enterprise-Contentbzw. Business-Process-Management auf der Agenda. Mit seinen Inhalten spricht das Forum Linie IT-Verantwortliche, CIOs und CEOs sowie Leiter von Lettershops und Druckzentren an.

Forum Produktinformation

Das „Forum Produktinformation“ findet 2009 aufgrund der hervorragenden Resonanz im letzten Jahr nun statt an einem an zwei Tagen statt. Die mehr als 20 Fachvorträge und Anwenderberichte bilden die gesamte Bandbreite des Themas ab. Dabei steht das Verfassen, Erstellen und Übersetzen von Texten und Produktbeschreibungen ebenso im Fokus wie die Verwaltung und Pflege der mehrsprachigen Daten sowie das Publizieren in unterschiedlichen Zielmedien.

Elektronische Rechnungen

Um den Rechnungsaustausch zwischen den verschiedenen Vertragsparteien ohne spezielle Vereinbarung und ohne spezielle Techniken zu erlauben, hat die Gesellschaft zur Förderung des automatisierten Rechnungswesens (GFaR) e. V. den Standard E-Billing entwickelt. In der halbtägigen Veranstaltung erläutern die Experten der GFaR e. V. ausführlich das Konzept und die Basis für das E-Billing-Verfahren. Sie gehen u. a. auf die Bedeutung aus Sicht der Außenwirtschaftsverordnung ein, informieren zu den rechtlichen und gesetzlichen Hintergründen und zeigen den Nutzen für Steuerberater, Hersteller und Dienstleister auf.

Archivierung und Langzeitarchivierung

Ein Sonderforum widmet sich den Themen „Archivierung und Langzeitarchivierung“. Innerhalb des während der Messe täglich stattfindenden Vortragsprogramms auf der Gemeinschaftsfläche des PDF/A Competence Centers erfahren die Besucher, wie sich PDF/A von anderen Formaten zur Langzeitarchivierung abgrenzt, welche Vorteile es bietet und wie Unternehmen ihre Archivierungsstrategie auf PDF/A umstellen können. Die Experten gehen sowohl auf die Migration von bestehenden Archiven ein als auch auf die praktische Einführung von PDF/A.

(www.dmsexpo.de)
Rund ums Dokumenten-Management VOI-Forum

Das VOI-Forum des Verband Organisationsund Informationssysteme e. V. bietet wieder ein umfassendes Vortragsprogramm zu allen relevanten Themen rund um Informations-Management. In knapp 40 Vorträgen erläutern Experten die Grundlagen zu DMS, beleuchten Standards, Normen und Trends, behandeln Themen wie E-Mail Management, digitale Postbearbeitung, Compliance und vieles mehr.

Um grundlegende Fragen im Umfeld von Digital-Management-Solutions geht es am ersten Messetag auf dem VOI-Forum. Hier wird beleuchtet, wo ECM-Systeme die heutigen Unternehmensanforderungen bereits unterstützen, wie man das passende System findet und welchen Nutzen ECM speziell im Mittelstand bietet. Vorgestellt werden auch Einsatzbereiche der digitalen Signatur sowie Storageund MigrationsManagement Lösungen.

Der zweite Messetag wirft einen Blick auf kommende Trends im ECM-Markt: Wie der Information Worker künftig aussehen wird, was von einer ECM-Flatrate zu halten ist und warum Wissens-Management 2.0 mehr ist als eine Web-2.0-Funktionalität, wird dort gefragt. Die Besucher erwarten außerdem eine grundlegende Einführung in ECM-Standards und -Normen, eine Vorstellung des neuen Langzeitarchivformats PDF/A sowie Best-Practice-Beispiele.

Der Vortragsteil zu Compliance & Rechtsfragen räumt mit den größten Mythen zu Rechtsgrundlagen und elektronischer Archivierung auf, stellt standardisierte ECM-Compliance-Maßnahmen im Rahmen einer Corporate Governance vor, informiert über die Praxis im E-Billing sowie die Planung und Realisierung von Rechtsund Revisionssicherheit in elektronischen Archivund DMS-Lösungen.

Für die meisten Anwender ist inzwischen E-Mail-Management eines der dringendsten Anliegen im Bereich des Informationsflusses. Sie werden am dritten Messetag fündig, wenn E-Mailing und Dokumenten-Management in Verbindung mit Prozessen beleuchtet werden. ECM-Prozesse fangen oft mit der Digitalisierung an. Oft klaffen jedoch bei der digitalen Postbearbeitung noch Wunsch und Wirklichkeit auseinander, wie sich auf dem VOI-Forum feststellen lässt. Im letzten Themenblock werden Grundlagen der Posteingangsdigitalisierung vorgestellt.

(www.voi.de)

AKTUELLE BIT-AUSGABE
BIT 03-2012
Dr. Hans Bärfuss, PDF Tools, über PDF/VT im variablen Datendruck
Bernd Steglich, Compart: neues Format PDF/UA für barrierefreie Dokumente
Carsten Heiermann, Luratech, über E-Mail-Archivierung mit PDF/A
DRUPA 2012:Große Messevorschau mit Schwerpunkt Output-Prozesse

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