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BIT 03-2017

Beta Systems: Brückenfunktionen zwischen Mainframe und verteilter Welt Qualität sicherstellen IBM-Expertise und darüber hinaus: Mit ihren plattformübergreifenden Output- und Archiv-Lösungen sind die Berliner auf Erfolgskurs. Dr. Andreas Huth, Vorstand der Beta Systems Software AG, im Interview mit BIT. BIT Herr Dr. Huth, laut Ad-hoc- Mitteilung von Ende April hat die Beta Systems Software AG das erste Geschäftshalbjahr 2016/17 mit einem erfreulichen Ergebnis von rund 12,4 Mio. Euro abgeschlossen. Dr. Andreas Huth Ja, darüber haben wir uns auch sehr gefreut. Wir setzen damit auf einem ebenfalls erfolgreich abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016 auf. Grundlage dafür sind zum einen gestiegene Umsatzerlöse dank eines überdurchschnittlichen Volumens verlängerter Kundenverträge. Außerdem bauen wir derzeit unser internationales Neukundengeschäft weiter aus und sind hier insbesondere in Südostasien aktiv, wo wir jüngst neue Vertriebs - partnerschaften mit führenden lokalen Beratungsunternehmen abgeschlossen haben. Auf der anderen Seite steht natürlich eine aktive Kostendisziplin, d. h. unter anderem geringere Aufwendungen für bezogene Fremdleistungen. BIT „Der Mainframe ist tot“ gilt schon länger nicht mehr, dass aber die Fachkräfte für die z/OS-Technologie immer älter werden, ist nicht zu leugnen. Dr. Huth Das stimmt, und deshalb investieren wir stark in die Ausbildung von Fachinformatikern, insbesondere im Bereich der Anwendungsentwicklung am Mainframe. Wir pflegen hier engen Kontakt mit Universitäten und haben inzwischen viele erfahrene Ausbilder im Unternehmen, die auf eigener IBM-System-z-Hardware schulen. BIT IBM-Systeme tragen in den Rechenzentren vor allem von Großunternehmen noch immer die Hauptlast, doch wird nicht auch dort die IT-Infrastruktur immer heterogener? Dr. Huth Natürlich sehen wir, dass Rechenzentren im öffentlichen Sektor z. B. ihre Anwendungen heute vielfach als Java-Applikation für Unix/Linuxbzw. Microsoft ausliefern. Der Trend geht also in Richtung hybrider IT-Architekturen. Deshalb bieten wir inzwischen Produkte für die effiziente Verarbeitung großer Datenmengen, die auf unterschiedlichste Geschäftsmodelle, Branchen und Plattformen angepasst werden können. Archivierung, Output Management oder Log Management gleichermaßen für das Mainframe- wie Client/Server-Umfeld also. Dies ermöglicht es beispielsweise, rechen - intensive Prozesse auf Linux-Servern durchzuführen und damit Workload- Lizenzen zu sparen. BIT Output gleich Papierausdruck, gilt dies heutzutage noch? Dr. Huth Nein, die Aufgaben im Output-Management sind weitaus anspruchsvoller als noch vor zehn Jahren. Heute gibt es neben Print auch E-Mail, Archive, Web-Applikationen und Mobile als gleichberechtigte Ausgabekanäle, die es zielgruppengerecht zu bedienen gilt. Ein modernes Output-Management-System muss in der Lage sein, eine Vielzahl unterschiedlicher Datenformate zu verar - beiten, zu bündeln und auszugeben. Wichtig ist es, die Qualität des Outputs über die verschiedenen Kanäle hinweg sicherzustellen. Fehlen der Abgleich von Datenquellen untereinander und ihr finaler Abgleich mit dem Datenoutput, kann das ernsthafte Folgen haben: in monetärer Hinsicht, aber auch im Hinblick auf das Image der gesamten Organisation. Gerade im Finanzdienstleistungsbereich kann die Ausgabe von falschen Daten wie z. B. auf Kontoauszügen große Kreise in der Presse ziehen. Heißt: Die Umsetzung von Qualitätssicherung der Daten vor der Ausgabe des Outputs müssen im C-Level-Management ganz oben auf der Agenda stehen. Unser Mainframe- Produkt Beta 93 Output Manager hat beispielsweise ein integriertes Agentennetzwerk, mit dem integriert die Qualität der Daten überprüft werden kann. BIT Und welche Kosteneinsparungen sind für ein Unternehmen durch Einsatz eines kanalübergreifenden Output-Managements möglich? Dr. Huth Auf Kostensparpotenziale schaut natürlich jeder Geschäftsführer. Wenn ein Unternehmen interne Reports und Listen nicht mehr ausdruckt, sondern seine Beschäftigten sie per Web-Browser einsehen lässt, sind – je nach Firmengröße – Einsparungen in hohen Millionenbeträgen realisierbar. Eine große Bank hat im Rahmen eines Projektes „ZERO Papier“ mit Beta 93 die Hälfte ihres Druckvolumens eingespart und die Ökobilanz dadurch massiv verbessert. BIT Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Huth. (www.betasystems.de) Dr. Andreas Huth, Vorstand der Beta Systems Software AG: „Wir bauen derzeit unser internationales Neukundengeschäft weiter aus und sind hier insbesondere in Südostasien aktiv.“ „Ein modernes Output-Management System muss in der Lage sein, eine Vielzahl unterschiedlicher Datenformate zu verarbeiten, zu bündeln und auszugeben.“ „Die Aufgaben im Output-Management sind weitaus anspruchsvoller als noch vor zehn Jahren.“ BIT 3–2017 | 41


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