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BIT 03-2017

BIT 3–2017 | 27 det. Was macht Sie besonders stolz, wenn Sie auf die noch recht junge aber nicht minder erfolgreiche Firmenhistorie zurückblicken? Bärfuss In dieser kleinen aber feinen Gesellschaft habe ich das beste Team, das ich je in einer Firma hatte. Effizient, selbständig, sozial kompetent, loyal. Das macht mich sehr stolz. Und die Tatsache, dass unsere Ideen oft von Mitbewerbern kopiert worden sind. BIT Welche Projekte möchten Sie unbedingt noch in Angriff nehmen, welche konkreten Ziele haben Sie im Blick? Bärfuss Einen Teil unserer Arbeit setzen wir für unsere Zukunft ein und arbeiten eng mit Hochschulen zusammen um Forschungsprojekte in Bezug auf PDF voranzutreiben. Ein Beispiel eines solchen Projekts ist, dass wir PDF für die schnelle und speicher - effiziente Kommunikation mit mobilen Endgeräten weiterentwickeln wollen. Dadurch eröffnen sich neue Anwendungsmöglichkeiten für PDF, die bisher kaum möglich waren. BIT Wird das Jubiläum dieses Jahr zusammen mit der Belegschaft und den Kunden gefeiert? Bärfuss Da unsere Kunden und Partnern rund um den Globus verteilt sind, ist es etwas schwierig, eine Jubiläumsfeier auszurichten, die alle erreicht. Darum haben wir uns etwas überlegt und Pocket PDF entwickelt. Dieses Gadget für das Smartphone soll ein kleines Dankeschön von uns für die erfolgreichen 15 Jahre sein. Es ist quasi ein „Taschenkonverter“ für Handybilder, Chatlogs etc. in die Formate PDF & PDF/A. Darüber hinaus wird die Belegschaft im Spätsommer einen Überraschungsausflug haben – dazu kann jedoch nicht mehr verraten werden, sonst ist es ja keine Überraschung mehr. BIT Sie setzen voll und ganz auf „Made in Switzerland“ – sämtliche Entwicklungen erfolgen innerhalb der PDF Tools AG in der Schweiz. Was sind die Vorteile dieser zentralen Entwicklung? Bärfuss Der hohe Ausbildungsstand der Mitarbeiter (die Absolventen der ETH sind so gefragt, dass Google und Walt Disney Studios ihre Forschungszentren in Zürich aufgebaut haben) erlaubt uns die Softwareherstellung mit einer sehr hohen Qualität. Darüber hinaus fördern die kurzen Kommunikationswege und auch die Sprache die effiziente Teamarbeit. Auch der intensive Austausch der Entwickler an einem Ort begünstigt die Kreativität für die Entwicklung neuer Produkte und Funktionen. BIT Können Sie uns die wichtigsten Bestandteile der Strategie von PDF Tools nennen? Bärfuss Unsere Firma wächst bewusst nicht so schnell wie der PDFMarkt insgesamt, damit wir die Qualität aufrechterhalten können. Damit wir jedoch keine Marktanteile verlieren, fokussieren wir uns immer mehr auf bestimmte Anwendungen von PDF, wie die Konversion von Datei - formaten, die Archivierung und das Output Management. Als Schweizer KMU sind wir dem Grundsatz „Qualität kommt vor Quantität“ verpflichtet. Wir entwickeln und vertreiben Produkte. Unsere Kunden verlangen jedoch immer wieder Dienstleistungen, die wir konsequent an unsere Partner auslagern. Wir fokussieren uns auf unsere Kernkompetenzen, auch wenn es manchmal schwer ist den Verlockungen interessanter Kundenprojekte nicht zu erliegen. Eine weitere Schweizer Tugend ist, dass wir eine langfristige Strategie verfolgen, die Entwicklungen im Markt sorgfältig prüfen und nicht auf jeden kurzfristigen Hype aufspringen. BIT Ihre Produkte werden laufend den neusten Bedürfnissen von Kunden und Märkten angepasst. Wie kann man sich das vorstellen? Fördern Sie einen regen Austausch zwischen Ihren Kunden und Entwicklern, und lassen die Ergebnisse in die Planung und Erweiterungen der Produkte einfließen? Bärfuss Da wir hauptsächlich Entwickler als Kunden betreuen, sind unsere eigenen Entwickler gleichzeitig auch mit dem Support betreut – was sie gerne machen. Dadurch fließen die Anforderungen und Wünsche direkt und ungefiltert in die Entwicklung ein. „Als Pilot lernt man Verantwortung für seine Passagiere zu tragen und gleichzeitig Kommandant und Fachmann zu sein.“ „Unsere Firma wächst bewusst nicht so schnell wie der PDF-Markt insgesamt, damit wir die Qualität aufrechterhalten können.“ Die Mannschaft der PDF Tools AG besteht vorwiegend aus Ingenieuren aus den Bereichen Physik, Elektrotechnik, Mathematik und Infor matik, und ist, so Dr. Hans Bärfuss, „das beste Team, das ich je in einer Firma hatte.“


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