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BIT 03-2017

Geschäftsprozesse Elektronische Rechnung 24 | BIT 3–2017 sprechen, der Dialog mit ihnen ist das Wesentliche. Daraus entwickeln sich die Geschäftsbeziehungen. Umgekehrt funktioniert das nicht. BIT Gibt es momentan absehbare Entwicklungen und Eintagsfliegen? Wenn ja, welche sehen Sie? Echt Deutlich erkennbare Tendenzen sind der Weg weg vom Papier und hin zur Generierung von Mehrwert durch Informationen. Unsinnig ist, die Cloud als Neuerung zu feiern. Das gab es auch früher schon. Noch nicht in der Praxis angekommen ist der ZUGFeRDStandard für elektronische Rechnungen. Ein Problem besteht darin, dass derjenige, der die Rechnungen auf der Eingangsseite verbucht, den Nutzen hat, während der Rechnungssteller dies gewährleisten soll, obwohl er einfachere Möglichkeiten hat. Der Markt ist in Deutschland noch nicht reif dafür. BIT Apropos Reife: Mit der Digitalisierung und den sich daraus er - gebenden Möglichkeiten kommen einige Veränderungen auf die Unternehmen zu. Viele fürchten sich davor und entscheiden sich gegen neue Technologien. Was geben Sie diesen Firmen mit auf den Weg? Echt Häufig ist der Erhalt von Arbeitsplätzen ein Argument, das Entscheider ins Feld führen, um sich nicht verändern zu müssen. Doch die Veränderung ist nicht aufzuhalten und die Angst oft irrational. Aus unseren Er - fahrungen können wir sagen, dass es einen Wegfall von Arbeitsplätzen nur dann gibt, wenn Unternehmen die Entwicklung bereits verschlafen haben. Für Unternehmen, die auf der Höhe der Zeit sind, bedeuten moderne Datenverarbeitungsprozesse Unter - stützung, sodass die Mitarbeiter sich stärker ihren Kerngebieten widmen können. BIT Worin sehen Sie die Bausteine für Ihren Erfolg, Herr Cocq? Cocq Ein Unternehmer braucht immer wieder neue Ideen. Diese müssen Hand und Fuß haben, aber: Man muss es wollen. Ein Unternehmer entscheidet sich für etwas, weil er es will. Außerdem brauchen Sie Beharrlichkeit, Überzeugungskraft sowie die richtige Bank, die Dellen, die es in jeder Unternehmensgeschichte gibt, mitträgt. Nicht zuletzt resultiert Erfolg aus zwei Dingen: Leistung und Bekanntheit. BIT Herr Echt, was bedeutet es Ihnen, Herrn Cocq als Berater an Ihrer Seite zu haben? Echt Nach dem Studium bin ich hier 2011 bei Cocq Datendienst ins kalte Wasser gesprungen und habe dann im Februar 2015 als Prokurist die Betriebsleitung übernommen. Es ist für mich von großem Nutzen, auf den Erfahrungsschatz von Herrn Cocq zurückgreifen zu können. Die gesamte Bandbreite der Datenverar - beitung wohnt in ihm. Eine wichtige Erkenntnis ist für mich, dass es immer weitergeht. BIT Wie geht es denn weiter? Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Echt Im Moment befinden wir uns an einem Wendepunkt, einem Generationenübergang der Cocq Datendienst GmbH mit Klaus Jahnhofen als geschäftsführenden Gesellschafter. Wir beschäftigen uns mit unseren Dienstleistungen im Hinblick auf weitere Anwendungsfelder. Wir wollen weiterhin auf soliden eigenen Füßen stehen und großen Unternehmen ein Stück weit den Weg weisen, den sie selber nicht sehen. Als kleiner Mittelständler aus Bergedorf arbeiten wir für große Weltkonzerne wie Tesa, ASML sowie die Deutsche Bahn. Was wir tun, beeinflusst die Entwicklung in den Unternehmen. Der Erfolg zeigt sich ab dem Moment, ab dem wir von unseren Kunden als Partner betrachtet werden. BIT Herr Cocq, Herr Echt haben Sie vielen Dank für das Gespräch, (www.cocq.de) Echt: „Unsinnig ist, die Cloud als Neuerung zu feiern. Das gab es auch früher schon.“ Echt: „Wir wollen weiterhin auf soliden eigenen Füßen stehen und großen Unternehmen ein Stück weit den Weg weisen, den sie selber nicht sehen.“ Martin Echt (links) und Carl Rainer Cocq sind ein gutes Team. Echt: „Es ist für mich von großem Nutzen, auf den Erfahrungsschatz von Herrn Cocq zurückgreifen zu können. Die gesamte Bandbreite der Datenverarbeitung wohnt in ihm.“ Cocq: „Man muss mit den Anwendern sprechen, der Dialog mit ihnen ist das Wesentliche.“ Echt: „Bei den unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Unternehmen braucht es auch Spezial - verfahren sowie Markterfahrung, um zu erkennen, welche Lösung ein Kunde benötigt.“ Echt: „Noch nicht in der Praxis angekommen ist der ZUGFeRD-Standard für elektronische Rechnungen.“


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