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BIT 06-2016

BIT 6–2016 | 25 Business Innovation Centers entstehen, rechtfertigen aus meiner Sicht den Begriff „Revolution“. Fakt ist: der Arbeitsplatz der Zukunft ist digital und damit produktiv und effizient. Die Informationstechnologie nimmt Mitarbeitern Routinetätigkeiten ab. Das allein schon schafft ein Mehr an Zufriedenheit. Da die Anwesenheit im Büro seltener erforderlich ist, kann beispielsweise die Home-Office-Tätigkeit erhöht werden. Durch digitale Workplace- Technologien lassen sich Familie und Job somit besser miteinander verein - baren. Dieser positive Effekt auf die Work-Life-Balance erhöht die Attraktivität eines Betriebes für die Beschäftigten und potenzielle Arbeitnehmer, was nicht zuletzt vor dem Hintergrund des sich bereits abzeichnenden Fachkräftemangels ein nicht zu vernachlässigendes Argument für einen aufgeschlossenen Umgang mit Digitalisierungsthemen darstellt. (www.konicaminolta.de) Dietmar Nick, stellvertretender Geschäftsführer Kyocera Document Solutions Deutschland: „Im Büro der Zukunft geht vor allem um eines: Flexibilität.“ Dietmar Nick, Kyocera Flexibilisierung der Arbeit Zukunftsorientierte Arbeitsplatzkonzepte: Wir erleben bereits, dass Wissens- bzw. Büroarbeit immer mobiler und flexibler wird. Klassische Arbeitsplatzkonzepte lösen sich zugunsten von agileren auf. Die fortschreitende Durchdringung digitaler Technologien ist hierfür ein wesent - licher Treiber und sorgt dafür, dass die Geschwindigkeit dieses Wandels zunimmt und Unternehmen in Zugzwang bringt. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollten daher ihre vorhandenen Prozesse unter dem Aspekt der Agilität hinterfragen: Der ort- und zeitunabhängige Zugriff auf Informationen wird hier unter dem Gesichtspunkt der Wettbewerbsfähigkeit immer entscheidender. Wir unterstützen Unternehmen auf diesem Weg und haben mit der Kyocera Potenzialanalyse einen Ansatz geschaffen, mit dem sich der Stand des Informationsmanagements in Unternehmen erfassen lässt. Vorteile: Unternehmen, die digitale Arbeitsweisen etabliert haben, sind deutlich produktiver: Dies ist eines der Kernergebnis der Studie „Digitales Arbeiten“, die wir gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) umgesetzt haben. Leistungsfähigkeit und Digitalisierungsgrad eines Unternehmens hängen also zusammen. Nehmen Sie als Beispiel nur die Dokumentenablage: Viele Unternehmen legen Dokumente auf einem Server ab – dies erschwert jedoch das spätere Auffinden dieser Daten, sodass viel Zeit und damit auch Geld auf der Suche nach dem richtigen Ordner verloren geht. Mit digitalen Lösungen wie Dokumentenmanagement-Systemen oder das Enterprise-Content-Management finden Mitarbeiter relevante Informationen deutlich schneller. Flexibilität: Auch in Zukunft werden die Menschen noch ins Büro kommen. Jedoch wird die Wahlmöglichkeit zunehmen, wo bzw. wann sie ihre Arbeit erledigen. Dies meint nicht nur das Home-Working, sondern auch 3rd-Place-Konzepte wie beispielsweise Co-Working-Spaces. Hier unterstützten wir etwa in Berlin ein Projekt namens OffX, in denen Unternehmen ihren Mitarbeitern abseits der Firmenzentale eine Möglichkeit bieten können, zu arbeiten. Projekte wie dieses zeigen, dass im Büro der Zukunft vor allem um eines geht: Flexibilität. Um diese Flexibilität gewährleisten zu können, müssen Unternehmen ihr Informa - tionsmanagement überdenken: Wie stelle ich sicher, dass meine Mitarbeiter – egal ob Sie im Büro, im Home-Office oder unterwegs arbeiten – auf die für ihre Arbeit benötigten Informationen zurückgreifen können? Wir helfen BIT fragt: • Zukunftsorientierte Arbeitsplatzkonzepte: Der moderne Arbeitsplatz bringt Herausforderungen und Umwälzungen mit sich. Wie sehen Sie diese Entwicklung, vor allem im Hinblick auf neue Technologien? • Vorteile: Welche Vorteile versprechen sich Unternehmen in erster Linie von einer Workplace-Modernisierung? • Flexibilität: Denken Sie, dass im Zuge der Digitalisierung das ortsgebundene Büro künftig überflüssig werden wird? • Revolution und Work-Life- Balance: Kann man bei den zukunftsweisenden Workplace- Strategien von einer „Revolution der Arbeitswelt“ sprechen? Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Work-Life-Balance? unseren Kunden genau diese Frage zu beantworten. Revolution und Work-Life-Balance: Ich würde hier eher von einer Evolution sprechen: Wissensarbeit verändert sich und wird zunehmend agiler. Beachtlich ist aber die Geschwindigkeit mit der dieser Wandel vonstattengeht. Dieser hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Ich sehe in der Flexibilisierung der Arbeit dabei deutlich mehr Vorteile: Wie bereits erwähnt, geht es beim Thema Smart Working vor allem um eine Zunahme von Flexibilität. Moderne Kommuni - kationstechnologien sind dabei ein Werkzeug mit denen ich die Wahl habe, wann und wo ichmeiner Tätigkeit am besten Nachkomme, sprich wie es meiner aktuellen Lebens situation entspricht. (www.kyoceradocumentsolutions.de)


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