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BIT 05-2016

BIT 5–2016 | 63 bewährt hatte, setzte man auch in der Serverwelt beim Output Management auf die Unix/Linux-Variante Beta UX. Die Listen und Reports aller neuen Anwendungen auf Client/Server-Basis gehen nun in das neue Output-Management-System ein, in 2015 waren es 60 Millionen Ausgangsdokumente. Druckstapel sortiert, gedruckt und ausgeliefert Beta UX ist dem Rechenzentrum im technischen Betrieb eine wesentliche Hilfe, indem das System Listen separiert, bündelt und Druckstapel optimiert. Das Fachverfahren dvv. Ordnungswidrigkeiten z. B. erzeugt für jede Kommune täglich zwischen 30- und 40000 Druckdaten verschiedenster Art: Zahlscheine zum Einfordern von Verwarnungsgeldern, Mahnungen, Vollstreckungsbescheide und Zeugenfragebogen. Gleiches geschieht bei der Abfallwirtschaft mit den Müllabfuhr Gebühren und den anderen Fachanwendungen. „Anstatt diese Dokumente nun so, wie sie gerade aus dem Verfahren generiert werden, einzeln an die Kommune weiterzuleiten, bündelt Beta UX den Output aus den verschiedenen Verfahren. Die Verwaltung erhält damit pro Fachbereich nur ein Paket geliefert“, erklärt Gerd Bölzle, zuständig für Druckaufbereitung bei der KIRU. Fehldrucke in großer Zahl vermeiden Im Februar 2016, kurz vor der anstehenden Landtagswahl, gingen in Beta UX innerhalb weniger Tage vier Millionen Wahlbescheide ein. Das Output- Management-System nahm eine Paketierung der Bescheide in rund 40 Mandanten mit jeweils 2,5 GB vor. Über den Web Enabler von Beta Systems erhielten die Bearbeiter in den Kommunalverwaltungen die Möglichkeit, die Ausdrucke einzusehen und auf eventuelle Fehler zu prüfen. Über dieses Visualisierungstool kann die KIRU verschiedenen Nutzergruppen unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften Inhalte zur Verfügung zu stellen, die nur sie sehen dürfen. Durch eine solche Überwachung der Produktion durch den Kunden lassen sich Fehl - drucke vermeiden, da es erst nach der Vier-Augen-Kontrolle in die Druck- und Kuvertierstraße am Rechenzentrumsstandort Ulm geht. „Früher wurden Bescheide gleich gedruckt und an den Kunden verschickt“, berichtet Peter-Georg Herkommer, zuständig für Application Management bei der KIRU,„wenn ein Sachbearbeiter für die Berechnung falsche Gebühren eingetragen hatte, konnten wir die Bescheide einstampfen. Weil die Sachbearbeiter nun über den Web Enabler Zugriff auf den Output aus den Fachverfahren haben, sparen wir hohe Druck- und Papier kosten.“ Schon zwischen 2010 und 2013 sank mit Beta 93 die Anzahl der Einzelblattausdrucke von 9,5 auf 3,2 Millionen Seiten, die der Endlosausdrucke von 18 auf 7 Millionen. Die Kosten - ersparnis aus dem sinkenden Druckvolumen kann die KIRU an ihre Kunden in Form konstanter Gebühren weitergeben. So wird nicht nur der Rechenzentrumsbetrieb im Bereich der Druckaufbereitung optimiert, sondern die Kommunen erhalten auch einen zeitgemäßen Zugriff auf ihre Dokumente – ganz im Sinne von E-Government. (www.betasystems-dci.de) Von links: Die KIRU-Mitarbeiter Peter- Georg Herkommer (zuständig für Application Management), Gerd Bölzle (zuständig für Druckaufbe - reitung) und Andreas Pudel (verantwortlich für den Serverbereich) sind sehr zufrieden mit der Zusammen - arbeit mit Beta Systems. Kommunale Informationsverarbeitung Reutlingen-Ulm Zweckverband Seit mehr als 40 Jahren bietet die KIRU als kommunales Gebietsrechenzentrum in Form eines Zweckverbandes Lösungen und Dienstleistungen im Bereich der kommunalen Informationstechnologie mit Kernkompetenz im öffentlich-rechtlichen Kundenspektrum an. Eine eher konser - vative Geschäftspolitik mit stark regionaler Ausprägung im südöstlichen Landesteil von Baden-Württemberg sichert die Kundennähe. Als kundenorientierte Organisation handelt die KIRU nach definierten Unternehmenszielen. Auf die Bedürfnisse der kommunalen Kunden zugeschnittene Dienstleistungen, Datenschutz und Datensicherheit sowie die hohe Integration und Verfügbarkeit der Lösungen sind Basis der Geschäftspolitik. Der Ressourceneinsatz für das umfassende Lösungs - angebot wird durch eine produktorientierte Organisations struktur mit eindeutiger Produkt- und Kostenverantwortung im Rahmen definierter Geschäftsprozesse ständig überprüft.


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