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BIT 05-2016

E-Mails in stabile, durchsuchbare PDF- oder PDF/A-Dateien für die Langzeitarchivierung konvertieren. Was zeichnet das Produkt besonders aus? von Seggern Besonderheiten sind – neben der hohen Performance und der einfachen Integrierbarkeit– die automatische Korrektur nahezu sämtlicher PDF-Dateien in ISO-konforme Dokumente. Weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Konfigurierbarkeit: Sie ist wesentlich, wenn z. B. der eine Anwender nicht-konforme Metadaten entfernt haben will, während ein anderer diese mit einem individuellen „PDF/A Extension Schema“ versehen möchte. Nicht zuletzt deshalb basieren die PDF/A-Funktionen vieler Produkte z. B. von Adobe, Dvelop, Cvision, Foxit, Optimal oder SER auf pdfaPilot. BIT Mit pdfChip haben Sie im vergangenen Jahr Ihr Portfolio erweitert. Dabei handelt es sich um ein Kommandozeilen-Tool zur Erzeugung von hochwertigen PDFs aus HTML-Dateien. Aus welchen Überlegungen ist die Software entstanden? von Seggern Ich hatte ja schon über die extrem spannenden Veränderungen im gesamten Publishing und in der Kundenkommunikation gesprochen. Die im Web entstandenen und dort längst etablierten Technologien haben sich von Designer-Werkzeugen zu extrem performanten, einfach integrierbaren und hoch professionellen Technologien für individuelle Kundenkommunikation entwickelt, mit denen sich für das Web alle erdenklichen Anforderungen lückenlos abdecken lassen. Wir haben in pdfChip diese Standardtechnologien genommen und sie mit unserer PDF-Engine verbunden. Es war in der Entwicklung für uns selbst über - raschend, mit wie wenig Änderungen am Sprachumfang von HTML, CSS und JavaScript sich daraus eine komplette Engine für die Erstellung individualisierter PDF-Dateien für Online oder Druck erstellen ließ. Unsere Kunden verwenden diese Basis-Technologie für individualisierte Multi-Kanal- Kommunikation – Print und Digital. BIT Kommen wir zur pdfToolbox, die Sie gerade in der Version 9 vorgestellt haben. Was sind die wichtigsten Neuerungen? von Seggern Durch den Digitaldruck und die damit einhergehenden Individualisierungsmöglichkeiten und kleinen Auflagen steigt die Anzahl der in der Druckvorstufe zu verarbeitenden Dateien auch bei sinkendem Druckvolumen. Ohne Automatisierung können Output- und Druckdienstleister den nach wie vor hohen Qualitätsanforderungen ihrer Kunden nicht mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand gerecht werden. Ein Automatisierungswerkzeug wie die pdfToolbox muss dabei nicht nur die anspruchsvollen Prüf- und Korrekturprozesse beherrschen. In vielen Fällen ist es erforderlich, das Eingangsmaterial erst noch zu ergänzen oder zu individualisieren. Daher haben wir die pdfToolbox in der neuen Version konsequent zu einem Werkzeug für die vollständige Vorbereitung von Druckaufträgen ausgebaut, sozusagen als Prepress-inthe box-Lösung. BIT Ist Callas in diesem Jahr auf weiteren Veranstaltungen präsent? von Seggern Ja, und zwar laden wir vom 7. bis 9. November gemeinsam mit Axaio und unserem Distributor Four Pees zu unserem VIP Event für Print & Publishing nach Berlin ein. Dieses hat sich im Laufe der Jahre zu einer Anlaufstelle für unsere Reseller, Integratoren und Endkunden entwickelt, die dort mehr über neue Funktionen erfahren und sich mit uns oder anderen Partnern austauschen können. BIT Können Sie schon einen Ausblick auf 2017 geben? Worauf werden Sie den Schwerpunkt setzen? von Seggern Vor allem für unsere OEM-Kunden ist es wichtig, dass wir Trends in der PDF-Verarbeitung und - Erstellung frühzeitig erkennen und in unseren Produkten berücksichtigen. Die Integration von Webtechnologien ist – denken wir – ein solcher Trend und dieses Thema wird nicht nur uns auch im nächsten Jahr noch intensiv beschäftigen. Ein weiterer Schwerpunkt werden die vielen neuen Möglichkeiten des Digitaldrucks sein. Und schließlich wird es im nächsten Jahr ja auch den neuen ISO-Standard PDF 2.0 geben, den wir ab dessen Erscheinen unterstützen wollen, so dass unsere Kunden sofort mit diesem kompatibel sein werden. BIT Vielen Dank für das Gespräch, Herr von Seggern. (www.callassoftware.com) Dietrich von Seggern: „Vor allem für unsere OEM-Kunden ist es wichtig, dass wir Trends in der PDF-Verarbeitung und -Erstellung frühzeitig erkennen.“ „Durch den Digitaldruck und die damit einhergehenden Individua - lisierungsmöglich - keiten und kleinen Auflagen steigt die Anzahl der in der Druckvorstufe zu verarbeitenden Dateien auch bei sinkendem Druckvolumen.“ „Ohne Automatisierung können Output- und Druckdienstleister den nach wie vor hohen Qualitätsanforderungen ihrer Kunden nicht mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand gerecht werden.“ BIT 5–2016 | 49


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