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BIT 05-2016

Roger David, Geschäftsführer Windream GmbH: „ECM ist aus unserer Sicht als Terminus völlig ausreichend, zumal er alles abdeckt, was die Branche an Systemen, Dienstleistungen und generell an Produkten bietet.“ CROSSCAP® TR RESISCAN INKLUSIVE! Referenz- Installation BSI zertifiziert! BIT 5–2016 | 37 Roger David, Windream Keine Notwendigkeit EIM als Markttrend: Von einem Markttrend kann in keiner Weise die Rede sein! Der Begriff „EIM“ wird immer noch verstärkt über Beratungsunternehmen in die Diskussion gebracht. Aus Sicht der Hersteller gibt es zu diesem Schritt, der mehr Erklärung benötigt als Lösung bietet, absolut keine Notwendigkeit. Bedeutung/Stellenwert: Wir können uns mit dem Begriff EIM definitiv nicht identifizieren! Als Softwarehersteller sind wir uns bewusst darüber, dass wir mit der Vielzahl an Akronymen unseren Ansprechpartnern auf Anwenderseite teilweise eine Menge zumuten. Hier brauchen wir nicht schon wieder eine neue erklärungs - bedürftige Abkürzung, die man zudem auch nur schwer von den vorhandenen Termini abgrenzen kann. Der Begriff EIM hat somit für uns keinen Stellenwert. Akronym: „ECM“ ist aus unserer Sicht als Terminus völlig ausreichend, zumal er alles abdeckt, was die Branche an Systemen, Dienstleistungen und generell an Produkten bietet. Ein neuer Begriff schafft hier nur noch mehr Verwirrung, und es kann nicht darum gehen, den einigermaßen etablierten Terminus „ECM“, an dessen Markteinführung wir ja zusammen mit weiteren deutschen Anbietern von ECM-Software aktiv mitgewirkt haben, durch einen anderen zu ersetzen, der völlig unbekannt und erklärungsbedürftig ist. Daher wird sich das Akronym EIM nicht nachhaltig etablieren. Selbstverständlich sind die Anwender dadurch überfordert. Die Einführung eines neuen Akronyms setzt voraus, dass sich Hersteller und Verbände zunächst darüber verständigen, welche Aussagekraft ein neuer Fachbegriff hat bzw. haben soll und ob seine Interpretation möglicherweise zu Irritationen führt. Dann muss zunächst eine einheitliche Definition festgelegt und im Markt bekanntgemacht werden. Außerdem muss ein solches Akronym auch sprachlich relevant sein. Versuchen Sie mal, EIM schnell zu sprechen, und beobachten Sie dabei, wie ihr Gegenüber reagiert. Neue Anforderungen: Allein mit der Definition eines Informationsmanagements im Sinne von „EIM“ gehen keine neuen Lösungen, Konzepte oder organisatorischen Betrachtungen einher, denn das, was unter echtem Informationsmanagement zu verstehen ist, wurde mit der Einführung des Akronyms „ECM“ bereits vollständig definiert. Wenn man von ECM versus EIM spricht, dann von dem Unterschied zwischen „Content“ und „Information“. Bei genauerer Betrachtung der Bedeutung beider Begriffe würde man spontan sagen, dass „Information“ ganz allgemein eine beliebige Information darstellt, deren Zusammenhang aber durchaus völlig belanglos sein kann. Demgegenüber bedeutet „Content“ ja so viel wie „echter Inhalt“. Spricht man von Inhalt, dann steht immer die eigentliche Bedeutung im Vordergrund, also z. B. der Kern einer Aussage oder die inhalt - liche Relevanz. Man kann also sagen, dass für den Anwender der „echte“ Inhalt einer Information relevant ist, nicht aber die Information als allgemeines und pauschales Konstrukt. Fazit: Für einen Anwender ist ECM sogar der entscheidende Ansatz, da bei Verwendung dieses Begriffs nicht nur die reine Informationsspeicherung im Vordergrund steht, sondern die inhalt liche Bedeutung. Deshalb wird allein eine Neu - definition von „Informations - management“ als Synonym für „EIM“ keine neuen Lösungen und Konzepte hervorbringen. (www.windream.com)


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