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BIT 05-2016

Geschäftsprozesse 36 | BIT 5–2016 ECM vs. EIM Roger Illing, Senior Vice President Enterprise Sales Europe, Opentext: „Kaum ein anderer Trend könnte für uns marktrele - vanter sein.“ Roger Illing, Opentext Notwendiger denn je EIM als Markttrend: Ein ganzheit - liches Enterprise-Information-Management ist für Unternehmen in der digitalen Transformation notwendiger denn je. Mittlerweile sind die verschiedensten Inhalte auf immer mehr Kanälen im Umlauf. Unternehmen müssen die unterschiedlichsten Daten für sich nutzbar machen, um schnell agieren zu können. Mit EIM können sie ihre Prozesse beschleunigen, ihr geistiges Eigentum schützen und einfacher interne und externe Richtlinien erfüllen. Ein nahtloses Informationsmanagement wird für Unternehmen in Europa speziell mit Blick auf die 2018 greifenden Neuerungen der EU-Datenschutz- Grundverordnung unumgänglich sein. Bedeutung/Stellenwert: Kaum ein anderer Trend könnte für uns markt - relevanter sein. Opentext treibt das Thema sowohl international als auch hierzulande durch Eigenentwicklungen und strategische Zukäufe ständig voran. Die aktuelle Entwicklung bestätigt diese Strategie: Die digitale Transformation ist unumkehrbar. Doch ohne ein ganzheitliches EIM sind Unternehmen kaum in der Lage, die richtigen Entscheidungen zeitnah zu treffen, optimal auf die Anforderungen von Kunden zu reagieren und sich gegen den Wettbewerb zu behaupten. Akronym: Eine Überforderung der Anwender kann ich nicht beobachten. Die zahlreichen Akronyme kommen ja auch nicht von ungefähr: Möchte man effizient arbeiten, sind Abkürzungen nur logisch. Manche Bezeichnungen etablieren sich dabei schneller als andere. Wieder andere verschwinden dafür aus dem täglichen Gebrauch. So umfasst EIM Bereiche, die durch andere Abkürzungen wie z. B. ECM nicht abgedeckt werden, es subsumiert auch Themen wie BPM, DMS, BI oder WCM. Das ist hilfreich, weil sich Unternehmen heutzutage eben nicht mehr nur für einzelne Dokumente interessieren, sondern vielmehr den Zusammenhang sämtlicher Unternehmensinformationen verstehen und auswerten möchten. EIM hat sich da im Sprachgebrauch der Branche etabliert. Neue Anforderungen & Konzepte: Der Umgang mit Informationen hat sich in den vergangenen Jahren so stark verändert, dass es längst nicht mehr nur um die Verwaltung einzelner Dokumente innerhalb eigener Unternehmensgrenzen geht. Im Informations - management müssen mittlerweile über ECM hinaus auch andere Bereiche einbezogen werden. (www.opentext.de) Thomas Kuckelkorn, Manager PR & Kommunikation, BCT Deutschland GmbH: „EIM ist smarter als ECM, da es zusätzliche funktionale Ansätze in sich vereint und sämtliche Informationsarten berücksichtigt.“ Thomas Kuckelkorn, BCT Deutschland Kein Konkurrenzkonstrukt EIM als Markttrend: Allein die Tat - sache, dass über ein Thema wie EIM so lange und intensiv diskutiert wird, spricht für die erhebliche Marktrelevanz. Wichtig bei der Betrachtung ist der korrekte Bezugsrahmen. Obwohl oft so verstanden, ist EIM kein Konkurrenzkonstrukt zu ECM. Es handelt sich vielmehr um dessen evolutionäre Weiterentwicklung, um strukturierte wie unstrukturierte Informationen erschließen und verarbeiten zu können. Heruntergebrochen bedeutet das: EIM ist smarter als ECM, da es zusätzliche funktionale Ansätze in sich vereint und sämtliche Informationsarten berücksichtigt. Bedeutung/Stellenwert: Wir engagieren uns bereits seit Jahren für EIM und tragen das Kürzel mit Überzeugung in unserem Unternehmenslogo. Unsere Vision ist, dass eine zukunftsorientierte Software den Menschen in den Mittelpunkt stellt und ihn bestmöglich bei seiner Arbeit voranbringt. Für uns ist EIM damit vor allem ein strategisches Vorgehen, um einen ganzheitlichen Blick auf den Faktor Information zu erhalten. Akronym: Diese Grundsatzdebatte gab es bereits, als das Kürzel DMS durch ECM „ersetzt“ werden sollte. Beide Akronyme sind nach wie vor existent und werden es auch mit zunehmender Verbreitung von EIM bleiben. Es handelt sich bei allen um softwaretechnische Erscheinungsformen des Informationsmanagements. Je wirtschaftlich bedeutsamer der Faktor Information und der Umgang mit ihm wird, desto spezifischer sollte man auch bei der Bezeichnung sein. Nur wenn ich etwas präzise benenne, kann ich unmissverständlich darüber sprechen. Insofern ist EIM meiner Meinung nach schon längst etabliert, ohne mit ECM konkurrieren zu müssen. Neue Anforderungen & Konzepte: Sicherlich. EIM ist auch aus dem Bedürfnis heraus entstanden, dass ein Informationsmanagement neuen praxisrelevanten und funktionalen Anforderungen entsprechen muss, die ECM allein nicht mehr befriedigen konnte. Man denke an Business Intelligence, Big Data oder Enterprise Search. Insofern ist eine Software immer auch ein Spiegelbild der jeweiligen Zeit. Spannend zu betrachten ist aktuell etwa der Trend zur Omni-Channel- Kommunikation als kanalunabhängige Serviceoption. Und nicht zuletzt müssen zukunftsorientierte Lösungen die wachsende „Plattformisierung“ berücksichtigen, als neue Art digitale Geschäftsmodelle zu gestalten. (www.bctsoftware.com)


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