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BIT 05-2016

Geschäftsprozesse 34 | BIT 5–2016 ECM vs. EIM Pia Heine, Sales & Marketing Direktor bei Drivve GmbH & Co. KG.: „Der Begriff EIM hingegen mag nur eine weitere Bezeichnung von Systemen sein, wie bisher DMS, ECM oder DRM.“ Pia Heine, Drivve Großer Stellenwert EIM als Markttrend: Das Management von Informationen im Unternehmen beschäftigt schon lange einen Großteil der Softwareanbieter, zu denen im Bezug auf den sehr breit gefächerten Bereich der „Informationen“ jedoch nicht nur DMS oder ECM-Systeme, sondern eben Systeme für die Verwaltung von Informationen in ERP, KIS und ähnlichen Systemen zählen. Wir bei Drivve sehen das strukturierte, digitale Management von Informationen als einen der wichtigsten IT-Trends der Gegenwart. Der Begriff EIM hingegen mag nur eine weitere Bezeichnung von Systemen sein, wie bisher DMS, ECM oder DRM. Sicherlich wird sich in fünf bis zehn Jahren verbindlich herausstellen, ob von diesen der Begriff EIM ein marktrelevanter Trend war. Bedeutung/Stellenwert: Für uns hat das Enterprise-Information-Management einen großen Stellenwert, da wirselbst Hersteller von Lösungen für Dokumenten Management und Wissens- Management sind. Wir bieten eine ganzheitliche Lösung zur Verwaltung von Dokumenten und Informationen. Die Dokumente werden in der Software erfasst, verwaltet und archiviert. Durch die digitale Erfassung sind die Dateien schnell auffindbar und können jederzeit Mobil eingesehen und bearbeitet werden. Damit im Unternehmen alle wichtigen Informationen und Prozesse geteilt werden können, wurde ein weiteres Programm entwickelt. In diesem Wissens-Management können Informationen hinterlegt, bewertet, mit Dokumenten und Personen verknüpft und bei Bedarf bereitgestellt werden. Beide Produkte beschäftigen sich mit dem Management von Informationen – jedoch unter völlig unterschiedlichen Gesichtspunkten. Einerseits geht es eher um dokumentenbezogene Prozesse, Archivierung, Revisionssicherheit und Zugriff auf zusätzliche Informationen, die vormals auf Papier festgehalten wurden. Andererseits liegt der Fokus auf dem schnellen Zugriff von Informationen, wie im Call Center benötigt, der Wissensweitergabe im Generationenwechsel und der Umsetzung von Prozessen, wie Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung im Unternehmen. In diesem Sinne lebt unser Unternehmen von Information Management – auch wenn wir den Begriff EIM bisher nicht verwenden. Akronym: Der Begriff EIM ist unserer Meinung nach zu allgemein und mag durch seine unkonkrete Definition die Anwender eher verwirren. Ein Informations Management ist für jedes Unternehmen wichtig, jedoch sollte sich der geneigte Anwender überlegen, anwelcher Stelle im Unternehmen, welchen Personen und zu welchem Zweck er Informationen bereitstellen möchte. Sollte dies auf einer Website geschehen, wären ein Web-Content- Management oder ein Wissens-Management sicher eine gute Lösung. Im Bereich Vertriebssteuerung gibt es ebenfalls viele Systeme, die sich auf die Bedürfnisse an Informationen dieses Bereiches spezialisiert haben. Aus der Antwort zu diesen Fragen ergibt sich, welche Angebote am sinnvollsten für den Anwender sind. Damit anschließend die Anwender die Chance haben ihre Möglichkeiten selbst zu filtern, sehen wir bei Drivve es gerne, wenn die Bezeichnungen für Systeme so eindeutig wie möglich definiert sind. Sicher ist dies in Zeiten der Verschmelzung vieler Funktionen in einem System manchmal schwierig, dennoch gibt es viele verschiedene Systeme mit verschiedenem Fokus in der Branche und wir bevorzugen die Abgrenzung der Systeme voneinander durch Begriffe wie Wissens-Management, Enterprise- Resource-Planning, Customer-Relationship Management oder Dokumenten Management-System. Neue Anforderungen & Konzepte: Seit geraumer Zeit begleitet uns eine Informationsflut, die immer wieder neue Tatsachen schafft. Vor vielen Jahren wurden Informationen ausschließlich schriftlich oder in den Köpfen der Mitarbeiter aufbewahrt – sicherlich ein Weg, der auch heutzutage noch weit verbreitet ist, für den es jedoch inzwischen viele digitale Lösungen gibt, die ein unglaubliches Maß an Optimierung erlauben. Eine Lösung sind elektronische Dokumenten-Management-Systeme (DMS), die neben vielen anderen Vorteilen in jedem Fall die Bereitstellung von Dokumenten deutlich vereinfachen und beschleunigen. Im Laufe der Jahre gab es auch hier durch äußere Entwicklungen notwendig gewordene Lösungen und Konzepte, wie Ablage und Zugriff auf verschiedenste Medien, Vielsprachigkeit und die mobile Bereitstellung von Informationen auf Mobil Devices. Diese innovativen Lösungen und Technologien ändern im gleichen Zug stets auch den Blick auf Organisationen, die zusätzlich von anderen Einflüssen wie der demografischen Entwicklung, Globalisierung und Marktentwicklungen abhängig sind. Management von Informationen ist sicherlich und unbestreitbar jetzt und zukünftig ein weites Feld um Lösungen, Prozesse, Konzepte, Methoden und Entscheidungsfindungen zu analysieren und zu optimieren. (www.drivve.de) BIT fragt: • Markttrend? Sehen Sie in EIM einen marktrelevanten Trend? • Bedeutung/Stellenwert: Welche Bedeutung hat EIM für Ihr Unternehmen? • Akronym: Hat die Bezeichnung Chancen, sich nachhaltig zu etablieren? • Neue Anforderungen: Gehen mit dem Blick auf In - formations-Management auch neue praxisrelevante Lösungen einher?


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