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BIT 05-2016

Geschäftsprozesse 30 | BIT 5–2016 ECM vs. EIM Steffen Schaar, Mitglied der Geschäftsleitung Marketing/Vertrieb, The Quality Group GmbH: „Der Mensch steht im Mittelpunkt von EIM – oder sollte ich besser sagen ,Digital 4.0’.“ Steffen Schaar, The Quality Group EIM ist Verantwortung EIM als Markttrend: Welche Branche? Nicht „durch“ die IT sondern „nur mit“ der IT werden digitale Strategien in den Unternehmen Einzug halten. Viel zu selten fragen wir uns, warum bisher in diesem strategischen Ansatz nur Stückwerk stattfindet. Die „Branche“ spaltet sich selbst. Die selbst ernannte „Branche“ ECM muss umdenken, sonst ist der Zug abgefahren! EIM = Emotionen + Informationen + Menschen! Der Mensch steht im Mittelpunkt von EIM – oder sollte ich besser sagen „Digital 4.0“. Die Organisationen brauchen keinen Trend. EIM ist kein Markt: EIM ist Motivation, Einstellung und Verantwortung der Menschen bereit zu sein, den digitalen Wandel unternehmensweit zu verankern. Bedeutung/Stellenwert: EIM steht für strategisches Denken und Handeln. Abteilungsübergreifende Informationsund Organisationsansätze statt Tunneldenken. Übergreifende Qualitäts- und Organisationsprozesse mit Transparenz und Informationssicherheit statt ITDenken. Gelebte Strategie im digitalen Zeitalter – statt Datensammlung. Gesunder Menschenverstand statt Stückwerk, denn darauf beruhen nachhaltige Veränderungen in den Organisationen. Wir leben diesen Anspruch seit einer halben Dekade mit wachsendem Erfolg in unserem Portfolio mit Advisory & Consulting, mit dem Werteanspruch wie Verlässlichkeit, Verantwortung unserer Mitarbeiter zu unseren Beratungsmethoden im Sinne von EIM und auch mit unserer EIM Product Suite LCM, die sich an den Maßstäben nach Agilität, technologischen Trends und vor allem Useablity orientiert. Akronym: Die Ewiggestrigen diskutieren noch über Akronyme, die Trendsetter sind schon bei den Unternehmen unterwegs. In abteilungsübergreifenden Runden beraten sie die digitale Strategie durch Methoden und Ansätze, in denen der Wertevorgang „erkennen – beraten – einführen“ die individuellen Potenziale erfasst und klug in die Organisationsabläufe integriert. Das ist EIM – Menschen mitnehmen, IT nutzen und individuelle Wettbewerbsvorteile mit digitalen Strategien ausbauen! Diskutieren Sie nicht über Cloud oder ECM – reden Sie Klartext über Datenschutz und -sicherheit oder Transparenz Ihrer Verträge und Dokumente, und definieren Sie Verantwortlichkeiten über Rollendefinitionen in der Organisation. Neue Anforderungen & Konzepte: Die Agilität der Unternehmen steht dem rasanten Wandel der digitalen Medien und Social Media in nichts nach. Organisationen verändern sich derzeit im Schnitt alle vier Jahre, vor 15 Jahren noch doppelt so langsam. Der Umdenkprozess für die Geschwindigkeit im Informationszeitalter muss in den Köpfen der Entscheider beginnen. Die IT kann mittlerweile alles, was dazu geführt hat, dass Unternehmen häufig zig Systemlösungen haben und wenig oder keine integrierten Informationsprozesse. „Die Vergangenheit erkennen – die Gegenwart akzeptieren und die Zukunft gestalten“ – im Mittelpunkt muss wieder der Anwender, der Mensch stehen. Dann werden schlechte Entscheidungen nicht mehr dazu führen, dass nach kurzer Zeit die Akzeptanz der Anwender sinkt, die Verantwortung egal ist oder immer andere Schuld an der falschen Entscheidung sind. (www.tqg.de) Jürgen Biffar, Geschäftsführer Docuware GmbH: „EIM ist ein neues Akronym, mit dem einzelne ECM-Hersteller ihr Angebotsspektrum ausdehnen möchten, offenbar, weil sie im angestammten Geschäft kein Potenzial mehr sehen.“ Jürgen Biffar, Docuware Kein relevanter Trend EIM als Markttrend: Nein, das ist kein relevanter Trend. Es ist ein neues Akronym, mit dem einzelne ECM-Hersteller ihr Angebotsspektrum ausdehnen möchten, offenbar, weil sie im angestammten Geschäft kein Potenzial mehr sehen. Bei einer Marktdurchdringung der ECM-Lösungen von 30 Prozent ist das allerdings schwer nachvollziehbar. Diese Marktdurchdringung gilt übrigens auch bei Großunternehmen, wenn wir berücksichtigen, wie gering die tatsächliche Verbreitung der dorthin verkauften Lösungen innerhalb der Organisationen ist. Bedeutung/Stellenwert: Keinen. Docuware fokussiert sich weiterhin auf ECM, bei der Digitalisierung der Geschäftsprozesse stehen die Unternehmen noch ziemlich am Anfang. Auch Großunternehmen verkaufen wir zunehmend Lösungen, die sie selbst beherrschen und ohne teure Expertenhilfe in der Organisation flächendeckend nutzbringend einsetzen können. Akronym: Wir geben der Bezeich- nung keine Chancen. Selbst ECM ist insbesondere im Mittelstand nur wenig verstanden, dort sprechen wir meist immer noch über Dokumenten- Management. Neue Anforderungen & Konzepte: Das können wir nicht wirklich beurteilen. Wir fragen uns eher, was „Informations Management“ eigentlich von „IT“ oder „EDV“ unterscheidet. Oder ist es die Weiterentwicklung dieser beiden alten Abkürzungen vor dem Hintergrund, dass die „Technologie“ angesichts zunehmender Cloud-Lösungen in den Hintergrund tritt? Das würde vielleicht einen Sinn ergeben. (www.docuware.com)


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