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BIT 05-2016

Geschäftsprozesse Enterprise-Content-Management 24 | BIT 5–2016 Alfresco: Zunehmende Verbreitung von Open Source Eine Frage der Freiheit Schnelligkeit, Individualität und Flexibilität sind wichtige Werte im 21. Jahrhundert. Das macht sich auch in der IT-Welt zunehmend bemerkbar. Zu den Gewinnern der Entwicklung zählt Open Source. Carsten Hunfeld, Sales Manager DACH bei Alfresco, analysiert warum. Lange galt Open Source allenfalls als Lösung für experimentierfreudige Kleinunternehmen und Mittelständler. Doch das hat sich geändert. 78 Prozent aller Unternehmen nutzen heute quelloffene Software – unabhängig von Größe oder Branche. Das ergab die jährliche Umfrage „Future of Open Source Survey“ in ihrer neunten Auflage. 1 In Deutschland liegen die Zahlen sogar noch höher. Laut einer aktuellen Erhebung setzen 100 Prozent der DAX-Unternehmen Open Source ein. Das hat verschiedenste Gründe.2 Einer der wichtigsten sind nicht etwa die Kosten für Anschaffung, Lizenzen und Support proprietärer Systeme, sondern das hohe Tempo, das die heutige Geschäftswelt vorlegt. Unternehmen müssen in allen Bereich Schritt halten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das gilt insbesondere auch für die IT. Innovationszyklen verkürzen In einer schnelllebigen Zeit ist Open- Source-Software das Mittel der Wahl. Denn im Vergleich zu herkömmlichen Systemen verkürzen sich die Warte - zeiten auf neue Anwendungen und Releases deutlich. Ein weiterer Vorteil: Die Lösung kann in der Praxis bereits getestet werden, bevor man sich für einen Kauf oder für den großflächigen Einsatz entscheidet. Zudem eignet sich die quelloffene Software gut für die Entwicklung in Teams, für Rapid Prototyping und für Experimente. Dadurch lassen sich Innovationszyklen verkürzen und Produktinnovationsraten deutlich erhöhen. Transparenz und der kritischen Schulterblick der Community führen zu schneller Optimierung – bei geringeren Kosten. Wer innovative Lösungen sucht, wird im Bereich von Open Source meist schnell fündig. Modernisieren mit Open Source Doch auch wenn Open-Source- Systeme in der Regel jünger und moderner sind als viele alte Flaggschiffe, ist „rip and replace“ nicht überall möglich. Aufgrund langjähriger Inves - titionen in der Vergangenheit wollen oder müssen viele Unternehmen an ihren bewährten Systemen festhalten. Zur Modernisierung sind dann Lösungen gefragt, die sich leicht mit den alten Anwendungen integrieren. Das ist bei Open-Source-Software der Fall. Da ihr offene Standards zugrunde liegen, ist sie von vornherein mit anderen Anwendungen kompatibel. Offen für zukünftige Entwicklungen Da Open-Source-Software anbieterunabhängig ist, halten sich Verantwort - liche damit Zukunftsentscheidungen offen. Sie gehen einem neuen „Vendor-Lock-in“ aus dem Weg und können sich jederzeit für ein gänzlich neues System entscheiden. Gleichzeitig besteht dank offener APIs die Möglichkeit, die bestehende Open-Source- Lösung weiter an persönliche Bedürfnisse und neue Erfordernisse der Arbeitswelt anzupassen. Einmal heruntergeladen lässt sich die Software bzw. Plattform von jedem Entwickler verändern, der mit dem Code vertraut ist: Er kann den Code ergänzen, entfernen oder abwandeln. Im Allgemeinen lässt sich eine Open-Source-Plattform vergleichsweise leicht erweitern und stabil betreiben. Das Unternehmen ist stets im Besitz seiner eigenen Lösungen – unabhängig vom Anbieter und davon, was mit ihm zukünftig geschieht. Damit ist Open Source heute nicht mehr nur eine Frage der optimalen Budgetnutzung, sondern vielmehr eine Frage der Freiheit. (www.alfresco.de) Quellen: 1 Ergebnisse der neunten Auflage der jährlichen Umfrage „Future of Open Source Survey“: www.blackducksoftware.com /2016-future-of-open-source 2 www.sernet.de/de/neuigkeiten/news-detail/ detail/100-prozent-der-dax-30-unternehmen nutzen-open-source-software/ Carsten Hunfeld, Sales Manager DACH, Alfresco: „In einer schnelllebigen Zeit ist Open- Source-Software das Mittel der Wahl. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen verkürzen sich die Wartezeiten auf neue Anwendungen und Releases deutlich.“ In einer schnell - lebigen Zeit ist Open-Source- Software das Mittel der Wahl. Abb.: Cacaroot, Fotolia.


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