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BIT 05-2016

Geschäftsprozesse Enterprise-Content-Management 22 | BIT 5–2016 Open Telekom Cloud: Infrastructure as a Service (IaaS) Risiko einfach auslagern Im März feierte auf der CeBIT mit der Open Telekom Cloud das erste deutsche Public-Cloud-Angebot eines großen Enterprise Anbieters Premiere, das gegen die großen US-Anbieter von Infrastructure-as-a-Service-Lösungen antreten will. Die Public Cloud aus einem Rechenzentrum der Deutschen Telekom eignet sich besonders für Start-ups, Betreiber von Webshops oder Versicherungen, die ihr Unternehmensrisiko minimieren wollen. 195 Mrd. Dollar: So viel wird voraussichtlich im Jahr 2020 mit Public-Cloud-Diensten weltweit um - gesetzt, sagen Branchenexperten des US-amerikanischen Analystenhauses IDC. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Portugal. In den nächsten vier Jahren rechnen die Marktforscher im Schnitt mit einem jährlichen Wachstum von 20 Prozent. Der Eco Verband der Internetwirtschaft und die Unternehmensberatung Arthur D. Little gehen sogar von bis zu 40 Prozent aus. Auch wenn die Prognosen in den Ohren der Anbieter vielversprechend klingen, gibt es aktuell noch immer viele Zweifler, die es zu überzeugen gilt. Ein Grund dafür ist mangelndes Vertrauen, denn Datenschutz steht bei der Entscheidung für oder gegen die Cloud insbesondere bei deutschen Unternehmen ganz oben auf der Prioritätenliste. Das stellt für einige der Platzhirsche am Markt ein Problem dar, deren Unternehmenssitz sich in den USA befindet. Die Angst, US-Behörden könnten auf Cloud-Daten dort zugreifen, besteht bei vielen Unternehmen nach wie vor. Deshalb haben einige noch Vorbehalte, Daten in Rechenzentren außerhalb Europas zu speichern. Eine interessante Alternative für sicherheitssensible Kunden ist seit kurzem die Open Telekom Cloud. Der Provider betreibt nicht nur eigene Rechenzentren in Sachsen-Anhalt, sondern hat auch seinen Unternehmenssitz in Deutschland. Damit unterliegen die Cloud-Services der Telekom automatisch den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen. Neben dem Sicherheitsaspekt verspricht die Telekom außerdem ein Höchstmaß an Flexibilität, z. B. durch das Bezahl - modell: Dank „Pay-as-you-go“ erfolgt die Abrechnung auf Wunsch stundengenau. Unternehmen zahlen auf diese Weise immer nur die Ressourcen, die sie wirklich benötigen. Der Einstieg in die OTC Der Einstieg in die Open Telekom Cloud funktioniert so: Nach der Anmeldung unter cloud.telekom.de müssen Nutzer zunächst eine Virtual Private Cloud (VPC) einrichten. Damit wird ein eigener IP-Adressbereich innerhalb der Cloud reserviert, der einen unerlaubten Zugriff auf die reservierten Ressourcen von vorne herein unterbindet. Als weitere Sicherheitsmaßname definiert der Kunde Protokolle und IP-Adressen, die Zugriff auf die Ressourcen erhalten sollen, und über welche Ports der Zugriff erfolgen darf. Die Open Telekom Cloud basiert auf Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Telekom die Rechenzentrums- Kapazitäten in Biere bei Magdeburg bis 2018 um 150 Prozent erhöhen.


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