Panorama

BIT 04-2016

Computer, Smartphones, Geldautomaten und jede Menge Online-Dienste: Für zahlreiche Geräte und Services im Internet müssen sich Nutzer Kenn - wörter und Zugangsnummern merken. Das macht vielen Menschen zu schaffen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach fühlt sich gut ein Drittel (36 Prozent) aller Bundesbürger mit der großen Menge an Passwörtern überfordert. Vor allem ältere Menschen ab 65 Jahre sind mit einem Anteil von 48 Prozent häufiger von der Passwort-Flut genervt als der Durchschnitt. „Für die Organisation vieler sicherer Passwörter kommen zwei Lösungen in Frage: Entweder eine Software oder die gute alte Eselsbrücke“, sagt Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. Kein Ausweg sei das Ausweichen auf simple Passwörter, die für kriminelle Hacker leicht herauszufinden sind. Laut Umfrage bevorzugen allerdings 40 Prozent der Befragten „einfache Passwörter, die man sich leicht merken“ kann. „Je länger und komplexer ein Kennwort ist, desto sicherer ist es“, betont Fliehe. Viele der Befragten sehen die Lösung in technischen Alternativen zum Passwort. Fast ein Drittel (31 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass Passwörter „durch andere, besser handhabbare Sicherheitsmaßnahmen ersetzt werden sollten“. Dazu gehören z. B. biometrische Merkmale wie der Fingerabdruck, der inzwischen bei einer Reihe von Smartphone- und Notebook-Modellen für das Entsperren der Geräte verwendet wird. Beachten Nutzer einige Hinweise, können sie Passwörter besser behalten oder sie wählen eine technische Lösung für das Management ihrer Kennwörter. Die Bitkom-Tipps: Ein Dienst, ein Passwort: Für jeden Dienst sollte ein eigenes Passwort genutzt werden. Eine Alternative ist es, ein „Grundpasswort“ zu nutzen und dieses für jeden Dienst anzupassen. Am sichersten sind Passwörter, die aus einer zufällig zusammenge - würfelten Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen. (www.bitkom.org) Bitkom-Umfrage offenbart Defizite Stress mit der Passwort-Flut 6 | BIT 4–2016 BITPANORAMA Laut einer Umfrage bevorzugen 40 Prozent der Befragten einfache Passwörter, die man sich leicht merken kann. Abb.: Tim Reckmann, pixelio.de Der Datenschutz ist und bleibt ein absolut wichtiges Thema für die Unternehmen. Diese nutzen entsprechende Methoden zur Datenlöschung und Datenvernichtung, doch noch immer kommt es zu Ausfällen und Datenlecks, die beachtlichen Schaden ver - ursachen können. Dies ergab eine von Techconsult durchgeführte Studie in 300 deutschen Unternehmen. 42 Prozent der befragten Unternehmen sehen die Datensicherheit auf defekten oder ausgetauschten Datenträgern als kritisch an, denn nicht konsequent vernichtete Daten können ohne sehr großen Aufwand wieder - hergestellt werden. Noch immer gibt es ein Viertel der Unternehmen, die für die Außerbetriebnahme von Datenträgern keine festen Vorgaben haben. 76 Prozent der Unternehmen haben für diesen Prozess Handlungsweisen definiert. 61 Prozent der Unternehmen haben Hardwarekomponenten im Einsatz, die aufgrund der Speicherung sensitiver Daten nach einem Defekt das Unternehmen nicht verlassen dürfen, auch nicht zu Reparaturzwecken. Dennoch kam es gerade auch bei diesen Unternehmen überdurchschnittlich zu Ausfällen und Daten - verlusten. Bei 30 Prozent dieser Unternehmen kam es mindestens einmal im vergangenen Jahr zum Datendiebstahl, in jedem fünften Unternehmen wurden defekte Platten gestohlen. 10 Prozent waren sogar mehrfach im Jahr betroffen. Das ist dramatisch, wenn man die Folgen bedenkt. Auf der einen Seite steht der rechtliche Schaden, wenn sensible Daten in die Hände Unbefugter gelangen, auf der Seite steht u. a. der monetäre Schaden. (www.techconsult.de) Spurlose Datensicherheit noch nicht erreicht Schäden vermeiden 42 Prozent der befragten Unternehmen sehen die Datensicherheit auf defekten oder ausgetauschten Datenträgern als kritisch an.


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