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BIT 04-2016

Robert Duisberg, Insentis GmbH und Vorsitzender des Bitkom- Arbeitskreises Printing Solution Services: „Drucken und papierbasierte Kommunikation tritt in der Wahrnehmung vieler Führungskräfte immer weiter in den Hintergrund.“ BIT 4–2016 | 53 Smartes SLA-Management als Erfolgsfaktor Zuckerbrot und Peitsche Die Erfül lung steti g wachsende r Kun d enanf orderunge n durch neue Te c h nolo g ien und Di g ita li si erung st ellen Druckze nt re n vor di e H era u sford erung, inno vat ive We g e zu gehe n . Alexande r F el dmann , I T Le ite r TDG, b eri c h tet . Der Einsatz von Produktionssteuerungssystemen gilt schon lange als Grundvoraussetzung zur Erfüllung von Revisionsanforderungen und die Optimierung von Zeit, Qualität und Kosten in der Produktion. Die damit einhergehende Transparenz über Produktionsabläufe schafft die Basis für weitergehende Handlungsalternativen, die sowohl den Auftraggeber, das Druckzentrum als auch den Dienstleister zufriedenstellen können. Während im Fall der ausschließlichen Eigenproduktion der Auftraggeber seine wachsenden Anforderungen an das Druckzentrum weitergibt, wächst der Druck auf dieses, steigende Sicherheits- und Kundenanforderungen zu befriedigen. Die kostenoptimierte Erfüllung sich schnell ändernder Kundenanforderungen wird erschwert durch enge Rahmenbedingungen des Druckzentrums hinsichtlich seiner Ressourcen. Eine sinnvolle Planung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist im Eigenbetrieb praktisch nicht mehr möglich. Entsprechend wird die Verlagerung von Teilen der Produktion zu Dienstleistern eine mögliche Lösung. Erst durch eine vollständige Integration von Dienstleisterdaten ins Produktionssteuerungssystem des Druckzentrums wird eine optimale Auftrags- und damit Dienstleistersteuerung möglich. Der Auftraggeber hat Transparenz über seine SLAs, das Druckzentrum kann diese einhalten und der Dienstleister erhält nur Aufträge, die er im Rahmen seiner eigenen Produktion unter Einhaltung der SLAs umsetzen kann. Zielsetzung von Druckzentren sollte es daher sein, das Echtzeitdaten-Monitoring, das in der Eigen produktion bereits möglich ist, auch bei einer Verlagerung von Produktion zu einem Dienstleister als Standard zu erhalten und vertraglich zu ver einbaren. Vortrag: Dienstag, 21. Juni, 14.00 Uhr, Auditorium im UG. Alexander Feldmann, Leiter IT und Beratungsdienstleistungen bei TDG – The Document Group: „Bei der Verlagerung von Produktion zum Dienst - leister stellen sich neue Herausforderungen an das SLA Management.“ So klappt es auch mit der Führung Eigenbetrieb des Druckzentrums Robert Duisberg von der Insentis GmbH zeigt in seinem Grundsatzvortrag unter anderem, wie man in Bezug auf Unternehmensdruck den Kommunikationskanal mit Führungs kräften öffnen kann. Heute sind wir von weiterhin zunehmender Digitalisierung umgeben. Ohne das Internet mit sozialen Netzwerken oder Echtzeit Chats können sich die meisten Menschen das Leben gar nicht mehr vorstellen; sowohl im privaten als auch zunehmend im beruflichen Umfeld. Führungskräfte werden zusätzlich immer mehr mit „Industrie 4.0“ konfrontiert – unbestritten der Kandidat für den nächsten Quantensprung der Digitalisierung. Indes tritt Drucken und papierbasierte Kommunikation in der Wahrnehmung vieler Führungskräfte immer weiter in den Hintergrund. Allenfalls wird Drucken noch im Fußballstadion wahrgenommen, wo Firmen wie Flyeralarm (oder Markt begleiter) Bandenwerbung betreiben. In diesem Kontext wächst offenbar bei vielen Führungskräften die Überzeugung, dass – wenn überhaupt noch was gedruckt werden muss – die o. a. Spezialfirmen übernehmen sollten. Demgegenüber wissen die Leiter von Transaktionsdruckzentren ganz genau, wie z. B. mit Digitalem Vollfarbdruck effizienter gearbeitet werden kann, so dass Kosten sinken sowie Qualität und Reagibilität steigen. Genau hier entsteht oftmals eine große Kluft! Für viele Führungskräfte passen die eigenen und vom Markt postulierten Ansprüche an zunehmende Digitalisierung und „Industrie 4.0“ nicht mit den Errungenschaften neuer Digitaldrucktechnologien zusammen, so dass dahingehende Anträge von diesen Führungskräften in den Bereich der „technischen Spielerei“ verwiesen und abgelehnt oder Druckzentren gleich ganz ausgelagert werden. Der Vortrag geht zunächst auf Indizien ein, die nahelegen, dass sich das heutige Druckvolumen weitgehend im Rahmen des Status-quo bewegt. Außerdem zeigt er beispielhaft auf, wie ein Unternehmen, das Innovation für sich proklamiert, Papier neuerdings verwendet. Vortrag: Dienstag, 21. Juni, 16.00 Uhr, Auditorium im UG.


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