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BIT 04-2016

BIT 4–2016 | 51 Dimensionen der Textverständlichkeit Bedeutsame Kommunikation José de la Rosa, Geschäftsführender Gesellschafter von Semantics, beleuchtet in seinem Vortrag wissenschaftliche Grundlagen, systemische Probleme, technische Lösungen und aktuelle Forschung zur Textverständlichkeit. „Man kann nicht nicht kommunizieren“ – Paul Watzlawicks berühmte Aussage lässt sich leicht logisch fortführen: „Man kann es nur gut oder schlecht tun“. Ohne Kommunikation kein Geschäft; Kundenbindung, Empfehlungs und Beschwerdequoten hängen existenziell von der Qualität der Inhalte ab. Gerade in unseren Zeiten der Digitalisierung steigen auch hier die Ansprüche der Verbraucher, und die Multi-Channel-Kommunikation stellt uns vor weitere Herausforderungen. Wie kann die gewünschte Qualität der Texte erreicht werden? Eine Sprachprüfung (wie z. B. ein Lesbarkeitsindex) alleine greift zu spät und zu kurz – und verkennt das systemische Problem. Wenn zahlreiche Personen einen umfangreichen Textbestand pflegen, sind naturgemäß komplexe organisatorische Strukturen, Prozesse und Abhängigkeiten zu erwarten: bei der Entwicklung und Abstimmung der Texte, der Qualitätssicherung hinsichtlich Form und Inhalt, der technischen Bereitstellung in meist heterogenen Korrespondenzsystemen für verschiedene Kanäle und in vielen weiteren Dimensionen. Zudem sollen Texte wiederverwendet und Synergien quer durch alle Abteilungen und Systeme gehoben werden. Ein gewissenhafter Angang führt sofort in die Welt der Linguistik, aber auch anderer wissenschaftlicher Disziplinen wie z. B. der Kognitionswissenschaft, Sprechakttheorie oder Soziologie. Eine „Maschine“ kann niemals ohne menschliches Zutun einen Text in sprachlicher (fachlicher, juristischer, ...) Hinsicht optimieren. Sie kann aber helfen: So gilt es, bei der Gestaltung der Texte wichtige rhetorische Parameter und die Kompetenz der agierenden Personen optimal zu unterstützen. Wir stellen Ihnen einige Techniken vor und betrachten einige verblüffende aktuelle Entwicklungen aus verschiedenen Forschungszweigen. Vortrag: Dienstag, 21. Juni, 12.00 Uhr, Auditorium im UG. José de la Rosa, Geschäftsführender Gesellschafter bei Semantics Kommunikationsmanagement GmbH: „Eine ‘Maschine’ kann niemals ohne menschliches Zutun einen Text in sprachlicher Hinsicht optimieren. Sie kann aber helfen.“ Transformation ins Omnichannel-Zeitalter Herausforderungen begegnen Karl-Heinz Fuchs, Sales Manager Banking & FSI bei der GMC Software Technology AG, geht in seinem Vortrag auf die Notwendigkeit der Unternehmen ein, ihre IT-gestützten Kommunikationsprozesse omnikanalfähig zu gestalten. Das Kundenverhalten und die verfügbaren Kommunikationskanäle verändern sich stetig und schneller als je zuvor. Banken, Versicherungen und Servicedienstleistungs-Unternehmen stehen z. B. vor der großen Herausforderung, sich durch effizientere Kommunikation im Verkaufsprozess, Kundenservice oder Marketing gegenüber ihren Mitbewerbern differenzieren zu müssen. Die Reduzierung von „Time to Market“ über alle verfügbaren Kommunikationskanäle hinweg, geht mit dieser Herausforderung einher. Die GMC Software AG liefert mit ihrer nspire Plattform modernste IT-gestützte Kundenkommunikationslösungen für diese wichtigen Geschäftsprozesse. In diesen Prozessen bestimmt künftig der Endkunde mit seinen Präferenzen und nicht eine IT-Applikation, über welchen elektronischen Kanal mit welchen Informationsinhalten kommuniziert wird. GMC Inspire hilft nachhaltig dabei, die Herausforderungen des digitalen Zeitalters wie z. B. die Prozessdigitalisierung und die Bereitstellung mobiler, interaktiver Kommunikationskanäle zukunftsgerichtet und innovationsgeschützt zu lösen. Dies gilt mittlerweile für regu - latorische und Compliance-relevante Geschäftsprozesse genauso, wie auch für rein marketinggetriebene Prozesse. Letztendlich führt diese Veränderung dazu, dass ein Unternehmen nicht nur omnipräsent in seinen Zielmärkten sein muss, sondern auch seine IT-gestützten Kommunikationsprozesse omnikanalfähig (omni-channel) gestalten muss. Dieser Omni-Kanalbedarf spiegelt sich z. B. dadurch wider, dass mobile Endgeräte des Endkunden mit interaktiven Online-Formularen versorgt werden müssen oder ein derartiges Szenario in eine bestehende mobile App zu integrieren ist. Vortrag: Dienstag, 21. Juni, 17.00 Uhr, Kongresssaal 1 im 1. OG. Karl-Heinz Fuchs, Sales Manager Banking & FSI, GMC Software Technology AG: „Das Kundenverhalten und die verfügbaren Kommunikationskanäle verändern sich stetig und schneller als je zuvor.“


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