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BIT 04-2016

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management Beta Systems macht Output-Management flexibler Verblüffend effektiv In zahlreichen Rechenzentren laufen sie noch, die Mainframe- Monolithen mit ihrem enormen Papierausstoß. Zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen sind sie so gut zu gebrauchen wie PS-Boliden im Geschicklichkeitsparkour. Wie Output- Management die Druckkosten drastisch senkt und mittels Webtechnologien die Spielräume für neue Output-Konzepte öffnet zeigt Beta Systems als Spezialist für Highvolume-Output. BIT Herr Prüger, warum werden im Mainframe-Bereich immer noch so riesige Papiermengen bedruckt? Bernhard Prüger Die Druckaufträge in diesem Umfeld stammen hauptsächlich aus Batch-Verarbeitungsläufen. Das sind etwa bei einer Bank Listen, Kundenbriefe oder Kontoauszüge. Deren Standardformat Advanced Function Presentation, kurz AFP, ist für sehr große Dokumentmengen und hohe Druckgeschwindigkeiten konzipiert, wie sie bei der industriellen Erstellung von Rechnungen oder eben Kontoauszügen anfallen. Ausgedruckt werden diese Dokumente herkömmlicherweise, weil es Großrechnern an der Möglichkeit fehlt, AFP-Datenströme WYSIWYG (what you see is what you get) darzustellen. Auch sind Features wie das flexible Einmischen von Bilddateien oder variablen Textbestandteilen in den Druckoutput unter AFP verhältnismäßig aufwändig zu realisieren. BIT Wie kann man mit modernen Output-Management-Systemen das Druckvolumen reduzieren? Prüger Ein Output-Management- System (OMS) liest die Datenströme unterschiedlicher Geschäftsapplikationen ein und führt komplexe Verteilungsaufgaben aus. Es teilt oder bündelt die Dokumente nach individuellen Kriterien (wie z. B. Empfängern) und verteilt, druckt bzw. archiviert sie anschließend gezielt. Dabei bereitet es den Druckoutput grundsätzlich digital, personalisiert und zentralisiert aus. So kann das Rechenzentrum seinen Output sogar noch erhöhen, nur eben nicht mehr zwingend in Papierform. Heute werden zunehmend Dokumente und Informationen über Web-Interfaces den Nutzern zur Verfügung gestellt. BIT Zeitgemäßes Output-Management verlangt also die Umwandlung von AFP-Datenströmen in PDF bzw. PDF/A. Warum ist das so wichtig? Prüger Mit PDF/A lassen sich formulargestützte Ausdrucke weit flexibler und personalisierter gestalten als mit herkömmlichen AFP-Mitteln. Moderne Drucklösungen unterstützen als vollwertiges Eingangsdatenformat daher ebenso PDF/A wie die gängigen Druckdatenströme PCL, PostScript und AFP. Sie zerlegen alle eingehenden Druckdaten-Formate individuell und inhaltsbezogen, bündeln sie mit anderen Dokumenten und verteilen sie über verschiedenste Ausgabekanäle. Das Drucksystem stößt die Konvertierung nach AFP und die Übergabe des AFP-Datenstroms an das OMS an. Das Ergebnis der Verarbeitung innerhalb des Drucksystems liegt im OMS, das in diesem Zusammenspiel als Verteilsystem und Langzeitarchiv genutzt wird. BIT Was sind die weiteren Vorteile der Beta Web Enabler bzw. individueller Webportale-Lösungen? Prüger Durch Weiterentwicklung von Webtechnologien hat sich in den letzten Jahren bei der Darstellung des Druckoutputs viel getan. Mit Web- Frontends wie dem Beta Web Enabler ermöglichen Unternehmen einen unternehmensweiten und anwendungsfreundlichen Zugriff auf die verschiedenen hostbasierten Datenquellen. AFPDokumente können die Anwender sofort nach der Erstellung WYSIWYG ansehen und dabei vielfältige Suchfunktionen nutzen. So können Unternehmen trotz nach wie vor hohen Outputs die Menge der tatsächlich ausgedruckten Dokumente deutlich verringern. Eine große Versicherung hat z. B. durch Einsatz des Web Enablers innerhalb von zwei Jahren 15 Millionen Seiten nicht ausgedruckt. Die Anwender in den Fachabteilungen sehen Versicherungsverträge ein und recherchieren in Listen, welcher Agent welche Verträge wann mit welchen Summen abgeschlossen hat. BIT Wie gewährleisten Sie die Sicherheit bei Zugriffen auf die Dokumente über das Internet? Prüger Der Web Enabler ist in das Unternehmensintranet eingebunden und gewährt dort einen benutzerspezifisch geregelten Online-Zugriff via Berechtigungskontrolle über RACF und LDAP. So bleibt die Vertraulichkeit der Daten gewahrt. Selbstverständlich ist eine volle Integration in eine Public Key Infrastructure Umgebung, auch unter Anwendung von SSL Verschlüsselungstechniken, gegeben. Das gilt nicht nur für den Zugriff, sondern auch für den Datentransfer unternehmensweit, quer zu allen verteilten Plattformen. (www.betasystems.com) Bernhard Prüger, Manager Product Marketing DCI, Beta Systems Software AG: „Mit Web-Frontends wie dem Beta Web Enabler ermöglichen Unternehmen ihren Beschäftigten und Kunden einen unternehmensweiten und anwendungsfreundlichen Zugriff auf die verschiedenen hostbasierten Datenquellen.“ 40 | BIT 4–2016


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