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BIT 04-2016

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management Hans-Jörg Kamm, Geschäftsführer des Beratungshaus Brainsphere: „Unsere Mission ist es, Daten, Dokumente und digitale Inhalte in explizites Wissen zu verwandeln, auf das stets und überall zugegriffen werden kann.“ 32 | BIT 4–2016 gegangen. Sehr eindrucksvoll gab Thomas Sternkopf in seinem Vortrag den Output-Kollegen mit auf den Weg, wie man schlussendlich einen Top-Down-Ansatz realisiert und damit zur Zufriedenheit aller Beteiligten ein auf Standard-Software basierendes System wie Dopix effizient einsetzt. Und zwar so, dass es alle vorausseh - baren Zukunftsoptionen – etwa Multi- Channel – sobald sie gewünscht sind, zur Verfügung stellen kann. Komplexität ist beherrschbar Dass die Integration eines Output-Systems in bestehende Geschäftsprozesse und IT-Umgebungen sowie die Unterstützung aller gängigen Ausgabekanäle alles andere als trivial ist, lässt Hans- Jörg Kamm, Geschäftsführer des Beratungshaus Brainsphere, in seinem Vortrag auf dem Icon-Anwendertreffen durchblicken. Das Münchener Consultingunternehmen entwirft und implementiert für seine Kunden maßgeschneiderte Enterprise-Content-Management Lösungen und integrieren diese in die bestehende IT-Landschaft – ob On-Premise oder in der Cloud. Icon hat mit Brainsphere eine langfristige Kooperationspartnerschaft vereinbart, die auch von den auf der Tagung anwesenden Icon-Kunden als vorbildlich angesehen wird. Hans-Jörg Kamm macht klar, dass es die beste Lösung für Output-Management nicht gibt und dass man immer wieder mit unerwarteten Ergebnissen rechnen muss. Was bei der Integration geht und was nicht geht, ist Thema seines Vortrags. Allein schon bei der Skizze eines typischen OMS-Umfeldes, bestehend aus einer Vielzahl von Einund Ausgabekanälen und dem Applikationsumfeld (Enterprise Application/ Mainframe, Enterprise Application Distribution, Web-Server, Business Intelligence, Akte, Archiv, Postprocessing und Workflow) wird die Komplexität einer OMS-Integration deutlich. Innovationskultur erforderlich An Fulminanz kaum zu überbieten war der Eröffnungsvortrag von Daniel Bartel, Design Thinker und Entrepreneur für Start-ups. Seine Kernaussagen: Im Internet werde ganz anders konsumiert, das erfordere eine kulturelle Veränderung aller bestehenden Anbieter. Ganze Wertschöpfungsketten würden sich durch die digitale Arbeit verschieben und neue Werte und Strukturen hervorrufen, wie etwa die Sharing Economy. Der Nutzer sei im Zentrum angekommen und verlange von Unternehmen einen echten und nachhaltigen Mehrwert, und zwar über die Marketing-Abteilung hinaus. Das Web und das Internet der Dinge dürfe nicht als bloßer Vertriebsweg oder Medium gesehen, sondern müsse als Betriebssystem verstanden werden. Unternehmen müssten in Zukunft noch vernetzter und integrativer handeln, um nicht als austauschbare Zulieferer zu enden. Unternehmen müssten sich die Frage stellen. Wer ist mein Kunde und was ist genau dessen Bedürfnis? Und was ist die passende Lösung, die ich daraus skalieren kann? Die Bedeutung einer kundenzentrierten Innovationskultur für die Entwicklung neuer Geschäftsprozesse war folglich der Leitfaden des Vortrages. Daniel Bartel, der u.a. Buchautor („Mit Customer Development durchstarten“) und Herausgeber des internationalen Bestsellers „Das Handbuch für Startups“ sowie Mitgestalter der Carsharing-Plattform Autonetzer.de und Experte für Sharing Economy ist, erstaunte die Output-Community mit einer Vielzahl von Beispielen innovativer Geschäftsideen und überraschenden Prognosen, so etwa als er die kostenlose Nutzung des elektrischen Strom voraussagte. Fazit: Das 13. Icon Anwender - treffen war ein hervorragender Beitrag für alle Beteiligten, „sich so aufzu - stellen, dass alle gewinnen“, wie es Andreas Schwegler und Uwe Seltmann in ihrer Begrüßungsrede formulierten. Dem VfB hat die Veranstaltung, die traditionell im Mai, also vor dem letzten Bundesliga-Wochenende stattfindet, anders als in den Vorjahren, schlussendlich nicht als gutes Omen gedient. Vielleicht hat der langjährige Bundeserstligist zu lange auf eine nicht mehr zeitgemäße Architektur gesetzt. (www.icongmbh.de) An Fulminanz kaum zu überbieten war der Eröffnungsvortrag von Daniel Bartel, Design Thinker und Entrepreneur für Start-ups, über die Bedeutung einer kundenzentrierten Innovationskultur für die Entwicklung neuer Geschäftsprozesse.


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