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BIT 03-2016

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management 46 | BIT 3–2016 BIT Wie ist Ihre Softwareplattform für zukünftige Anforderungen gerüstet? Dr. Huber In Bezug auf unsere Software haben wir, im Gegensatz zum Wettbewerb, den Technologiewandel aus der alten „C“-Softwarewelt in die „neue“ Java-Softwarewelt bereits vollständig vollzogen. Dadurch können wir neue Konzepte wie den POSYDocumentWorkflow umsetzen. Der POSY-DocumentWorkflow ist ein dokumentenbasiertes Workflow-Management System. Im Gegensatz zu einem Jobsteuerungssystem wie dem POSYWorkflow ist der POSY-Document- Workflow fokussiert auf die individuellen Verarbeitungsprozesse einzelner Dokumente und nicht auf Jobs. BIT Wodurch unterscheidet sich der POSY-DocumentWorkflow von dem Jobsteuerungssystem mit dem POSY-Workflow in der Praxis? Dr. Huber Der Ansatz des POSYDocumentWorkflows bietet ganz neue Möglichkeiten, die aber auch erst durch Technologien wie Big-Data ermöglicht wurden. In Job-basierten Workflowsystemen liegt die eigentliche Verarbeitungszeit eines Dokumentes oft nur im Bereich von wenigen Sekunden, die Jobs benötigen jedoch teilweise Stunden, manchmal auch mehrere Tage um komplett durchzulaufen. Mit dem DocumentWorkflow kann die tatsächliche Verarbeitung des Gesamtablaufs deutlich reduziert werden. BIT Wo wirken sich die Vorteile des DocumentWorkflow besonders aus? Dr. Huber Dies ist z. B. im Versand und in der Überwachung von Dokumenten in elektronischen Kanälen wichtig, da die Kommunikation „sofort“ erfolgen muss. Der POSYDocumentWorkflow kann durch BIT Wie stellt sich diese Innova - tionsförderung in der Praxis dar? Dr. Huber Unsere Entwickler haben einen definierten Zeitraum, in dem sie völlig ohne Tagesgeschäft und Vorgaben an Themen arbeiten können, die ihnen persönlich wichtig sind, sie interessieren, herausfordern oder die sie endlich mal gelöst haben wollen. Diese Ergebnisse werden dann der gesamten Firma vorgestellt, sehr viele dieser Ideen fließen dann in den „normalen“ Entwicklungsprozess. Es ist unglaublich spannend, wie vielfältig die Themen sind. Eines aber haben alle gemeinsam, auch wenn sie nicht direkt mit den Produkt zu tun haben, sie erweitern unseren Horizont, fördern die Kreati - vität und motivieren die Menschen. BIT Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Huber. Plug-Ins erweitert werden um in der Anwendungslandschaft des Kunden passend integriert zu werden. BIT Bei SET legt man großen Wert auf Innovationsförderung. Dies wurde auf dem POSY-Output- Forum durch die Vorträge Ihrer Entwickler deutlich. Pflegen sie sozusagen eine Innovationskultur? Dr. Huber Innovationen entstehen in den Köpfen von Menschen, also bei unseren Mitarbeitern. Das hat sicher etwas mit Unternehmenskultur zu tun, nicht als Schlagwort, sondern mit dem konkreten Gestaltungsraum, den wir unseren Mitarbeiter als Rahmenbedingung geben. Das hat etwas mit der Auswahl an Mitarbeitern zu tun, das hat mit dem Diskussionsklima zu tun, wie frei Problemlösungen diskutiert werden können, aber auch immer wieder Lösung realisiert werden. Unser „Ship-it-day“ ist ein Beispiel, wie unsere Entwickler sozusagen strukturiert „innovativen Freiraum haben“, genauso wie die regelmäßige „Slack-Time“. „Für die Individualisierung setzen wir auf Plug-Ins, welche wiederum eine Standardschnittstelle für die spezielleren Funktionen oder aber auch Fremdsoftware bilden.“ „Wir bieten unseren Kunden mit unserem Angebot an Beratungsprojekten weitere Möglichkeiten zur Verbesserung und der zukunftsfähigen Ausrichtung Ihres Geschäftsfeldes.“ Es ist wieder soweit: „Familientreffen“ in Baden-Baden. Die 18. Doxnet-Fachkonferenz und Ausstellung vom 20. bis 22. Juni lockt wieder zahhlreiche Entscheider und Planer von Rechenzentren, Versicherungen, Banken, Druckdienstleistern, Digitaldruckereien und grafischen Betrieben sowie IT-Manager, Betriebs- und Organisationsleiter zum Branchenhighlight der Dokumentenprofis in die badische Kurstadt. Von Montag bis Mittwoch stehen wieder Führungskräfte aus dem Bereich des Dokumentenmanagements Rede und Antwort, berichten Anwender von interessanten Installationen und Projekten. Anbieter renommierter Hard- und Softwareunternehmen zeigen ihre neuesten Produkte und Lösungen. Der große Erfolg der neuen Education Vorträge hat den Vorstand bestärkt, dieses Angebot weiterzuführen. So werden am Dienstag wieder Fachvorträge rund um das Thema Dokument angeboten. Erwartet werden auch dieses Jahr wieder über 500 interessierte Teilnehmer. Den Erfolg des Branchenevents macht eine Mischung aus Fachvorträgen, direkten Kontakten zu führenden Herstellern der Hard- und Softwarebranche, ein einzigartiges Branchennetzwerk sowie ein ausgewogenes Tagungsangebot aus. (www.doxnet.de) Doxnet-Fachkonferenz Familientreffen


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