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BIT 03-2016

BIT 3–2016 | 37 Zeutschel ermöglicht 3D-Präsentation bibliophiler Kulturgüter Zu neuem Leben erweckt Die Universitätsbibliothek Utrecht bietet Besuchern ein eindrucksvolles 3D-Erlebnis ihrer historischen Bestände. Mit Hilfe des Zeutschel ZED 10 3D Foyer lassen sich die wertvollen Bücher, Handschriften und Karten der Bibliothek virtuell in allen Details betrachten. mation und Marketing in der Univer - sitätsbibliothek Utrecht. Die Bibliotheksverantwortlichen demonstrierten am ZED 10 3D Foyer ‚live’ die Besonderheiten des Psalter. Die Betrachter bekamen einen detaillierten Einblick in die dynamischen und skizzenhaften Zeichnungen, die für die damalige Zeit eine große Innovation darstellten und einen Trend setzten. „Was den Utrecht Psalter so besonders macht, ist die Tatsache, dass man bei jeder Betrachtung neue Dinge entdeckt. Genau das können wir mit dem ZED 10 3D Foyer jetzt einer breiteren Öffentlichkeit bieten und dabei gleichzeitig das Werk schützen“, betont Martine Pronk. Das Zeutschel 3D-Präsentations - system soll in Zukunft auch für weitere Das im vergangenen Jahr erstmals vorgestellte 3D-Präsentationssystem Zeutschel ZED 10 3D Foyer ist bereits in mehreren renommierten Bibliotheken im Einsatz, darunter in der Universitätsbibliothek Utrecht. Als besondere Attraktion kann die Einrichtung nun eines ihrer kostbarsten Werke, den Utrecht Psalter, in dreidimensionaler Anmutung präsentieren. Dabei steht der Betrachter – mit 3D-Brille ausgestattet – etwa zwei Meter vor einem handelsüblichen Flachbildschirm. Per Gestensteuerung lassen sich die virtuellen Objekte nutzen. So kann der Betrachter mit einfachen Handbewegungen das Buch rotieren lassen, mit einem Fingerzeig auf die Buchecke die Seiten umblättern oder einzelne Illustrationen und den Einband heranzoomen. Kultur erlebbar machen Damit kann die Universitätsbibliothek ihrem Anspruch als Treffpunkt zur Wissensvermittlung und Informationstransfer noch besser gerecht werden und kulturelles Erbe erlebbar machen. Der Utrecht Psalter ist ein Meisterwerk der karolingischen Buchkunst. Bisher war die Handschrift nur einem kleinen Personenkreis zugänglich und wurde in der Vergangenheit nur ca. alle 10 Jahre im Rahmen spezieller Anlässe der Öffentlichkeit gezeigt“, erklärt Doktorandin Martine Pronk, Leitern der Abteilung Public Services – Infor- Mit dem Zeutschel ZED 10 3D Foyer lässt sich der Utrecht Psalter, ein Meisterwerk karolingischer Buchkunst, in seiner ganzen Schönheit neu entdecken. Das Präsentationssystem macht es möglich, mit Gesten virtuell ein Buch zu drehen, darin zu blättern oder Seiten und Einband zu vergrößern. Werke aus dem Fundus der Bibliothek eingesetzt werden. Martine Pronk: „Wir haben so viele Kulturschätze, die bisher für die Öffentlichkeit verborgen blieben. Das können wir mit dem ZED 10 3D Foyer ändern.“ Zeutschel ermöglicht es nun, diese Kostbarkeiten einem großen Publikum zugänglich zu machen. Virtuell, drei - dimensional und mit beeindruckenden Effekten. Die Spezialapplikation zeigt, welches große Innovationspotenzial noch im Capturing und Präsentieren steckt, und ganz nebenbei auch, warum Zeutschel als weltweiter Marktführer bei Aufsichtscannern gilt. Die Lösung ist Ergebnis eines Gemeinschaftsprojektes von Zeutschel, dem Fraunhofer Heinrich Hertz-Institut und der Bayerischen Staatsbibliothek, wo das System bereits im Einsatz ist. Zielgruppen sind Bibliotheken, Museen und Archive. Die Software lässt sich aber auch in der Industrie für Produktpräsentationen einsetzen. Weitere Systeme dieser Art sind laut Zeutschel-Geschäftsführer Jörg Vogler in Planung. (www.zeutschel.de)


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