Scannen

BIT 03-2016

Geschäftsprozesse 36 | BIT 3–2016 Scannen Inotec unterstützt Digitalisierungsprojekt Günter Grass wird digital Der Scanner-Hersteller Inotec ist Kultursponsor eines umfangreichen Digitalisierungsprojektes des Günter Grass-Hauses in Lübeck. Mit einem Scamax Hochleistungsscanner wurde ein großer Teil des Archivbestandes, darunter Original-Manuskripte von Günter Grass, elektronisch erfasst. Die Sammlung des Günter Grass-Hauses umfasst viele Original-Manuskripte des großen deutschen Schriftstellers und Künstlers. Dazu gehören z. B. sämtliche Fassungen von „Mein Jahrhundert“ (1999) und „Im Krebsgang“ (2002). „An diesen Dokumenten wird die Entstehung einzelner Erzählwerke und Gedichte von der ersten handschriftlichen Fassung bis zur letzten Korrekturfahne nachvollziehbar“, erläutert der Leiter des Günter Grass- Hauses, Jörg-Philipp Thomsa. Auf diese Weise kommen bei einigen Veröffentlichungen bis zu 12 bis 14 Fassungen zusammen. Hinzu kommen noch wissenschaftliche Aufsätze und Presseartikel, die sich im Besitz des Hauses befinden. Insgesamt galt es 10000 bis 15000 Dokumente zu digitalisieren. Zuverlässig und produktiv Auf Anfrage erklärte sich Inotec sofort bereit, das Projekt zu unterstützen. „Gesellschaftliches Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Und wenn wir helfen können, die Beschäftigung mit unserem kulturellen Erbe zu fördern, sind wir gerne dabei“, betont Peter Schnautz, Geschäftsführer der Inotec GmbH. Die Digitalisierung wurde mit einem Scamax Scanner der Modellreihe 4x3 durchgeführt. Jörg-Philipp Thomsa lobt besonders die einfache Handhabung des Geräts. „Bereits nach einer kurzen Einführung konnten wir den Produktivbetrieb starten. Und tauchte mal eine Frage auf, half uns der exzellente Service von Inotec schnell und unkompliziert weiter.“ Positiv bewertet der Museumsleiter zudem den zuverlässigen und die Vorlagen wenig belastenden Einzug. „Zum Archivbestand gehören auch einige wertvolle Einzelstücke, die – wie alle anderen Dokumente auch – sicher und schnell verarbeitet wurden.“ Innerhalb von zweieinhalb Monaten war der Scanprozess komplett abgeschlossen. Die entstandenen Datensätze werden bis Mitte des Jahres fachkundig bearbeitet, sortiert, inventarisiert und in eine Datenbank eingepflegt. Über einen gesicherten Zugang können Wissenschaftler und Kuratoren dann ortsunabhängig und einfach vom Computer aus auf die Dokumente zugreifen. Ganzheitlicher Blick Das wird der wissenschaftlichen Aus - einandersetzung mit Günter Grass wertvolle neue Impulse verleihen, wie Museumsleiter Jörg-Philipp Thomsa betont: „Erstmals bekommen Forscher einen ganzheitlichen Blick auf das Werk von Günter Grass – von der Produktion eines Textes bis zu seiner Rezeption“. Darüber hinaus werden die zum Teil äußerst empfindlichen Originale des Literaturnobelpreisträgers langfristig geschont. „Die Digitalisierung der Manuskripte und anderen Dokumente zeigt, wie Industrie auf der einen Seite sowie Kunst und Kultur auf der anderen Seite gemeinsam zum Wohle der Allgemeinheit zusammen arbeiten können“, so Jörg-Philipp Thomsa abschließend. (www.inotec.eu) Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Günter Grass- Hauses, will der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Werk von Günter Grass neue Impulse verliehen. Abb.: Günter Grass- Haus. Manuskript zu „Im Krebsgang”, 2001. Abb: Günter und Ute Grass Stiftung, Steidl Verlag.


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