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BIT 03-2016

BIT 3–2016 | 31 Investitionsbedarf als Hemmnis Aus Sicht der Unternehmen hemmen verschiedene Faktoren den Fortschritt der Digitalisierung. Sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) sagen, der Investitionsbedarf sei zu hoch. Gleichzeitig will fast jedes zweite deutsche Unternehmen (46 Prozent) im laufenden Jahr mehr in die Digitalisierung investieren. Den Zugriff auf sensible Unternehmensdaten fürchten 41 Prozent der Unternehmen, die Angst vor Datenverlust haben 40 Prozent. 37 Prozent halten den wirtschaftlichen Nutzen für unklar. Weiteres Hemmnis ist der Widerstand innerhalb des eigenen Unternehmens (28 Prozent). 27 Prozent der Befragten sagen, bestehende rechtliche und regulatorische Bestimmungen behindern eine weitere Digitalisierung. Konkrete Beispiele für digitale Büro- und Verwaltungsprozesse sind die elektronische Rechnung sowie die Möglichkeit, Papierakten zu digitalisieren. Bereits sieben von zehn Unternehmen (69 Prozent) haben ihre Papier - akten zumindest teilweise digitalisiert. Seine Rechnungen erstellt heute bereits mehr als jedes sechste Unternehmen (18 Prozent) überwiegend elektronisch. ECM-Software für Geschäftsprozesse ECM-Lösungen helfen, Informationen besser zu verteilen oder Dokumente gemeinsam zu bearbeiten, digital zu archivieren und wiederzufinden. „Enterprise-Content-Management ist zentraler Wegbereiter für das Digital Office“, sagte Biffar. Ein Beispiel dafür sind Software-Systeme zur Digitalisierung von Dokumenten wie dem Scannen von Papierunterlagen. Jedes zweite Unternehmen (51 Prozent) nutzt ein solches System und weitere 14 Prozent haben das konkret geplant. 44 Prozent setzen Software für das Prozess-Management ein, mit der z. B. der Vorgesetzte eine Rechnung oder einen Urlaubsantrag freigeben kann; 18 Prozent planen den Einsatz. Systeme zur digitalen Archivierung und Verwaltung von Dokumenten nutzen bereits 35 Prozent der befragten Unternehmen und 24 Prozent planen die Nutzung. Output-Management-Systeme regeln, über welche Kanäle Informationen verteilt werden. Jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) nutzt bereits ein solches System, weitere 16 Prozent planen die Nutzung. Business Collaboration Tools verwenden 31 Prozent der Unternehmen, weitere 22 Prozent planen den Einsatz. Software, mit denen Mitarbeiter unabhängig vom Standort Unternehmensinformationen recherchieren können, ist bei 28 Prozent der befragten Unternehmen bereits im Einsatz, weitere 15 Prozent planen die Nutzung. 18 Prozent der Unternehmen nutzen ECMLösungen, die eingehende Dokumente und Informationen automatisch erkennen; wie z. B. eine Software, die den Inhalt der klassischen Briefpost digital erfasst und direkt an die zuständige Abteilung weiterleitet, weitere 19 Prozent planen den Einsatz eines solchen Programms. ECM-Markt im Wachstum Der Markt für Enterprise-Content- Management wächst weiter. Die Die Investitionsbereitschaft ist hoch: Fast jedes zweite deutsche Unternehmen geht davon aus, dass die eigenen Investitionen im Jahresverlauf zunehmen werden. Umsätze mit ECM werden in diesem Jahr voraussichtlich auf 1,84 Mrd. Euro steigen. Das entspricht einem Wachstum von etwa vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2015 betrugen die Gesamtumsätze im ECM-Markt 1,76 Mrd. Euro. Das teilte der Digitalverband Bitkom bereits im Vorfeld der CeBIT mit. Drei von vier Unternehmen (76 Prozent), die ECM-Lösungen anbieten, rechnen für 2016 mit steigenden Umsätzen. Weitere 22 Prozent sagen stabile Einnahmen voraus. Auf der Leitmesse in Hannover selbst war ECM zentrales Thema der Halle 3. Der Besuch im Bitkom ECM Solu - tions Park bot die Gelegenheit, verschiedene Anbieter und Hersteller von ECM-Lösungen zu treffen und sich über ihre Lösungen zu informieren. Direkt gegenüber fand das von Bitkom gestaltete CeBIT ECM-Forum statt. In 60 verschiedenen Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen konnten sich Messebesucher hier über die aktuellen Themen rund um ECM informieren. (www.bitkom.org)


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