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BIT 03-2016

Geschäftsprozesse 30 | BIT 3–2016 CeBIT 2016 Bitkom: Auf dem Weg zum digitalen Büro Digital Office Index 2016 Auf der CeBIT hat der Branchenverband Bitkom erstmals den Digital Office Index präsentiert. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat der Vorstand des Bitkom Kompetenzbereichs ECM die Ergebnisse vorgestellt. Über 1000 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wurden im Vorfeld befragt. Demnach haben vier von zehn Unternehmen eine Digital - strategie für Büro- und Verwaltungsprozesse. Zudem sind ECM-Lösungen Wegbereiter für den digitalen Arbeitsplatz. Digitale Technologien helfen Unternehmen, die bestehenden Prozesse zu optimieren. Aktenordner und Papierstapel wandern auf Festplatten oder in die Cloud – der Arbeitsplatz wird zum „Digital Office“. 40 Prozent der befragten Unternehmen haben eine eigene Strategie für die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Das zeigt der Digital Office Index – eine repräsentative Befragung von 1108 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. Bei großen Unternehmen (mehr als 500 Mitarbeiter) wollen 70 Prozent ihre Geschäftsprozesse strategisch digitalisieren. Bei den Mittelständlern (100-499 Mitarbeiter) haben deren Fortschritt und deren Effekte. Auf einer Skala von 0 („überhaupt nicht digitalisiert“) bis 100 („vollständig digitalisiert“) erreicht der Digital Office Index einen Wert von 50. „Mit einem Index von 50 haben wir zwar schon den halben Weg geschafft, aber damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben“, kommentierte Jürgen Biffar das Ergebnis. Am weitesten digitalisiert sind Großunternehmen. Sie erreichen einen Indexwert von 58. Bei den Mittelständlern liegt der Wert mit 53 leicht über dem Durchschnitt. Kleine Unternehmen erreichen 49 Punkte. Unterschiedlich starke Ausprägung In den einzelnen Geschäftsbereichen ist die Digitalisierung unterschiedlich stark ausgeprägt. Spitzenreiter ist die Produktion und Projektabwicklung, die in 74 Prozent der Unternehmen stark digitalisiert ist (mindestens zu 50 Prozent). Die Abteilungen Personal/ Human Resources und Buchaltung/ Finanzen/Controlling sind jeweils in 66 Prozent der Unternehmen stark digitalisiert. Im Ranking folgen dahinter die Geschäftsbereiche Marketing (62 Prozent), Einkauf (54 Prozent), Logistik (53 Prozent) sowie der Bereich Forschung und Produktentwicklung (30 Prozent). Nur sechs von zehn Unternehmen (58 Prozent) haben nach eigenen Angaben die erforderlichen personellen Ressourcen, um die Digitalisierung voranzutreiben. Bei Großunternehmen sind es mit 71 Prozent etwas mehr, bei Mittelständlern liegt der Anteil bei 63 Prozent. Unter den kleinen Unternehmen geben 57 Prozent an, dass Personal für die Digitalisierung vorhanden ist. ECM ist zentraler Wegbereiter für das Digital Office. So nutzt beispielsweise bereits jedes zweite Unternehmen (51 Prozent) ein Software- System zur Digita - lisierung von Dokumenten. 52 Prozent eine solche Digitalstrategie, bei kleineren Unternehmen (weniger als 100 Mitarbeiter) sind es dagegen erst 36 Prozent. „Es wird Zeit, dass noch mehr Unternehmen erkennen, welches hohe Potenzial die Digitalisierung der Geschäftsprozesse mit sich bringt“, sagte Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom. Großunternehmen sind die Vorreiter Themen des Digital Office Index sind die Digitalisierung im Unternehmen,


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