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BIT 03-2016

Geschäftsprozesse Enterprise-Content-Management 24 | BIT 3–2016 Cenit: Planbarkeit und langfristige Sicherheit für Migrationsvorhaben Migrations-Checkup „Wir müssen migrieren“ oder „da steht wohl wieder eine Migration an“ – Das sind Sätze, die im täglichen Projektalltag des EIM häufig fallen. Und die Betonung der Aussagen lässt darauf schließen, dass man implizit über Kosten, Zeitverlust und unklaren Mehrwert bzw. fehlenden Nutzen spricht. BIT Herr Vogt, was sind Ursachen für Migrationen im EIM-Umfeld? Andre Vogt Kapazitäts- oder Performance Grenzen, neue Produktversionen und auslaufender Support der Produkte, Konsolidierung mit dem Ziel der Kostenreduktion und Einhaltung regulativer bzw. Sicherheitsanforderungen sind die typischen Antworten im Beratungsumfeld auf die Frage nach den Gründen für Migrationen. Jeder dieser Auslöser zieht eine wiederkehrende Reihe von Fragen nach sich. Aus diesem Grund hat Cenit im Bereich EIM schon vor einigen Jahren ein Leistungsangebot namens „Migrations Checkup“ erstellt, welches mittels einer stringenten Methodik, Planbarkeit und Ergebnissicherheit die Migrationsvorhaben seiner Kunden ermöglicht. So wird aus einer Migrationsplanung eine Strategie für eine echte Transformation. BIT Was soll migriert werden? Vogt Handelt es sich um eine Datenmigration, eine System- und/oder Plattformmigration oder ist es nur ein Release-Wechsel, welcher mittels eines Produktupdates die neuen Funktionen und Wartungszertifizierungen sicherstellt? Die Antwort hat Auswirkungen auf das zu wählende Migrationskonzept und den zu betrachten Scope für die Bewertung. BIT Wird ein kurz- oder langfristiges Migrationskonzept benötigt? Vogt Erfahrungsgemäß führt eine, nur auf die Insel fokussierte Betrachtung, langfristig zu unerwarteten Folgekosten und Zugzwängen bei angrenzenden Vorhaben. Wir empfehlen aus diesem Grund die Erstellung einer Migrationslandkarte über die Systeme mit folgenden Informationen: Kosten, Systeme, Schnittstellen, Mitarbeiter und deren Know-how, betroffene Prozesse. BIT Wie viele Migrationspfade sind denkbar? Welcher ist der richtige? Vogt Es führt nicht nur ein Weg zum Ziel. Für die Bewertung der unterschiedlichen Wege und Konzepte sind frühzeitig die Kriterien festzu - legen. Wirtschaftlichkeit, Investitions - sicherheit, Skalierung des Systems, Anforderungsabdeckung der Systeme und Interoperabilität sind hier beispielshaft zu nennen. Es ist die grundsätzliche Frage zu beleuchten, ob eine Stichtagsmigration oder eine schleichende der richtige Weg ist und welche kausalen Abhängigkeiten daraus resultieren. BIT Wie lange dauert das Vorhaben? Und wie teuer wird es? Vogt Die Dauer einer Migration wird oft unterschätzt bzw. falsch geplant, da sich unterschiedliche Einflussfaktoren auf den Zeitplan auswirken. Neben des IT-seitigen Anpassen des Alt- bzw. Neu- Systems, werden nur zu gerne die Aufwände für die Durchführung von Tests sowie deren Dokumentation und die Begleitung während der automatisch laufenden Datenmigration vergessen oder falsch bemessen. Ergänzend sollte eine technische Evaluation der Infrastruktur im Rahmen einer Test- Migration durchgeführt werden. Diese Punkte sind kritisch, da End - termine oftmals mit dem Auslaufen von System-Support oder technischen Verfügbarkeit einhergehen und so echte IT-Sicherheit-Probleme auftreten. Die Kosten für einen externen Dienstleister sowie die benötigten Software- und Hardware-Komponenten sind schnell beziffert, decken jedoch nur einen Teil der Kosten ab. Zusätzlich zu den Kosten für die per sonelle Begleitung der Migration, werden oftmals die Opportunitätskosten vergessen, die entstehen würden, wenn man nichts ändert, bzw. es zum falschen Zeitpunkt durchführt. Besonders für die Einhaltung von rechtlichen Anforderungen ist die Betrachtung dieser Kosten zu empfehlen. BIT Ein Blick in die Zukunft – Ist Cloud und Saas die Lösung? Vogt Wenn Migrationen ohne funk - tionalen oder prozessualen Mehrwert doch so aufwendig und kompliziert sind, dann spricht alles für den Weg in die Cloud bzw. für die Nutzung eines SaaS-Ansatzes? Und ja, in vielen Fällen reduzieren sich hier Komplexität und Kosten. Aber über eins sollten wir uns einig sein – der Weg in die Cloud ist eine Migration und sollte ebenso gewissenhaft geplant, belgeitet und prozessiert werden. Erst dann kann man von dem Nutzen im Bereich der Skalierbarkeit und technischer Release-Neutralität profitieren. BIT Vielen Dank für das Gespräch, Herr Vogt. (www.cenit.com) André Vogt, Direktor EIM bei der Cenit (Stuttgart): „Cenit hat im Bereich EIM schon vor einigen Jahren ein Leistungsangebot namens „Migrations Checkup“ erstellt, welches mittels einer stringenten Methodik, Planbarkeit und Ergebnis - sicherheit die Migrationsvorhaben seiner Kunden ermöglicht.“ „Es führt nicht nur ein Weg zum Ziel. Für die Bewertung der unterschiedlichen Wege und Konzepte sind frühzeitig die Kriterien festzulegen.“


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