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BIT 02-2016

6 | BIT 2–2016 Bitkom-Umfrage: Angriffe im Web Opfer von Cyber-Kriminalität In den vergangenen zwölf Monaten ist die Hälfte (51 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1009 Internetnutzern hervor. Demnach verzeichneten 37 Prozent der Befragten eine Infektion ihres Computers mit Schad- Weltweit gibt die Mehrzahl der ITFachkräfte ihren Arbeitgebern nur mäßige bis schlechte Noten, wenn es um deren Fähigkeit zur Implementierung von Transformationstechnologien und Umsetzung von Innovationen in der IT geht: schlechte Planung, Defizite bei Kernqualifikationen, Geldmangel programmen. „Mit Computerviren gehen häufig nicht nur technische Defekte, sondern weitere Delikte wie Erpressung oder Datendiebstahl einher“, sagt Susanne Dehmel, Bitkom- Geschäftsleiterin Sicherheit und Datenschutz. Laut Umfrage sind zudem 16 Prozent der Internetnutzer beim Online Handel oder beim Online-Banking sowie ungenügende Kommunikation und Zusammenarbeit hindern die gebotene Erneuerung der IT-Infrastruktur. Das geht aus dem Bericht „IT-Komplexität einfach gemacht: Werkzeuge und Hindernisse für IT-Fachleute“ der Initiative „Transform to Better Perform“ des Business Performance Innovation (BPI) Network hervor, die vom IT-Dienstleister Dimension Data unterstützt wird. Lediglich 36 Prozent der Befragten bewerten die Fähigkeit ihres Unternehmens, sich an neue Trans - formationstechnologien anzupassen, als gut oder sehr gut. 70 Prozent der IT-Fachkräfte geben an, dass sie die IT-Transformation überhaupt noch nicht begonnen haben bzw. „gerade erst am Anfang“ stehen. Gerade einmal 16 Prozent verfügen über einen klaren und differenzierten Plan für die Transformation. Über 80 Prozent geben an, dass diese Pläne lediglich die generelle Richtung vor - geben oder aktualisierungsbedürftig oder nicht vorhanden sind. Nach Aussagen von 45 Prozent ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen den ITAbteilungen und dem Management dringend geboten. Faktisch können nur 18 Prozent vermelden, dass in ihren Unternehmen schon jetzt funktionsübergreifende Teams tätig sind. Weitere 14 Prozent geben an, dass sie nur selten bzw. nur bei konkretem Bedarf mit dem Management sprechen. Ein wesentlicher Grund für diese Einschätzungen hängt zweifelsohne mit dem Fehlen qualifizierter IT-Fachleute zusammen, die Entwicklung und Innovation beschleunigen könnten. (www.reinventdatacenters.com) Schlechte Noten für die IT-Transformation Strategische Unterstützung Die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland ist, laut einer Bitkom- Umfrage, in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. betrogen worden. 15 Prozent berichten, dass ihre Zugangsdaten zu Online- Diensten wie soziale Netzwerke, Online Shops oder Banking-Services ausspioniert wurden. Dehmel: „Internetkriminalität ist heute so alltäglich wie Autodiebstähle oder Wohnungseinbrüche. Internetnutzer sollten daher umsichtig handeln.“ Vor allem der Diebstahl sensibler Daten oder der digitalen Identität sei eine Gefahr für die Betroffenen. So berichten 15 Prozent der Befragten, dass in ihrem Namen unerwünschte Spam-E-Mails versendet wurden. 8 Prozent konnten feststellen, dass ihre persönlichen Daten illegal genutzt wurden, z. B., indem sie an Dritte weitergegeben wurden. Und 3 Prozent sagen, dass sich eine andere Person im Internet unter ihrem Namen ausgegeben hat. Informationen zum Thema Sicherheit im Internet gibt es bei zahlreichen Behörden und Initiativen. Eine Übersicht zum diesem Thema mit Meinungsbeiträgen, politischen Positionen und praktischen Tipps hat der Bitkom auf einer Themenseite zusammengestellt. (www.bitkom.org) BITPANORAMA


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