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BIT 01-2016

50 Jahre BIT Jubiläums-Special BIT 1–2016 | 61 Gesellschaft für Organisation (gfo) – Meilensteine der Entwicklung Erfahrungsaustausch Die Gesellschaft für Organisation (gfo) wurde 1922 in Berlin gegründet und beschäftigt sich seit dieser Zeit vor allem intensiv mit der Organisationsentwicklung. Viele Jahrzehnte hat die gfo die auch heute noch hoch anerkannte Organisa - torenausbildung in Deutschland durchgeführt. Großen Wert legt die gfo auch auf den wichtigen Erfahrungsaustausch, den die gfo-Regionalgruppen untereinander betreiben. Im Jahre 2000 wurde die Ausbildung durch die Akademie für Organisation (AfO) eingestellt, weil der Kostenaufwand für diese Ausbildung für einen gemeinnützigen Verband zu groß wurde und aus steuerlicher Sicht hier andere Strukturen innerhalb der gfo hätten aufgebaut werden müssen. Aus dieser Entwicklung hat dann der gfo-Vorstand die Schlüsse gezogen und intensiv den organisationbezogenen Erfahrungsaustausch über die Verstärkung der gfo-Regionalgruppenarbeit vorangetrieben. Events und Aktivitäten Heute gibt es 21 gfo-Regionalgruppen in ganz Deutschland, die diesen Erfahrungsaustausch untereinander betreiben, weiter eine große Anzahl von Events und Aktivitäten, an denen die gfo beteiligt ist und mit Kooperationspartnern und gfo-Mitgliedern ihre Erkenntnisse weiterträgt. Dies begleitet durch Auftragsstudien, beispielsweise zum Thema „Stand der Umsetzung der Prozessorganisation in deutschen Unternehmen“ im Jahr 2014. Auch 2016 organisiert die gfo wieder zahlreiche Events wie z. B. das gfo-Symposium auf der Learntec, den Process Solutions Day (PSD), den gfo- Management Jahreskongress, das gfo- BPM-Fachforum oder auch den PSD im Gesundheitswesen, und bietet somit eine wichtige Plattform für Interessierte. Zertifizierungsmodell Verbandsorgan für die gfo, aber auch für die beiden Schwestergesellschaften ÖVO und SGO, ist die Zeitschrift für Organisation (zfo), die sich seit ihrem Bestehen Anfang der 20er Jahre zu einem anspruchsvollen Fachorgan mit wissenschaftlichen Beiträgen entwickelt hat. Die Gesellschaft für Organisation hatte ursprünglich vor dem Zweiten Weltkrieg sehr viele Dependancen auch in europäischen Ländern eingerichtet. Mitte der 60er Jahre haben sich die gfo-Mitglieder in der Schweiz und Österreich als eigene Gesellschaften verselbständigt. Dies unter der Bezeichnung „Österreichische Vereinigung für Organisation (ÖVO)“ und „Schweizer Gesellschaft für Organisation und Management (SGO)“. Weiteres herausragendes Differenzierungsmerkmal der drei Schwestergesellschaften ist die Bildung der europäischen EABPM mit dem Ziel, gemeinsam mit den Amerikanern ein weltweites Zertifizierungsmodell – den CBPP – anzubieten. In Deutschland wird diese Zertifizierung exklusiv von der gfo angeboten. Die zweite auch international gültige und weltweit einzigartige Zertifizierung zum Business Analyst (CPBA) wird ebenfalls gemeinsam von der EABPM mit der ITBA in Kanada organisiert. In den letzten acht Jahren ist die Mitgliederzahl der Gesellschaft für Organisation jährlich um ca. 5 bis 10 Prozent angewachsen. Inzwischen sind in der gfo 750 Mitglieder (Firmen und Einzelmitglieder). Und natürlich freut man sich sehr, wenn man weitere Organisationsverantwortliche und Fachleute in ganz Deutschland gewinnen kann, die den wichtigen Erfahrungsaustausch mit unterstützen. (www.gfo-web.de) Für 2016 hat die gfo wieder zahlreiche interessante Events geplant. Der Process Solutions Day (PSD) in Köln findet beispielsweise bereits zum 11. Mal statt und ist immer hervorragend besucht.


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