Panorama

BIT 01-2016

6 | BIT 1–2016 BITPANORAMA Laut einer Umfrage im Auftrag des Bitkom informieren sich 22 Prozent der 1042 befragten Internetnutzer in sozialen Netzwerken über aktuelle Nachrichten. Fast ein Drittel (32 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen liest oder schaut Nachrichten in sozialen Netzwerken, aber nur 2 Prozent in der Generation 65-Plus. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Die Netzwerke ergänzen oder ersetzen den Nachrichtenkonsum in den klassischen Medien Fernsehen, Radio und Zeitungen oder in den Nachrichtenportalen im Internet.“ Bei aktuellen Ereignissen könnten die Nutzer sozialer Netzwerke z. B. über Hashtags das Geschehen nahezu in Echtzeit verfolgen. Wichtigste Nachrichtenquelle ist laut Umfrage Facebook: Fast die Hälfte (46 Prozent) derjenigen, die sich in sozialen Netzwerken über das Tages - geschehen informieren, nutzt dafür Facebook. 31 Prozent nutzen das berufliche Netzwerk Xing und 30 Prozent Twitter. Fast ein Fünftel (19 Prozent) schaut Nachrichtensendungen auf dem Video-Portal Youtube. 18 Prozent nutzen Linkedin und 10 Prozent Google+. Immerhin 8 Prozent lesen Nachrichten im Kurznachrichtendienst WhatsApp, 7 Prozent via Instagram. Nach den Ergebnissen der Umfrage haben sich in sozialen Netzwerken unterschiedliche Formen des Nachrichtenkonsums herausgebildet. 45 Prozent derjenigen, die sich in sozialen Netzwerken tagesaktuell in - formieren, verlassen die Community in vielen Fällen nicht, sondern lesen vollständige Nachrichtenartikel innerhalb des Netzwerks. „Viele Nachrichtenanbieter gehen dazu über, Inhalte speziell für die Nutzung in den sozialen Netzwerken aufzubereiten“, so Rohleder. Dieser Trend wird durch die steigende Verbreitung von Videos im Internet verstärkt. So schauen 39 Prozent Nachrichten Videos innerhalb des Netzwerks. 35 Prozent der Nachrichtennutzer in sozialen Netzwerken geben an, dass sie Links zu externen Nachrichten Texten oder -Videos anklicken. Die Nachrichtennutzer verbreiten dabei die Informationen auch selbst weiter: 17 Prozent der befragten Nachrichtennutzer teilen die aktuelle Artikel oder Videos mit anderen Nutzern. 14 Prozent kommentieren sie mit eigenen Beiträgen. (www.bitkom.org) Soziale Netzwerke als Nachrichtenquelle Nachrichtenkonsum 2.0 22 Prozent der Internetnutzer informiert sich via Twitter, Facebook oder Xing über aktuelle Nachrichten. Die deutsche Wirtschaft sieht großen Bedarf bei der Weiterbildung ihrer Fachkräfte zu Digitalthemen. Mehr als vier von zehn Unternehmen (45 Prozent) halten es für notwendig, Mitarbeiter in der Datenanalyse zu schulen. Jedes dritte Unternehmen hält zusätzliche Kenntnisse rund um Social Media und Programmieren (je 35 Prozent) für notwendig. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) sieht großen Bedarf bei der Fortbildung zu Datenschutz und Datensicherheit, 16 Prozent bei allgemeinen PC-Anwenderkenntnissen. „Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts, Big-Data- Analysen werden für Unternehmen aus allen Branchen an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist es erfreulich, dass so viele Unternehmen erkannt haben, dass Know-how in diesem Bereich für den künftigen Geschäftserfolg eine große Bedeutung zukommt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nur 3 Prozent sehen im eigenen Unternehmen keinen Weiterbildungsbedarf zu diesen Digital - themen, die sich teilweise auf spezialisierte Fachkräfte und teilweise auf weite Teile der Beschäftigte beziehten. Vor allem der Mittelstand sieht Nachholbedarf bei der Datenanalyse: 46 Prozent der Mittelständler halten weitere Fortbildungen in diesem Bereich für wichtig, in den großen Unternehmen sind es mit 33 Prozent deutlich weniger. Dagegen halten 43 Prozent der Großunternehmen ab 500 Beschäftigten die Vermittlung von Programmierkenntnissen für besonders wichtig, hier liegt im Mittelstand der Anteil nur bei 34 Prozent. Die große Nachfrage nach Ausund Weiterbildungen spiegelt sich auch im Seminarangebot der Bitkom Akademie wider: Rund 3000 Teilnehmer aus Unternehmen unterschiedlichster Branchen haben sich 2015 bereits weitergebildet. (www.bitkom.org) Bitkom: Digitale Weiterbildung von Fachkräften Großer Bedarf vorhanden Im Branchenvergleich wollen vor allem Industrieunternehmen ihre Fachleute für Datenanalysen weiter qualifizieren: 57 Prozent sehen in diesem Bereich Weiterbildungsbedarf.


BIT 01-2016
To see the actual publication please follow the link above