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BIT 01-2016

1970 1966 1975 1978 1966 – Datenverarbeitung und Fernübertragung. Die Anker Werke stellten zur Hannover Messe 1966 erstmals eine kleine EDV-Anlage vor, die auch zur Datenfernübertragung eingesetzt werden konnte. Die Anker BN 50000 wurde in Hannover mit einer EDV-Anlage in München verbunden, um die Möglichkeiten der Real-Time-Verarbeitung zu demonstrieren. BIT berichtete in Ausgabe 4-1966 darüber. Die Dezentralisierung der elektronischen Datenerfassung und Datenverarbeitung war Mitte der 60er Jahre ein großes Thema. Zahlreiche Hersteller bauten ihr Portfolio mit kleineren EDV-Anlagen aus. 1970 – Datenerfassung ohne Lochkarten. Rationelle Datenerfassung durch direkte Übertragung auf ein Magnetband begann sich Anfang der 70er Jahre durchzusetzen. Mit einem Datenerfassungsgerät der dritten Computergeneration kam Olivetti in die neue, erstmals belegte Halle 1 – bekannt als CeBIT-Halle – nach Hannover. Die Maschine macht die immer noch weit verbreiteten Lochkarten überflüssig und übertrug die Daten direkt auf ein Kassetten-Magnetband mit einem Fassungsvermögen von mehreren tausend Lochkarten. Über eine elektronische Schreibmaschinentastatur konnten die Daten auch von angelerntem Personal eingegeben werden. Der Bildschirm ermöglichte eine schnelle, übersichtliche Kontrolle und erleichterte die Fehlerkorrektur. 1975 – Trend zu Großraumbüros. Mitte der 70er-Jahre setzten sich die Großraumbüros in vielen Unternehmen durch. Dabei lernte man von den Erfahrungen mit Büro - hallen in den USA, die als inhumane „Informationsfabriken“ verpönt waren. In Deutschland setzte man auf Raumgliederungssysteme unter Verwendung von optischen und akustischen Abschirmungen. Dazu gab es Konfigurationen für Individual,- Kreativ- oder Gruppen-Arbeitsplätze. Als humaner, sachlicher und flexibler wurde der Trend zu Großraumbüros in BIT 1975 bezeichnet. 1978 – Telefax-Boom beginnt. SEL stellte zur Hannover Messe 1978 einen schicken Fernkopierer (Modell ITTT 3500) im G 2 –Standard vor „mit einer Übertragungszeit von drei Minuten“, wie BIT anerkennend feststellte. Ein Jahr bevor der Faxdienst durch die Deutsche Bundespost offiziell eingeführt wurde. Heimisch wurde das Faxgerät in den deutschen Büros aber erst Ende der 1980er Jahre. Besonders als das zunächst für den Empfang benötigte Thermopapier durch normales Schreibpapier ersetzt werden konnte, ging es rasant aufwärts. Den ersten Fernkopierer führte bereits 1974 der deutsche Kopiererhersteller Infotec auf dem europäischen Markt ein. BIT 1–2016 | 19


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