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BIT 07-2015

BIT 7–2015 | 67 der Veränderungen in den Märkten und Angebotsstrukturen auf. Versicherungsbetriebe, Finanzdienstleister, Energieversorger, dürften keine Zeit verlieren, sich auf diese Entwicklungen einzustellen. Im Fokus steht dabei unweigerlich der Kunde, der bestimmt, über welche Kanäle er online wie offline angesprochen werden möchte. Außerdem werden Kundenschnittstellen zu Partnern oder auch branchenfremden Marktteilnehmern immer wichtiger, um neue Geschäftsmodelle zu generieren. Bei traditionellen Kernprodukten wird das Marktvolumen zugunsten neuer attraktiver Angebote sinken. Fazit von Dr. Huber's Ausführungen: Die Digitalisierung fordert von Unternehmen aller Branchen, ihre Geschäfts - modelle anzupassen und neue Geschäftsideen zu entwickeln. Zentrale Anforderungen an eine Plattform Die Dokumentengenerierung, ihre Zustellung und Präsentation wird von dieser Entwicklung profitieren, sowohl in der Vielfalt wie auch im Volumen, ist man sich bei SET sicher. Und auch das gilt als ausgemacht: „Die komplexe Entwicklung hat gravierende Auswirkungen auf das Dokumenten-Management, die Bereitstellung der Dokumenten in komplexen Dokumentennetzwerken“, wie der Firmenchef betont. Die zentralen Anforderungen an eine Software-Plattform werden bestimmt durch eine Vielzahl von Metadaten, änderbaren Inhalten und einem Closed Loop über alle Zustell - kanäle hinweg. Außerdem gilt es, die Flexibilität bei Formaten, der Prozesssteuerung und der Workflow-Model - lierung zu gewährleisten. SET sieht sich für alle diese An - forderungen nicht nur technologisch sondern auch organisatorisch sowie in der Service-Ökonomie gut aufgestellt. Innerhalb von sechs Jahren hat man die Anzahl der Mitarbeiter auf 80 verdoppelt, allein im letzten Jahr zehn neue Mitarbeiter vor allem für Consulting, Dienstleistungen und Delivery (Implementierung) eingestellt. Das gesunde Wachstum wird aus eigenen Mitteln finanziert, wie Dr. Huber betont. Mitwirkung der Anwender Ein herausragender Faktor für die ständige Optimierung der Softwareplattform POSY und damit auch die Optimierung der Prozesse ist der POSY-Guide. Dabei handelt es sich um ein offenes Forum unabhängiger und selbstorganisierter POSY-Nutzer, vom Operator bis zum Anwendungsentwickler. In diesem Gremium sind alle Systemumgebungen vertreten. Der regelmäßige Erfahrungsaustausch ermöglicht es, gezielt neue Anforderungen zu definieren und an der Releasepriorisierung mitzuwirken. Dass der Ausschuss in der SET-Firmenstrategie einen hervorragenden Stellenwert einnimmt, zeigt schon die Platzierung des Vortrages von POSY-Guide- Sprecher Michael Schippmann, der gleich nach der Eröffnungsrede von Dr. Huber ans Pult kam. POSY-Audit als neuer Service Neu eingeführt wurde das POSY-Audit als regelmäßige, systematische Überprüfung der POSY-Output-Factory vor Ort beim Kunden. Die Gründe für diese Initiative erläuterte Arthur Brack von der SET-Softwareentwicklung: „Die POSY-Output-Factory wird im Output-Management-Prozess zunehmend breiter eingesetzt und deckt immer komplexere Prozesse ab, die Anforderungen an Betriebssicherheit nehmen stetig zu und der Funktionsumfang wächst rasant.“ Ziel ist die „Sicherstellung eines sicheren und ordnungsgemäßen Betriebes, die frühzeitige Identifizierung von Unregelmäßigkeiten und die optimale Nutzung des Produktes“. Daraus ergibt sich ein priorisierter Maßnahmenkatalog mit Verbesserungsvorschlägen. Als Nutzen für den Kunden hebt Arthur Brack hervor: „Sichere und stabile Produktion sowie einfache und schnelle Problembehebung.“ Die gute Nachricht zur Serviceoptimierung bei SET krönte Dr. Huber dann noch mit der Aussicht, diese Zusatzleistung kostenneutral in den Wartungsvertrag zu integrieren. Im weiteren Verlauf der Tagung standen die Lösungsmöglichkeiten der POSY-Output-Factory für komplexe und ganzheitliche Dokumentenprozesse im Fokus. Die Agenda war am Dokumentenprozess ausgerichtet und in Blöcken entlang der Prozessphasen von Registrierung, Überwachung und Steuerung über die Umsetzung von Dokumentenprozessen, Optimierung, Produktion und Versand bis zur Abrechnung und Auswertung ausgerichtet. Abgerundet wurden Themenblöcke mit einem kurzen Ausblick auf die weiteren, geplanten Neuentwicklungen in den einzelnen Teilprozessen und Produktionsphasen. (www.set.de) Arthur Brack, SET Entwicklung: „Ziel des neuen POSY-Audits ist die sichere und stabile Produktion sowie einfache und schnelle Problembehebung.“ Das POSY-Output Forum am 4. und 5. November im Novotel Hannover diente erneut als ideale Plattform für den Erfahrungsaustausch mit Fachleuten aus der Branche.


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