Page 66

BIT 07-2015

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management SET: POSY-Output Forum in Hannover – Die Komplexität beherrschen Ganz im Zeichen des Digitalen Wandels Der Dokumentenverarbeitungsprozess vor dem Hintergrund zunehmend komplexer Anforderungen stand im Fokus des diesjährigen POSY-Output Forums der SET. Die Vernetzung von Menschen, Maschinen und Märkten treibt das Datenwachstum an, bringt neue Geschäftsmodelle hervor, beschleunigt und verändert die Kundenkommunikation und damit auch Dokumentenproduktion. Veränderung und Beschleunigung unter Wahrung der hohen Prozessqualität war dann auch der Ausgangspunkt der spannenden Strategie-Perspek - tiven, die SET-Geschäftsführer Dr. Bernd Huber skizzierte. ein meterhoher Berg von Reiskörnern, obwohl doch alles nur mit einem Korn begonnen hat. Ähnlich harmlos kommen disruptive Technologien oder auch disruptive Geschäftsmodelle daher, die von etablierten Marktteilnehmern als zunächst uninteressant angesehen werden, bis sie im nächsten Schritt plötzlich eine herausfordernde Marktmacht entwickelt haben. So gesehen leben wir in einer Zeit der 66 | BIT 7–2015 Das Modewort von den disruptiven Entwicklungen nahm im Vortrag des SET-Geschäftsführers anschaulich Gestalt an. Am Beispiel eines Schachbrettes, das Feld für Feld mit Reiskörnern in exponentiellen Steigerungs - raten belegt wird, erläuterte Dr. Huber die sprunghafte Veränderung einer Situation, die zunächst als unbedeutend eingestuft wird. Bereits in der Mitte des Schachbrettes türmte sich disruptiven Innovationen, zumindest mit Blick auf die Geschäftsmodelle. Neue Geschäftsideen entwickeln Als Treiber dieser Entwicklung sieht Dr. Huber die Mobilität und die Vernetzung: „Die digitalisierten Nomaden kommen selten an ihre Briefkästen. Ihre Rechnungen, Bescheide, Mit - teilungen, Verträge werden sie vermehrt elektronisch abrufen, so dass von unterwegs agiert werden kann.“ Mehr noch: „Die Digitalisierung schafft völlig neue Lebenserfahrungen und damit völlig neue Entscheidungsund Verhaltensmuster, was besonders in der Generation Z (der heutigen jungen Generation) zum Tragen kommt“. Eindrucksvoll belegt dies eine Umfrage, wer von einer der neuen Tech-Companies aus dem Silicon Valley ein Auto kaufen würde. In Indien, mit einer extrem jungen Bevölkerungsstruktur, ebenso wie in Brasilien, votierten 81 Prozent bzw. 63 Prozent für ein Auto einer New- Technology-Marke, während in den Ländern mit eher älter geprägten Demographien weit unter 30 Prozent der Befragten sich vorstellen können, ein Auto aus einer Hightech-Schmiede zu kaufen. Ein anschaulicher Hinweis, wie sich Marken und Technologie- Präferenzen sowohl durch demo - grafische wie auch sozio-technische Informationssysteme ändern. Mit Paradebeispiele für disruptive Geschäftsmodelle, wie sie Facebook und Google als personelle Profiler, der Fahrdienstvermittler Uber, die Beherbergungsplattform Airbnb und die Handelsplattform Alibaba liefern, zeigte Dr. Huber die Dimensionen Dr. Bernd Huber, Geschäftsführer der SET GmbH: „Die komplexe Entwicklung hat gravierende Auswirkungen auf das Dokumenten Management, die Bereitstellung der Dokumenten in komplexen Dokumenten - netzwerken.“ Der Zuwachs an Neukunden bescherte dem diesjährigen POSYOutput Forum eine Rekordbeteiligung von rund 230 Teilnehmern.


BIT 07-2015
To see the actual publication please follow the link above