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BIT 07-2015

Kopfschütteln auslöst – und die Erkenntnis, dass sich der Wert, ja die Sprengkraft der Daten-Inhalte längst von ihren Trägermedien gelöst hat. Scanner als Schatzhüter Das gilt natürlich umso mehr für Schriftgut, also für Bücher. Folgerichtig findet der Bookeye 4 V2 Professional einen exponierten Ehrenplatz inmitten der letzten Hauptabteilung dieser Ausstellung, die den Inhalten – dem Wissen der Welt – gewidmet ist. Kurator Rüsewald: „Dieser Buch scanner ist für uns so wichtig, weil er das Analoge mit dem Digitalen verbindet. Bei optimaler Materialschonung überträgt er die Schätze gedruckter Informationen auf elektronische Speicher und damit ins Netz.“ Als Beispiel liegt hier auf - geschlagen auf der V-förmigen Buchwippe ein wertvolles Original, der 110 Jahre alte Architektur-Klassiker „Das englische Haus“ von Hermann Muthesius, für viele Architekten das Standardwerk der damals beginnenden Moderne. Ausstellungsbesucher können zusehen, wie der Bookeye mit LED-Technik dessen Seiten gleichmäßig ausleuchtet und trotz gewölbter Auflagefläche einen makellosen Scan liefert. Die repräsentative Glasbox, in der das stattfindet, steht inmitten einer Bibliothek, die neben gebundenen Werken auch den enzyklopädischen Wissensfundus der Wikipedia visualisiert. Brieftauben mit Minikameras Unter der Hallendecke wacht mahnend „Otto, der Datenkrake“, der von 2008 bis 2014 als Riesenmaskottchen bei diversen „Freiheit-statt-Angst“- Demonstrationen mitgetragen wurde. Er macht darauf aufmerksam, wie bedeutsam Datenschutz bei all den tollen Netz-Errungenschaften bleibt. Ob Telefon, Bildschirmtext, Computerspiel, MP3-Musik, erste Selfies, eine Bundeswehr-Aufklärungsdrohne aus Afghanistan oder ein fahrbarer Taubenschlag (für Brieftauben, die mit Mini - kameras ausgestattet waren): Über 500 Objekte aus den letzten 200 Jahren zeigen durchaus auch kritisch, welchen Einfluss die Vernetzung mit der Zeit zunehmend auf unseren Alltag hat. Mit dieser vielfältigen Dauerausstellung spiegelt das Deutsche Technikmuseum die Lebenswirklichkeit in einer vernetzten Welt derart eindrucksvoll, dass die Hallen an der Anhalter Güterladestraße offiziell zum „Ausgezeichneten Ort“ im bundes - weiten Wettbewerb „Land der Ideen“ 2015 ernannt wurden – ein neues Highlight für Berlin-Touristen, das noch in keinem Reiseführer steht. (www.imageaccess.de www.bookeye.de) Die Dauerausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ im Deutsche Technikmuseum ist auf zehn Jahre angelegt und umfasst die drei Haupt bereiche: Connect, Backbone und Information. Fliegen, Fahren, Filmen, Surfen, Scannen Das Deutsche Technikmuseum, 1982 als „Museum für Verkehr und Technik“ gegründet, ist längst eines der führenden europäischen Technologiemuseen. Zu den Schwerpunkten ge - hören Schiff-, Luft- und Raumfahrt, Schienenverkehr, Automobilität, Filmtechnik, Computergeschichte – und neuerdings auch die Infrastruktur der Informationsgesellschaft mit der auf zehn Jahre Laufzeit angelegten Dauerausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“. Eine Stiftung öffentlichen Rechts (SDTB) betreibt das Museum mit zurzeit 175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es belegt eine Ausstellungsfläche von 26500 Quadratmetern auf geschichtsträchtigem Boden im Zentrum der Hauptstadt: Hier, neben dem Verkehrsknotenpunkt Gleisdreieck am Landwehrkanal, war einst der Anhalter Güterbahnhof wichtigster Umschlagplatz für Waren und Post. www.sdtb.de / netzblog.sdtb.de Jahr für Jahr verlassen rund 2500 Scanner-Einheiten das Wuppertaler Werksgelände, alle „Made in Germany“. Seine beiden wichtigsten Eigenmarken hat Image Access zu kompletten Produktlinien entwickelt: „Bookeye“ und „Widetek“. Die Haupteinsatzgebiete des Buch - scanners Bookeye sind Bibliotheken, Archive, Forschungseinrichtungen, aber auch Macht - zentren wie das Weiße Haus oder der Kreml. Wideteks bewältigen vielfältige Spezialaufgaben für große Formate bis zu 48 Zoll etwa in Planungsabteilungen, Architektenbüros, Copyshops oder zur Verarbeitung doppelseitiger Zeitungsbögen in einem einzigen Arbeitsgang. Inzwischen können sie sogar Braille-Blindenschrift und andere dreidimensionale Strukturen erkennen. Dem deutschen Zoll helfen sie beim Kampf gegen Produktpiraterie. www.imageaccess.de / www.bookeye.de BIT 7–2015 | 55


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