Digitaler Wandel

BIT 07-2015

Geschäftsprozesse Digitaler Wandel 20 | BIT 7–2015 Strategien im digitalen Wandel Prüfen, Planen, Anpassen Wie können Unternehmen sich auf die digitale Transformation vorbereiten, welche praxisnahen Ansätze sollten sie dabei verfolgen, wo Veränderungen im Auge behalten? Auf den folgenden Seiten geben Anbieter aus unterschiedlichen Technologiebereichen Einschätzungen aus ihrer Sicht. Denn die Digitalisierung verändert die Spielregeln und damit ändern sich auch die Anforderungen an betriebliche Systeme. Einen Überblick gibt der folgende Beitrag. Als Treiber der digitalen Transformation gelten vier Technologiefelder. Erstens die mobile Kommunikation in Verbindung mit Cloud-Computing und die damit verbundene Vielfalt der Kommunikationskanäle: Sie verändert das Kundenverhalten und die Kundenerwartungen. Kunden organisieren selbst digitale Prozesse. Apps sind dabei ein wichtiges Tool. Zweitens der Big Data- Trend als enormes Datenwachstum mit seinen kommerziellen Möglichkeiten. Drittens die lernfähigen, adaptiven Algorithmen, die in der Lage sind immer genauere Kundenprofile zu erstellen und Verhaltensmuster zu erkennen. Und viertens das Internet der Dinge (IoT), die Vernetzung von Systemen in allen Lebensbereichen, einschließlich der Wirtschaft und der Infrastrukturen. Noch sind die Konsequenzen für die Wirtschaft nicht zu überblicken. Aber es zeichnet sich schon deutlich ab: Der vernetzte Kunde wird Teil der Wertschöpfungskette, seine Service- Ansprüche wachsen. Die Kundenkommunikation erfolgt auf allen zur Ver - fügung stehenden Kanälen, und der Kunde erwartet Informationen on Demand, also möglichst schnelle Antworten auf seine Anfragen, wobei Kundenkontakte rund um die Uhr Veränderungen in den Abläufen vor - zunehmen, die Organisation auf den Prüfstand zu stellen, den Fachabteilungen größere Handlungsspielräume zu eröffnen, Abläufe automatisieren und die Agilität in Entwicklung, Produktion und Logistik fördern. Und letztendlich gilt es, Optionen für neue Geschäftsmodelle zu prüfen und zu schaffen. Daraus ergeben sich eine Reihe technischer Konsequenzen und Voraussetzungen um den digitalen Wandel mit zu gestalten: • Big Data: Daten sammeln, analysieren und ver arbeiten, • medienbruchfreie Anwendungen und Prozesse, • Multichannelfähigkeit unter Einschluss Sozialer Medien, • Collaboration, • Cloud-Fähigkeit, Cloud-Technologien und Cloud-Integration in Prozesse, • SaaS; Software as a Service-Nutzung, • Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen, • Integration der IT in die Wertschöpfungsprozesse der Unternehmen. Auf den folgenden Seiten nehmen Anbieter unterschiedlicher digitaler Basis-Technologien Stellung. möglich sind. Individuell auf den Kunden zugeschnittene Angebote, Produkte und Dienstleistungen werden immer selbstverständlicher. Apps dienen häufig als Basis für neue Service- Angebote und neue Geschäftsmodelle. Für die Unternehmen bedeutet dies, sie müssen Prozesse aus Kundensicht betrachten und in der Lage sein, schnell und flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren. Starre Prozesse sind dabei nur hinderlich. Unternehmen müssen in der Lage sein, zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Kanal mit dem richtigen Angebot den Kunden zu erreichen. Das bedeutet, Abb.: putilov_denis, Fotolia


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