Page 14

BIT 07-2015

Geschäftsprozesse 14 | BIT 7–2015 Office-Systeme Zentrale Herausforderungen für den Erfolg kleiner und mittlerer Unternehmen Den Aufschwung nutzen Die wirtschaftlichen Bedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Europa als Herausforderung zu bezeichnen, wäre eine gravierende Untertreibung der Situation. Wieso, erklärt Stefan Schubert, Channel Director Distribution / IT&O bei Canon Deutschland, anhand einer aktuelle Canon-Studie, die die Stimmung in kleinen Büros und Unternehmen in Europa untersucht. Kleine Unternehmen sind normalerweise anfälliger für gesamtwirtschaft - liche Veränderungen, sogar für solche, die mikroskopisch klein ausfallen – besonders im Vergleich zu größeren Unternehmen. Die KMUs bleiben jedoch optimistisch und viele nutzen jede nur mögliche Methode, um passende Chancen zu generieren. Kleinunternehmen müssen sich stärker auf das Wesentliche konzentrieren und ihre Kräfte darauf richten, inmitten der wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, geschäftlich erfolgreich zu sein und dazu die richtigen Werkzeuge und Technologien einzusetzen. Es scheint, als sei die europäische Wirtschaft stabil in das Jahr 2015 gestartet. Für viele Kleinunternehmen sollte 2015 ein Jahr der Chancen werden. Verschiedene ökonomische Indikatoren deuten darauf hin, dass die Bedingungen sich verbessern und mit den optimistischen Prognosen bietet sich Kleinunternehmern die Gelegenheit, ihre Firmen voranzutreiben. Eine aktuelle Canon-Studie, die die Stimmung in kleinen Büros und Unternehmen in Europa untersucht, zeigt jedoch, dass auf dem Weg zum Erfolg mehrere zentrale Herausforderungen überwunden werden müssen. Die Europäische Union prognostiziert der Eurozone für 2015 ein Wachstum von 1,1 Prozent. Diese wenig überraschende Zahl wurde nach früheren Vorhersagen von zunächst 1,7 Prozent nach unten korrigiert. Diese Zahlen beschreiben allerdings immer noch eine deutliche Abkehr vom Abschwung gegen Ende des ersten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts. Damit sich Wachstumszeichen bemerkbar machen können, müssen die Unternehmen den Aufschwung für sich nutzen – und für kleine und mittlere Unternehmen gilt es zu erkennen, dass es neue Chancen für die geschäftliche Entwicklung gibt. Wirtschaftlichen Einflüssen begegnen Das Marktforschungsunternehmen ICM befragte kürzlich im Auftrag von Canon mehr als 1200 Kleinunternehmer. Die Studie zeigt, dass viele KMUs bereits Bestrebungen zeigen, die auf Fortentwicklung ausgerichtet sind. Die Befragten verwenden Begriffe wie „geschäftliches Wachstum“, „verbesserter Kundenservice“ und „zukünftige Expansion“. Während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Herausforderung bleiben, betrachten viele kleine Unternehmen die nächsten zwölf Monate als eine Zeit, in der es sich auf betriebliche Verbesserungen und geschäftliche Innovationen zu kon - zentrieren gilt. Jedoch gibt es einen großen Unterschied zwischen Bestrebungen und erzielten Leistungen. Hierin liegt der Kern der Herausforderung, der viele KMUs gegenüberstehen. Die Canon-Studie zeigt, dass sich kleine Büros und Unternehmen in ihrem Versuch zu wachsen häufig eingeschränkt fühlen – mit einigen starken regionalen Unterschieden. Deutsche Kleinunternehmer nehmen die positivste Perspektive ein, während die britischen Geschäftsinhaber bezüglich der Unternehmensentwicklung gemischte Gefühle hegen, trotz positiveren Aussichten auf nationaler Ebene. Französische Geschäftsinhaber beschreiben sich als sehr engagiert, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. In Spanien konzentrieren sich Kleinunternehmer ebenfalls auf Wachstum, fühlen sich jedoch durch die Wirtschaft enorm herausgefordert. 51 Prozent der Geschäftsinhaber – und 75 Prozent der spanischen Kleinunternehmen – geben an, dass die gesamtwirtschaftliche Situation in ihrem Land die wichtigste externe Herausforderung bildet, der ihr Unternehmen täglich gegenübersteht. Die Studie unterstreicht den zugrunde liegenden Einfluss der wirtschaftlichen Bedingungen auf kleine Firmen; ihre Fragilität gegenüber drastischen Schwankungen wird offen gelegt. Während einige Länder über verschiedene Sektoren hinweg Zeichen der Erholung erkennen, ringen andere darum, ein Ausmaß der Zuversicht wie vor der Rezession zu erreichen. Die Probleme werden auch nicht durch nationale Grenzen beschränkt. Knapp ein Drittel (30 Prozent) der Befragten geben die wirtschaftliche oder politische Situation in ihren Ländern als ein weiteres Problem an, während Stefan Schubert, Channel Director Distribution / IT&O bei Canon Deutschland: „Flexibilität ist ein zentraler Faktor für kleine Unternehmen, die vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren wollen.“


BIT 07-2015
To see the actual publication please follow the link above