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BIT 06-2015

Output-Zentrale und Document-Factory Produktionsdruck Drupa Global Trends Report: Entwicklung der globalen Print-Industrie Positive Aussichten Wie bewerten Druckdienstleister die aktuelle wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens und wie schätzen sie die Aussichten für die nächsten Monate ein? Und welche Trends zeichnen sich bei den Druckereien ab? Antworten auf diese Fragen gibt der aktuelle Drupa Global Trends Report. Das Resultat des aktuellen Drupa Global Trends Report ist überraschend positiv: 34 Prozent der weltweit befragten Druckdienstleister beschreiben ihre Lage im Jahr 2014 positiv und nur 13 Prozent als schlecht. Und noch mehr überrascht, wie positiv die Druckereien die Aussichten für die kommenden Monate beurteilen. Weltweit gehen 48 Prozent davon aus, dass sich ihre wirtschaftliche Situation verbessern wird. Nur 7 Prozent erwarten eine Verschlechterung. In Bezug auf die jeweiligen Endmärkte geht es den Druckereien, die im Verpackungssektor und im Bereich Functional Printing tätig sind, deutlich besser, als denen im Werbe- und Publikationsdruck. Verbesserte Wirtschaftslage erwartet Unter den Maschinenbauern bzw. der Zulieferindustrie für die Druckdienstleister gaben 36 Prozent an, dass sich ihr Unternehmen in einer guten Situation befindet. Lediglich 17 Prozent verwiesen auf eine schlechte Lage. Wie die Druckereien gehen auch die Maschinenbauer/Zulieferer zuversichtlich in die kommenden Monate. Global gesehen, erwarten 51 Prozent, dass sich ihre Wirtschaftslage verbessern wird, und nur 8 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Allerdings wird dieser grundsätzliche Optimismus nicht in vollem Umfang durch die detaillierten Ergebnisse der finanziellen Rahmenbedingungen untermauert. Die gute Nachricht lautet, dass sich für 39 Prozent der Druckereien weltweit die Umsätze erhöht haben, während nur 22 Prozent einen Rückgang verzeichneten. Doch dieses positive Saldo von 17 Prozent liegt weit unter den 27 Prozent des vergangenen Jahres (erster Drupa Global Trends Report). Als einzige Region meldet Nordamerika einen Anstieg des positiven Saldowertes von 51 Prozent auf 60 Prozent. Steigende Umsätze versus höhere Preise Trotz der steigenden Umsätze bleibt es für die Druckereien schwierig, höhere Preise zu erzielen. Lediglich 15 Prozent der Druckereien gaben an, dass sie im vergangenen Jahr ihre Preise erhöhen konnten. 38 Prozent meldeten sinkende Preise. Keine Region verzeichnete ein im Jahres - vergleich verbessertes Bild. Anders noch im ersten Drupa Global Trends Report, als vier Regionen einen Netto- Preisanstieg berichteten. In einigen Fällen war der Preisverfall dramatisch – wie beispielsweise in Asien, wo sich der positive Saldo von 19 Prozent zu einem negativen Saldo von -21 Prozent gewandelt hat. Bei der Druckmaschinenauslastung ergibt sich ein ähnliches Bild. So meldeten 44 Prozent eine verbesserte Auslastung (52 Prozent im letzten Jahr), während bei 20 Prozent die Auslastung zurückging. Auf einzelne Weltwirtschaftsregionen gespiegelt, geben Nordamerika und der Mittlere Osten etwa vergleichbare Ergebnisse zur Vorjahresumfrage an. In Australien hat sich die Situation sogar verbessert: Hier melden 56 Prozent eine höhere Auslastung, letztes Jahr waren es nur 41 Prozent. Verschlechtert hat sich hingegen die Lage in Süd- und Mittelamerika sowie in Asien. Leistungstrends bei den Druckereien In Bezug auf die operativen Trends beim konventionellen Druck überrascht es doch etwas, dass sich anscheinend die Rüstzeiten stabilisiert haben und die Anzahl der Druckaufträge weiter abnimmt – obwohl der Trend zu kleineren Auflagen weiter anhält. Diese Tendenz ist im weltweiten Mit dem Drupa Global Trends Report wollen die Drupa-Veranstalter die Wirtschafts und Marktentwicklung in der globalen Printindustrie analysieren. 66 | BIT 6–2015


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