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BIT 06-2015

12 Geschäftsprozesse | BIT 6–2015 Office-Systeme Smart-Worker-Umfrage 15: Kaum ein Arbeitsplatz ist papierlos Smartes Arbeiten im Büro Vor 40 Jahren wurde prognostiziert, dass die Einführung von Com puter und elektronischer Datenverarbeitung das bedruckte Papier aus der Arbeitswelt verbannen wird. Die Smart-Worker-Umfrage hat die Vision vom papierlosen Büro aufgegriffen und IT-Entscheider und Büroanwender befragt, wie und welche Arbeitsmittel sie im Büro einsetzen. Das Ergebnis: Kaum ein Arbeitsplatz ist papierlos, im Gegenteil. Im Rahmen der „Smart Worker Umfrage 15“, die von Dokulife Consulting in Zusammenarbeit mit Brother durchgeführt wurde, wurden rund 8000 Personen über die Nutzung von mobilen Devices und Büromitteln befragt. Wichtige Erkenntnis: Mobile Geräte wie Smartphone und Tablet werden inzwischen beruflich häufig genutzt. Sie ersetzen dabei aber nicht klassische Arbeitsmittel wie Desktop-PCs oder bedrucktes Papier, sondern ergänzen diese. Auch 2015 ist die Vision vom papierlosen Büro in weiter Ferne. Berufstätigen geschäftlich ein Smartphone, ebenfalls 59 Prozent ein Notebook, 30 Prozent sogar ein Tablet. Anhand der Umfrage-Ergebnisse lässt sich erkennen, dass für Anwender „smartes Arbeiten“ nicht bedeutet, dass mobile Geräte klassische Arbeitsmittel ersetzen: So würden nur 22 Prozent der Befragten ihren Desktop-PC durch ein Notebook oder Tablet ersetzen wollen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass mobile Geräte die alten Arbeitsmittel ergänzen, es also in der Konsequenz eher mehr Gerätevielfalt in der IT-Landschaft gibt, dafür die papierlose Revolution aber noch auf sich warten lässt. Keine Auswirkungen Seit der Veröffentlichung von Edward Snowden wird das Thema Datensicherheit und Datenschutz heiß diskutiert. Doch welche Konsequenzen haben ITEntscheider eigentlich aus den Veröffentlichungen und den Überwachungsvorwürfen gezogen? Nicht viele, so das Ergebniss der Smart Worker Umfrage. 71 Prozent der befragten IT-Entscheider sagen, dass die Veröffentlichungen rund um die NSA Leaks keine Auswirkungen auf ihre tägliche Arbeit hatten. Die Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen sind dementsprechend eher auf alltägliche Schutzmaßnahmen ausgerichtet – die populärste Schutzmaßnahme ist die Installation eines Virenscanners (97 Prozent), gefolgt von Login-Passwörtern für User (84 Prozent) sowie eine aktvierte Software- Firewall auf dem Client (78 Prozent). Interessanterweise werden Insider- Angriffe als weniger relevant betrachtet. Das deutet auch darauf hin, dass IT-Entscheider Angriffe von innen kaum als Gefahr sehen. (www.smartworker.club) Mehr Gerätevielfalt Rund 45 Prozent der befragten Büro- Anwender gaben an, dass sie in etwa gleich viel drucken wie noch vor zwei Jahren. Nur 27 Prozent sagen, dass sie weniger Papier im Büro drucken. Das papierlose Büro ist also immer noch nicht Büroalltag – was verwundern mag: Denn gleichzeitig stellt die Umfrage fest, dass moderne, mobile Endgeräte mittlerweile mehrheitlich fest im Beruf integriert sind. So nutzen inzwischen 59 Prozent der befragten Auch wenn mobile Endgeräte mittlerweile mehrheitlich fest im Beruf integriert sind, ist das papierlose Büro immer noch nicht Büroalltag.


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