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BIT 05-2015

Geschäftsprozesse 14 | BIT 5–2015 Digitalisierung Digitale Transformation erfordert, Geschäftsprozesse zu automatisieren Abwarten ist keine Option Die zunehmende Digitalisierung wird die Wirtschaft massiv verändern. Denn sie führt dazu, dass Prozesse intelligenter werden, vernetzte Systeme ihre Daten austauschen und sich selbständig steuern. Die Digitalisierung wird zu völlig neuen Geschäftsmodellen führen und die Service-Ökonomie rund um Produkte und Dienstleistungen verändern. Welche neuen Anforderungen stellen sich damit für die Unternehmen? Jochen Maier, Geschäftsführer der Summ-it Unternehmens - beratung hat die passenden Antworten. Eine vernetzte Service-Ökonomie wird zur Ausgangsbasis für neue Geschäftsmodelle und ist damit eine der wichtigsten Glieder in der Kette der digitalen Transformation. Warum das so ist, zeigen bereits alltägliche Szenen: Menschen nutzen ihre Smartphones, Tablets und Notebooks in nahezu jeder Situation und Umgebung, ob auf der Straße, in der Bahn oder im Stadtpark. Sie sind ständig erreichbar, kommunizieren mobil und informieren sich unterwegs. Sie nutzen unterschiedliche Kommunikationswege wie E-Mail, Internet-Portale, SMS, Whats App, Social-Media-Plattformen und Twitter für die private und die geschäftliche Kommunikation, aber auch wenn es um ihre Belange als Kunde geht. Der vernetzte Kunde wird zukünftig ein Teil der Wertschöpfungskette. Wesentliches Ziel der Digitalisierung ist es deshalb, Prozesse innerhalb und außerhalb des Unternehmens aus Kundensicht zu betrachten und dabei schnellstmöglich auf Veränderungen reagieren zu können sowie ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen. Im Rahmen einer Expertenrunde zum aktuellen Thema Digitalisierung, veranstaltet durch die Stuttgarter Zeitung und Roland Berger Strategy Consulting am 20. Mai, sagte Thomas Bauernhansl, Chef des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung, voraus, „dass im Zuge der Digitalisierung ganze Wertschöpfungsketten verschwinden werden.“ Künftig entstünden völlig neue Geschäftsmodelle, bestehende Kundenlieferantenverhältnisse würden in Frage gestellt. Betrachtet man die Umwälzungen, die durch die Digitalisierung ausgelöst werden, so zeichnet sich ab, dass die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion und Entwicklung bis zur Abnahme und Nutzung durch den Endverbraucher – in einem ganzheitlichen Öko-System stattfindet. Die allgegenwärtige Konnektivität und die Verwendung von Apps ermöglicht es Benutzern, situativ ihre Wahrnehmung, ihre Versorgung und sogar den physischen Umgang mit Dingen und Bewegungen autark zu gestalten. Diese Entwicklung vernetzt Geräte, Menschen, Produkte und Dienstleistungen zu einem Ökosystem, in dem Medienbrüche vermieden und Transaktionen digital und in Echtzeit verarbeitet werden. Digitalisierung verändert Organisation Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sie führt auch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Organisation der Unternehmen. Wie der Digitalverband Bitkom in einer aktuellen Unternehmens Befragung ermittelt, beschleunigt Menschen sind ständig erreichbar, kommunizieren mobil und werden als vernetzte Kunden ein Teil der Wertschöpfungskette. Jochen Maier, Geschäftsführer Summ-it Unternehmensberatung: „Künstliche Intel - ligenz, cloudbasierte Architekturen und digitale Geschäftsmodelle sind die entscheidenden Trends des digitalen Wandels in den Unternehmen. Abwarten ist längst keine Option mehr.“ Abb.: Nenetus, Fotolia


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