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BIT 04 -2015

Papiere für Dokumentendruck Trends und Empfehlungen Nicole Brandt, Projektleiterin Materialprüfung und Analytik, Papiertechnische Stiftung (PTS): „Die Papiertechnische Stiftung hat Testmethoden in Form von Arbeitsanweisungen entwickelt, die direkt im Drucksaal Anwendung finden können.“ Über die Trends und Materialcharakterisierungen von Papieren für den Dokumentendruck berichtet Nicole Brandt, Projekt - leiterin Materialprüfung und Analytik bei der Papiertechnischen Stiftung (PTS). Während die Gesamtproduktions - zahlen für graphische Papiere derzeit kontinuierlich sinken, wächst das Volumen an mittels Digitaldruckverfahren hergestellter Erzeugnisse stetig an. Personalisierte Druckprodukte wie Dokumente und Werbedrucksachen werden nicht mehr nur mittels dem bereits seit vielen Jahren etablierten elektrofotografischen Druck („Laserdruck“) hergestellt, sondern in zunehmendem Maße mit Maschinen, die im so genannten High-Speed- Inkjet-Verfahren drucken. Aufgrund einer komplett anderen Technologie, mit der die Druckfarbe (Tinte bzw. Toner) auf das Papier aufgetragen wird, ändern sich auch die Anforderungen an die Papiere und ihre Eigenschaften im Druck- und Verarbeitungsprozess. Beim Betrieb der Druckmaschinen werden gelegentlich Störungen durch fehlerhafte Beschaffenheit der Druckpapiere verursacht. Die Anwender im Drucksaal haben derzeit so gut wie keine Möglichkeit, die Eigenschaften der Bedruckstoffe im Anlieferungszustand zu über prüfen und können demnach bei papierbedingten Problemen im Druckprozess nur ungenügend reagieren. Deshalb hat die Papiertechnische Stiftung (PTS) für die Doxnet e. V. Testmethoden in Form von Arbeitsanweisungen ent - wickelt, die direkt im Drucksaal Anwendung finden können und das Wissen um den Bedruckstoff Papier erheblich erweitern. Die Arbeitsbeschreibungen sind nach einem einheitlichen Schema aufgebaut. Sie umfassen folgende Inhalte: • Beschreibung des Merkmals, das geprüft werden soll (ggf. mit Angabe zulässiger Toleranzen), • Beschreibung der Gründe für die Prüfung, • Verweise auf Normen und andere Prüfstandards, • Beschreibung der Durchführung der Prüfung im Detail, • benötigte Prüfmittel, • Arbeitsanweisungen für die Basis- Papierprüfung. Im Vortrag werden aktuelle Trends bei Druckpapieren für Dokumente vorgestellt und ausgewählte Inhalte der Arbeitsanweisungen und allgemeine Empfehlungen für den Umgang mit Papier im Drucksaal erläutert. Vortrag: Montag, 22. Juni, 16.30 Uhr, Doxnet-Fachkonferenz Elektronische Kommissionierung mit Whitepaper Schlanker Verarbeitungsprozess Uwe Hammann, Leiter Druck und Versandtechnik im Datev Druck-, Logistik und Servicezentrum: „Durch sich verändernde Sendungsvolumen musste dieser Verarbeitungsprozess angepasst und optimiert werden.“ Die Möglichkeiten des schnellen Inkjet-Farbendlosdrucks in unterschiedlicher Ausprägung auf einer „Weißen Rolle“ erläutert Uwe Hammann, Leiter Druck und Versandtechnik im Datev Druck-, Logistik- und Servicezentrum Nürnberg. Die Kunden der Datev senden über den Tag verteilt eine Vielzahl von unterschiedlichen Auswertungen an das Datev Druck- und Logistikzentrum. Diese Sendungen gilt es zur Optimierung der Versandkosten und der manuellen Aufwendungen zu bündeln. In der Vergangenheit wurde dieses sehr große Volumen über unterschiedlichste Drucksysteme und eigens dafür entwickelte Kommissionierroboter und einem automatischen Hochregallager verarbeitet. Durch sich verändernde Sendungsvolumen musste dieser Verarbeitungsprozess angepasst und optimiert werden. Durch die Möglichkeiten des schnellen Inkjet-Farbendlosdrucks in unterschiedlicher Ausprägung auf eine „Weiße Rolle“ waren die Grundvoraussetzungen für die neue Verarbeitung gegeben. Die Herausforderungen lagen darin, die im Rechenzentrum gesammelten Auswertungen in sehr kurzer Zeit zu verarbeiten. Eine weitere Herausforderung lag in der Zusammenführung von unterschiedlichen Formaten mit Informationen höchster Vertraulichkeit (A4 und C6 innerhalb einer C4-Sendung). Hierzu waren Sonderentwicklung der Kuvertieranlagenhersteller, aber auch Anpassungen der vorhandenen Infrastruktur notwendig. Am Ende steht ein schlanker und auf die Besonderheiten des Datenschutz und Datensicherheit abgestimmter Verarbeitungsprozess, hocheffizient und wirtschaftlich. Vortrag: Dienstag, 23. Juni, 11.00 Uhr, Doxnet-Fachkonferenz BIT 4–2015 | 63


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