Panorama

BIT 04 -2015

BITPANORAMA 6 | BIT 4–2015 Informationssicherheit im Mittelstand Dringender Handlungsbedarf Die IT- und Informationssicherheit im Mittelstand verschlechtert sich zusehends. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Techconsult. Das Fazit der Analysten: Für den Mittelstand besteht beim Thema IT- und Informationssicherheit weiterhin dringender Handlungsbedarf. Trotz der Öffentlichkeit, die das Thema IT- und Informationssicherheit erfährt und das Bewusstsein dafür schärfen soll, verbessert sich die Lage im Mittelstand nicht. Mehr noch: Der Mittelstand fühlt sich aktuell noch schlechter abgesichert als noch vor einem Jahr, wie die Techconsult-Studie „Security Bilanz Deutschland“ ergeben hat. Der Mittelstand hat das zurückliegende Jahr offensichtlich nicht nutzen können, um seine IT- und Informationssicherheit zu ver- IT-Arbeitsmarkt: Experten gefragt Wettbewerb um IT-Fachleute Die Konkurrenz um Fachkräfte im ITBereich wird immer größer. 79 Prozent der deutschen Chief Information Officer (CIO) und Chief Technology Officer (CTO) sind in Sorge, 2015 ihre talentiertesten Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl stark gestiegen: 2014 befürchteten nur knapp zwei Drittel (65 Prozent) der IT-Verantwortlichen – und damit 14 Prozent weniger als heute – den Weggang ihrer IT-Profis. Dies ist ein Ergebnis der Arbeitsmarktstudie im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half Technology, an der 200 CIO und CTO in Deutschland teilnahmen. Darüber hinaus finden es 87 Prozent der deutschen IT-Chefs herausfordernd oder sehr herausfordernd, qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren. Dabei ist der Anteil der Unternehmen, die es sehr herausfordernd finden, neue IT-Mitar- Social Media Stark gefragt Drei Viertel (75 Prozent) der deutschen Unternehmen setzen Social Media für die interne oder externe Kommunikation ein. Signifikante Unterschiede nach Unternehmensgröße gibt es dabei nicht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Egal, ob kleines, mittleres oder großes Unternehmen, die meisten haben das Potenzial von Social Media mittlerweile für sich entdeckt“, sagt Tobias Arns, Social-Media- Experte beim Bitkom. „Es sind nicht mehr nur die großen, bekannten Marken, die im Social Web präsent sind. Auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren von den direkten Dialogmöglichkeiten und der Reichweite dieser Netzwerke.“ Soziale Medien sind vor allem in der Dienstleistungsbranche beliebt. Hier setzen 84 Prozent auf Social Media. Im Handel nutzen 73 Prozent soziale Netzwerke. Ähnlich hoch ist mit rund 70 Prozent der Anteil der Unternehmen aus der Industrie, die Social Media einsetzen. Viele Unternehmen haben soziale Medien zunächst für die externe Kommunikation genutzt. Inzwischen nutzen Unternehmen aber auch verstärkt eine Social-Software für interne Zwecke, um Austausch und Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern zu verbessern. Insbesondere vervollständige Social Media die E-Mail-Kommunikation, da viele Anfragen auf diesen Kanälen schneller und transparenter beantwortet werden können als über die klassische Mail. Zudem ergänze Social Media in vielen Unternehmen inzwischen die bislang üblichen Intranets. „Ein wichtiger Unterschied zum klassischen Intranet ist bei Social Media die Art und Weise, wie Inhalte entstehen und geteilt werden. Jeder Mitarbeiter kann gleichzeitig Sender und Empfänger sein. Aus dem internen Redakteur wird ein Community-Manager“, so Arns. (www.bitkom.org) bessern. Noch dazu werden auch die Bedrohungen, denen sich Unternehmen ausgesetzt sehen, höher eingeschätzt als vor einem Jahr. Als eines der größten Handlungsfelder sehen Mittelständler das Thema IT- und Informationssicherheit für mobile Endgeräte, das detailliert in der Studie untersucht wurde. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen berichten bei Mobile-Security-Lösungen, dass sie diese bisher nicht gut umgesetzt haben. Selbst bei verhältnismäßig einfachen Lösungen wie Antiviren-Lösungen oder Firewalls für Smartphones und Tablets gibt nur ein Drittel der befragten Mittelständler an, mit der Umsetzung dieser Lösungen in ihrem Unternehmen zufrieden zu sein. (www.techconsult.de) beiter zu gewinnen, im Vergleich zum Vorjahr von 32 Prozent auf 35 Prozent gestiegen. Angesichts der Tatsache, dass 45 Prozent der Unternehmen bis Mitte des Jahres zusätzliche Stellen im IT-Bereich schaffen möchten, hat sich der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter weiter verschärft. Die Bereiche, in denen es am schwierigsten ist, neue Mitarbeiter zu finden, sind im Vergleich zum vergangenen Jahr weitgehend gleich geblieben. Ausnahme ist der Bereich Datenbank Management, der die Systemadministration aus den Top 5 verwiesen hat. Außerdem stufen heute mehr ITVerantwortliche die Bereiche IT-Sicherheit und Software-Entwicklung als schwierig für die Mitarbeiterfindung ein (43 Prozent bzw. 38 Prozent). Im Vorjahr waren nur 28 Prozent bzw. 25 Prozent dieser Meinung. (www.roberthalf-technology.de)


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