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BIT 04 -2015

BIT 4–2015 | 53 wand an Zeit, Personal und Kosten. Also reichlich Optimierungspotenzial für einen digitalen Relaunch. Heute werden die Prozesse mit der Lösung „SmartPDF“ komplett digital abgebildet und die Kommunikationsprozesse verlaufen ohne Medienbruch und ohne zeitliche Verzögerung. OMS und Input-Management arbeiten im ausfallsicheren, skalierbaren 24x7-Betrieb in der Cloud, damit Kunden in unterschiedlichen Zeitzonen betreut werden können und maximale Verfügbarkeit gewährleistet ist. Für die Kommunikation zwischen den Systemen kommen bewährte Standards wie XML oder Webservice zum Einsatz. Eine Voraussetzung für die SOA-konforme Integration, die eine tiefgehende Verflechtung der Systeme verhindert und die Flexibilität erhöht. Eine längst überfällige Lösung Die technische Infrastruktur für eine überlegene digitale Lösung wie „SmartPDF“ steht in skalierbarer, hochverfügbarer und ausfallsicherer Form zur Verfügung. Es gibt leistungsfähige Output- und Input-Management- Systeme, die in der Lage sind, die benötigten Formate wie ausfüllbares PDF, SMS, E-Mail oder XML zu produzieren und wieder einzulesen. Die Schnittstellen sind vorhanden, um die Backoffice-Systeme sowie Input und Output miteinander zu verbinden. So lassen sich auf der Basis von Standard Systemen Lösungen mit durch - gängigen digitalen Prozessen etablieren, die Zeit und Ressourcen sparen und wesentlich komfortabler zu bedienen sind als papiergebundene. Die technischen, organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen dafür sind längst gegeben, deshalb sind solche Lösungen für die digitale Kundenkommunikation überfällig. (www.kwsoft.de) Kommunikationsprozess „SmartPDF" – Schritt 2 3 Der Mitarbeiter erfasst beim Kundenbesuch die aktuellen Daten und schickt das ausgefüllte PDF zurück an die Zentrale. 4 Das Input Management erstellt eine read-only PDF-Kopie für den Kunden und extrahiert die Daten, mit denen SAP CRM aktualisiert wird und Folgeaktionen gestartet werden können. VG Wort plant Ausweitung von Betreiberabgaben Urheberrecht braucht Reform In den seit einigen Wochen laufenden Tarifverhandlungen der Betreiberverbände in der Druckindustrie versucht die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort), eine Ausweitung der Betreiberabgabe auf „scannerlose” Digitaldrucksysteme durchzusetzen. Nachdem der Europäische Gerichtshof in einem Grundsatzurteil grünes Licht für die einmal fällige Herstellerabgabe gegeben hatte, fordert VG Wort jetzt die Ausweitung der Urheberrechtsabgabe in Form der Betreiberabgabe in Deutschland. Betroffen sind digitale Kleinformat-Printsysteme (DIN A4/A3), die bauseits über keinen Scanner verfügen, Blattware verarbeiten und von gewerblichen Druck- Dienstleistern betrieben werden. Damit wäre auch eine jährliche Urheberrechtsabgabe fällig, die der einzelne Print- Dienstleister zu entrichten hätte. Nicht betroffen sind Hausdruckereien in Industrie und Verwaltung sofern sie nicht von einem externen Dienstleister betrieben werden. Bis heute sind lediglich Digitaldrucksysteme gebührenpflichtig, die über einen baulich integrierten Scanner verfügen. Hierbei geht der Gesetzgeber von einem Kopiervorgang aus. Der Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V. (Motio-Netzwerk) hingegen vertritt die Auffassung, dass bei einem Printsystem ohne baulich integrierten Scanner keinesfalls von einem „Digitalkopierer“ gesprochen werden kann. „Leider sieht dies der EuGH anders. Um den grenzenlosen Gebührenhunger der VG Wort in Grenzen zu halten, haben wir uns für ein moderates Ver- Verbandsgeschäftsführer Achim Carius: „Das deutsche Urheberrecht gehört schnellstens reformiert und den veränderten Erfordernissen im digitalen Zeitalter angepasst.” handlungsergebnis eingesetzt”, so die beiden Verbandsvertreter Wilfried Engel und Achim Carius. Mit einer Einigung über den neuen Gebühren - tarif ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Als völlig überholt bewertet der Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik das deutsche Urheberrecht mit seinem aktuellen Abgabesystem für Digitaldrucksysteme. „Unsere Betriebe drucken ohnehin zu 95 Prozent für gewerbliche Kunden. Diese bzw. deren Agenturen sind stets im Besitz der Urheber- und Nutzungsrechte, Rechte Dritter sind hierbei nicht betroffen. Eine Abgabe an VG Wort ist somit unbegründet. Das deutsche Urheberrecht gehört daher schnellstens reformiert und den veränderten Erfordernissen im digitalen Zeitalter angepasst”, so Verbandsgeschäftsführer Rechtsanwalt Achim Carius. (www.motio-media.de)


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