Page 48

BIT 04 -2015

Output-Zentrale und Document-Factory Output-Management 48 | BIT 4–2015 Pitney Bowes: Interview mit Dr. Christoph Stehmann Höchstmaß an Präzision Als weltweit agierendes Technologieunternehmen unterstützt Pitney Bowes die Geschäftswelt mit innovativen Produkten und Lösungen. BIT sprach mit Dr. Christoph Stehmann, Chief Operation Officer Digital Commerce bei Pitney Bowes u. a. über den Stellenwert des Software-Geschäfts, den neuen Markenauftrtitt und die strategischen Ziele. BIT Herr Dr. Stehmann, Sie sind seit über zwölf Jahren für Pitney Bowes in verschiedenen Positionen tätig. Können Sie uns kurz etwas zu Ihrem Werdegang und Ihren derzeitigen Aufgaben im Unternehmen sagen? Dr. Christoph Stehmann Ich habe 2003 bei Pitney Bowes in England angefangen. Von 2003 bis 2009 habe ich dann die zentraleuropäischen Operations betreut. Der Fokus lag damals auf dem Frankiermaschinengeschäft bis hin zu den großen Kuvertiermaschinen: Hardware, Verkauf und Service. 2009 erfolgte ein interner Wechsel bei dem ich die Costumer Operations übernommen habe. 2012 habe ich schließlich den DMT-Bereich (Document Messaging Technologies) übernommen, zuerst in Europa und dann global, was mit einem Umzug in die USA einherging. Ende 2013 habe ich auf die Softwareseite gewechselt und mich dem Bereich E-Commerce und Shipping zugewendet. Und seit Anfang 2015 fungiere ich als Chief Operation Officer für Digital Commerce was die Bereiche Dokumentenerstellung, Location Intelligence und Daten - qualität umfasst. Vor meiner Zeit bei Pitney Bowes war ich für die DHL-Spedition Danzas tätig, und davor insgesamt fast 10 Jahre bei der Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey. BIT Pitney Bowes ist dafür bekannt, seinen Kunden umfassende Lösungen für das Customer Communications Management zu bieten. Können Sie uns erklären, wie es Pitney Bowes Unternehmen ermöglicht, ihre Kunden zielgerichtet mit relevanten Informationen anzusprechen und so den Geschäftserfolg zu steigern? Stehmann Nehmen wir das Beispiel T-Mobile in den USA, das drittstärkste amerikanische Netzwerk für Mobiltelefone, das gerade seinen kompletten Webauftritt verändert hat. T-Mobile beschäftigt sich u. a. mit der Abdeckung und Netzwerkstärke, runtergebrochen auf einzelne Regionen. Hierfür wurde die USA in zig Millionen Sechsecke unterteilt. Über Verbindungsdaten wird analysiert, wie die tatsächliche Signalstärke ist. Eine ungeheure Menge an Datensätzen also, die ständig auflaufen. Die ganze Intelligenz dahinter, also die Aufteilung in Sechsecke, die Auswertung der Daten, die Darstellung auf einer Karte, etc., das sind wir – Pitney Bowes. Die Aufbe - reitung der Informationen und die geographische Zuordnung hilft nun T-Mobile, gezielt Kunden in Gegenden anzusprechen, wo der Telekommunikationsanbieter denkt, dass er dort unterpräsentiert ist, allerdings ein Netzwerk hat, das besser ist als das der Konkurrenz. BIT Pitney Bowes ist ein Global Player. Sie bieten Lösungen für die komplette Wertschöpfungskette ihrer Kunden. Also mehr als „nur“ die klassische Postbearbeitung. Welche Bereiche decken Sie ab? Wo liegt der Fokus? Stehmann Pitney Bowes kommt aus der klassischen Postbearbeitung, das betrifft Briefe und Pakete, also Shipping und Mailing. Unsere Aufgabe ist es, den Kunden zu helfen, alle Güter, die versendet werden müssen, zu verarbeiten und auf den Weg zu bekommen. Vor diesem Hintergrund führen wir z. B. gerade eine neue Versand - software hier in Deutschland ein, die es den Kunden ermöglicht, Packstücke zuzuordnen, die korrekten Labels auszudrucken, zu tracken usw. Der zweite Bereich umfasst die Dokumentenerstellung. Dieser Prozess ist vor dem Versand angesiedelt. Eine Neuerung und gleichzeitig eine sehr interessante Sache ist das Medium Video. Nehmen wir das Beispiel Telstar in Australien. Telstar bietet seinen Kunden an, die Telefonrechnung nicht nur auf Papier oder als PDF abzu rufen oder zu empfangen. Sie können ihnen genauso gut ein personalisiertes, interaktives Video schicken, in dessen Verlauf die Kunden durch ihre Rechnung geführt werden. Eine komplett andere Form der Ansprache als nur eine einfache Auflistung vorzulegen. Für den Kunden scheint dies ein ansprechenderes Medium zu sein, denn die Anzahl der Rechnungsanfragen, die Telstar in diesem Fall von Kunden er- Dr. Christoph Stehmann, Chief Operation Officer Digital Commerce, Pitney Bowes: „Pitney Bowes hat sich aus der Tradition heraus in seiner 95-jährigen Geschichte dazu verpflichtet, die Transaktionen mit einem Höchstmaß an Präzision, Zuverlässigkeit und Sicherheit abzubilden.“ „Unsere Aufgabe ist es, den Kunden zu helfen, alle Güter, die versendet werden müssen, zu verarbeiten und auf den Weg zu bekommen.“ „Pitney Bowes kommt aus der klassischen Postbearbeitung, das betrifft Briefe und Pakete, also Shipping und Mailing.“


BIT 04 -2015
To see the actual publication please follow the link above