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BIT 04 -2015

Output-Zentrale und Document-Factory 42 | BIT 4–2015 stellt, wie die Integration von Direct- Print ablaufen kann. So wurden im Vorfeld einige Tools gesichtet, bis man sich für die Lösung aus dem Hause ICOM entschieden hat. Wichtig war neben der Nutzung des zentralen Output-Management-Systems und der Nutzung von vorhandenen, automatisierten Produktionsabläufen u. a. der sendungsbasierte Freigabeprozess und schließlich die Weiterentwicklung von DirectPrint, um eine einheitliche Schnittstelle zu den „Vor-“Systemen zu schaffen. Alles in allem hat die Umsetzung ein Jahr gedauert, inklusive der Vorstudie, den vorbereitenden Aktivitäten, der Umstellung, SAL-Abstimmung etc. Das Ergebnis könnte kaum besser sein: Eine stabiler, wartungsfreier Ablauf, eine Erhöhung der Sicherheit im Produktionsprozess, Reduktion der manuellen, fehleranfälligen Arbeitsprozesse, die Einführung einer standardisierten, revisionssicheren Verarbeitung, eine sehr hohe Anwenderzufrieden - heit und last but not least eine Kostenreduktion um 44 Prozent. Kai Kromer von ICOM hat im Nachgang noch hinter die Kulissen geblickt und die Technische Umsetzung von DirectPrint bei der Alte Leipziger erläutert. JDF im Transaktionsdruck und in der Hausdruckerei Der Gastgeber selbst hat seine Strategie und Neuentwicklungen in Dokustream vorgestellt. Neben einer 60 Prozent Performance-Steigerung bei PCL sind dabei JDF im Transaktionsdruck und in der Hausdruckerei sowie aktuelle und künftige Entwicklungen des Spoolers wichtige Themen. ICOM-Projektleiter Thomas Krakow hat hierzu in seinem Vortrag die Vorteile der JDF-Steuerung erläutert. Gemeinsam mit Xeikon ist ICOM ein Projekt angegangen, dass sich in erster Linie um die Integration von JDF in den Transaktionsdruck und in Hausdruckereien dreht. Schließlich ist PDF nicht dafür angelegt, im Datenstrom Druckerkommandos weiterzugeben. JDF vereinigt die Jobbeschreibung von Druckvorstufe, Druck und Nachverarbeitung. Es ist ein offenes XML-Dateiformat, Industrie-Standard in der grafischen Industrie, und kann alles abbilden, was in der Prozesskette des Druckprozesses vorkommen soll. JDF wird vom CIP4-Konsortium spezifiziert, einem Zusammenschluss von Herstellern, Beratern und Anwendern der Druckindustrie. Ziel ist es, auf Basis allgemein anerkannter Standards, die Prozessautomatisierung in der grafischen Industrie voranzubringen. Zusammen mit Jürgen Scheer von Docusystem und Martin Vogt von Xeikon präsentierte ICOM die erste JDF-Anwendung. Konvertierungsfrei PDFs drucken ist der erste Schritt in eine neue Ära der PDF-Produktion. Jede Konvertierung ist eine zuviel – und hier nun überflüssig. Den JDFWorkflow im Einsatz hat Docusystem- Geschäftsführer Jürgen Scheer anschaulich geschildert. Dank des ICOM PDF Moduls, das JDF unterstützt, lassen sich die Seiten eines Dokumentes in einzelne Jobs zerlegen. Durch den JDF Workflow kann Scheer auf jeden Fall eine bessere Auslastung beim Mix-Plex-Druck feststellen, was eine Der ICOMVertriebs Manager Kai Kromer hat hinter die Kulissen der Alte Leipziger geschaut und die technische Umsetzung von Direct- Print beim Kunden erläutert. Elmar Müller, postpolitischer Sprecher und Ehrenvorsitzender des DVPT: „Der Markt lebt, er hat Dynamik.“ Hilfe der „Post mobil App“ mit dem Smartphone oder Tablet abrufen kann. Die Anwendung befindet sich zwar noch im Feldversuch – die Post ist derzeit noch auf der Suche nach Pilotpartnern unter den Nutzern der DVFreimachung – ICOM hat jedoch bereits reagiert und die Portocode- Nutzung von Programmierungsseite her umgesetzt. Dezentrale Briefe mit Workflow zentralisieren Auch bei ICOM DirectPrint gab es revolutionäre Erweiterungen. Schließlich spart das „Reinholen“ dezentraler Office-Briefe mit komplexen Bedien- Workflows enorme Kosten ein. In seinem Anwendervortrag „Dezentrale Briefe mit Workflow zentralisieren“ hat Simon Egerland von der Versicherung Alte Leipziger anschaulich darge- Jürgen Scheer, Geschäftsführer der Docusystem GmbH, hat den JDFWorkflow im Einsatz anschaulich geschildert. Titelstory


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