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BIT 04 -2015

BIT 4–2015 | 25 keit ab. Obwohl die Blätter dabei niemals ganz plan liegen, gleicht der Hightech-Scanner den Kurvenverlauf gewölbter Zeilen ebenso aus wie Unschärfen infolge unterschiedlicher Abstände zwischen Kamera und Papier. Das Scan-Ergebnis wird auf einem großen Monitor angezeigt und kann leicht korrigiert werden. Bedient wird die Anlage über ein speziell auf die Bedürfnisse der Rechtswissenschaft angepasstes Touchpad, auf Wunsch auch mit einer Scan2Pad-App auf dem eigenen Smartphone oder Tablet des Nutzers, das per WLAN direkt mit dem Bookeye kommuniziert. Neben dem flexibleren, einfacheren Handling und der hervorragenden Scan-Qualität spielte auch die nahtlose Integration in das „Q Pilot“-Netz von Schomäcker Card Solutions eine wichtige Rolle. Berührungslos anmelden Über ein berührungsloses Lesegerät identifiziert sich der Nutzer im Kopierraum mit seiner persönlichen Mifare- Chipkarte („Bucerius-Karte“). Abgerechnet werden dabei nur die tatsäch - lichen Ausdrucke mit 5 Cent pro Seite, die bloße Speicherung digitaler Scans im PDF-Format auf Tablets oder USBSticks bleibt kostenlos. Als Druck- und Output-Management-System sorgt Q Pilot für die sichere Dokumentenausgabe und zentrale, web basierte Kostenkontrolle von Druck-, E-Mail, Kopier-, Fax- und Scan-Diensten. Das System schützt netzwerkweit vor Datendiebstahl und unkontrollierter Dokumentenausgabe. Wird das Scannen – aus welchen Gründen auch immer – unterbrochen, bleibt der Auftrag zwischengespeichert. Das System erkennt Benutzer und noch nicht erledigte Jobs später anhand der Benutzerkarten wieder, um die Arbeit fortzusetzen. Nach eigenem Credo ist zwar die mittelfristige Perspektive der Bucerius Law School, neben den Scans auch die vorhandenen 8000 E-Books, 2500 E-Journale und 14 Datenbanken „ubiquitär“ auf portablen Endgeräten nutzbar zu machen, doch bis zur pa- Interview: Für das Jurastudium konfiguriert Prädikatsexamen fürs Touchpad BIT Herr Buchholz, Sie haben Ihre Bibliothek mit drei neuen Bookeye- Scannern ausgestattet. Was waren die Gründe für die Umstellung auf diese Gerätefamilie? Michael Buchholz Die Scanner sind von jedem Studierenden ohne große Einführung intuitiv zu bedienen. Die Menüführung der Touchpanels ließ sich für die Bedürfnisse des Jurastudiums optimal konfigurieren, so dass kein überflüssiger Schnickschnack irritiert. Mindestens ebenso entscheidend war die Zuverlässigkeit. Falls wirklich einmal ein Problem in der Praxis auftritt, haben wir den Service des externen Dienstleisters praktisch vor der Haustür. Heiko Paasch Allerdings müssen wir nur im Ausnahmefall die wenigen Kilometer hierher fahren. Denn wir haben online einen direkten Zugriff auf alle Scanner im Netzwerk, so dass wir z. B. Firmware-Updates übers Internet aufspielen können. BIT Zu welchen Zeiten sind die Schlangen vor den Bookeye-Scannern am längsten? Buchholz Engpässe kennen wir praktisch gar nicht. Unsere Bibliothek ist immer geöffnet, 24 Stunden am Tag, sieben Tage pro Woche. Den 600 Bucerius-Studenten stehen hier auf drei Stockwerken über 500 Arbeitsplätze zur Verfügung. Jede Etage verfügt über einen eigenen Kopierraum mit Book eye und Drucker. Das ist schon rein zahlenmäßig eine Ausstattung, die kaum Wünsche offen lässt. BIT Spielen digitale Scans ohne Ausdrucke eine zunehmende Rolle? Buchholz Nur bedingt. Zwar speichern viele Nutzer Buchseiten auf USB-Sticks oder per Scan2Pad auf ihren mitgebrachten Tablets – bei uns übrigens kostenlos –, aber es ist kein Trend. Denn gerade für Juristen sind Ausdrucke auf Papier oft unverzichtbar. Das liegt einerseits an später notwendigen handschriftlichen An - merkungen, andererseits aber auch an der Dokumentensicherheit. Die Drucke werden einzeln bargeldlos abgerechnet, und zwar mit der Bucerius- Karte über unser hochschulinternes Bezahlsystem zusammen mit dem Mensa-Essen oder anderen Käufen auf dem Campus. Paasch So funktioniert es viel reibungsloser, auch störungsfreier als in einer Stadtbibliothek mit Einzelabrechnung und Münzeinwurf. Denn der Bookeye lässt sich völlig problemlos in das bei der Bucerius Law School schon vorher mit Erfolg eingeführte Druckund Output-Management-System „Q Pilot“ integrieren. BIT Hinter Ihrer privaten Hochschule steht die wohlhabende „Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius“. Konnten Sie sich diese optimale Lösung also etwas mehr kosten lassen? Buchholz Das ist ein großer Irrtum. Wir müssen nicht nur scharf kalkulieren, sondern als gemeinnützige „gGmbH“ im Unterschied zu jedem anderen Unternehmen auf alle Preise noch die Mehrwertsteuer als nicht abzugsfähig addieren. Doch gerade das Preis-Leistungs-Verhältnis war bei dieser Zukunftsinvestition ein überzeugendes Argument für den Bookeye. pierlosen Rechtswissenschaft ist es noch ein sehr weiter Weg – siehe Interview: Vieles brauchen Juristen eben schwarz auf weiß gedruckt. So bleibt es für voraussichtlich noch lange, lange Zeit bei Dokumenten auch das Maß aller Dinge für dieses „Zentrum hybrider juristischer Informationen“, wie sich die Bucerius-Bibliothek gerne zutreffend nennt. (www.imageaccess.de) Michael Buchholz, Leiter IT und Medientechnik, Bucerius Law School Hamburg: „Jede Etage verfügt über einen eigenen Book eye- Buch-Scanner und einen Drucker.“ Heiko Paasch, Geschäftsführer der Arcscan GmbH, Ahrensburg: „Wir haben online einen direkten Zugriff auf alle Scanner im Netzwerk.“


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